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Akne und Plege

Was kann man selbst gegen Akne tun?

Akne - wegwaschen - ?

Viele gehen nach dem Motto vor: möglichst oft, gründlich und aggressiv. So bekommt man fettige Haut natürlich kurzfristig trocken. Als Reaktion versucht die Haut dann allerdings, das entfernte Fett möglichst schnell wieder zu ersetzen. Deshalb die Grundregel: schonende Reinigung - auch im Gesicht! - maximal zweimal am Tag. Wenn die Gesichtshaut an der Stirn und um die Nase mittags wieder glänzt, kann man das überschüssige Fett schonend mit einem weichen Kosmetiktuch abnehmen. Das hat den gleichen Effekt wie Waschen und strapaziert die Haut kaum. Vorsicht ist auch geboten mit sogenannten - seifenfreien Waschlotionen - und - Waschstücken - (Syndets). Nicht alle sind wirklich schonender als normale Seife. Im Gesicht ist fast immer lauwarmes Wasser ohne irgendwelche Zusätze am besten

Akne - wegpeelen - ?

Peeling-Präparate enthalten feine körnige Bestandteile wie etwa Seesand. Durch Auftragen und - behutsames! - Reiben auf der Haut bewirken sie eine intensive Hautreinigung, Schüppchen werden entfernt. Die oberste Hautschicht wird allerdings stark gereizt und ausgetrocknet. Eine Tiefenwirkung hat Peeling - entgegen vieler Werbeaussagen - nicht. Bei der Aknebehandlung dürfen Peelings nur angewandt werden, wenn keine ausgeprägten Entzündungen (Eiterpusteln) vorliegen. Generell wird der Sinn von Peelings bei Akne von Hautärzten unterschiedlich bewertet. Sie können bestenfalls eine unterstützende Maßnahme sein und sollten im Gesicht nicht öfter als höchstens ein- bis zweimal in der Woche vorgenommen werden.

Und cremen?

Als wichtigste Grundregel gilt: entweder gar keine oder eine möglichst leichte, wenig fettige Creme benutzen.

Nehmen Sie lieber in Kauf, daß die Haut nach der Reinigung vorübergehend etwas spannt. Bei der Gesichtspflege ist häufig eine leichte Pflegecreme sinnvoll, um Schuppenbildung zu vermeiden. Am Rücken sollte man ö -außer speziellen Aknepräparaten und Medikamenten - in der Regel keinerlei Pflegecreme oder Hautmilch auftragen.

Mit Diät gegen Akne?

Wissenschaftliche Untersuchungen haben bisher keinen Zusammenhang zwischen einem bestimmten Eßverhalten und dem Auftreten von Akne nachweisen können. Diäten (keine Schokolade, keine tierischen Fette, keine Nüsse etc.) sind deshalb nicht erforderlich.

Hat Akne mit Unsauberkeit zu tun?

Nein. Auch noch so häufiges Waschen kann eine Akne nicht beseitigen.

Mitesser selbst ausdrücken?

Fachleute sagen: nein!

Denn Mitesser (vor allem geschlossene) sitzen meist so tief, daß sie nur durch sehr starkes Quetschen oder gar nicht zu entfernen sind.

Durch den Druck preßt man aber Talg und Eiter häufig noch mehr in die Tiefe und trägt so zur Ausbreitung der Entzündung bei. Wer häufig an seinen an sich harmlosen Pickeln herumdrückt, kann sogar selbst eine besondere Form der Akne auslösen.

Sonne erlaubt!

Denn durch Sonne wird Akne meist gebessert. Außerdem fallen Pickel auf gebräunter Haut weniger stark auf als auf blasser. Bei der Auswahl des richtigen Sonnenschutzmittels ist zu beachten, daß Sonnenöl und fettige Cremes die Akne verschlimmern können. Schützen Sie sich deshalb lieber mit Lotionen oder Gel. Auf jeden Fall gilt aber: Sonnenbad ja - Sonnenbrand nein!

Akne wegen zu wenig Sex?

Daß Akne bei jungen Männern ein Hinweis auf eine (noch) unbefriedigte Sexualität sei, ist Blödsinn. Akne hat nichts damit zu tun, ob man (genügend) Sex hat oder nicht. Deswegen treffen Sprüche wie - Wenn du erst mal verheiratet bist, wird sich das schon geben - nur scheinbar zu. Wenn die Akne von selbst weggeht, dann wegen des älterwerdens.

 

 

 

 

Akne und Hormone

Gibt es ein verändertes Auftreten von Akne bei Frauen? Studien haben gezeigt, dass auch Frauen über 30 sogar 40 Jahren verstärkt unter einer monatlich immer wieder kehrenden Akne leiden, besonders vor der Menstruation (Monatsblutungen). Es kommt zu einer Verschiebung des Altersgipfels. Morphologische Strukturuntersuchungen der Haut haben gezeigt, dass die Verwerfungen der Haut vor den Monatsblutungen mit steigendem Alter zunimmt. In den USA konnte gezeigt werden, dass insgesamt 44 % der Frauen zwischen 12 und 52 Jahren unter prämenstrueller Akne leiden. Darunter versteht man die Akne, die an den Tagen vor den Blutungen aufblüht. Das Maximum liegt am 22. Tag eines 28 Tageszyklus, jener Tag, an dem die weiblichen Geschlechtshormone im weiblichen Körper im Keller sind.

Welchen Einfluss haben die Hormone? Hormone haben nicht nur einen Einfluß auf das Haarwachstum, sondern auch auf die Talgproduktion. Hier besonders das Testosteron, das zur erhöhten Talgproduktion führt. Daher leiden auch Männer deutlich häufiger unter Akne als Frauen. Auslöser der Akne ist nämlich unter anderem eine verstärkte Talgproduktion der Talgdrüsen. Akne befindet sich daher in Arealen, in denen sehr viele Talgdrüsen vorkommen, nämlich im Gesicht, im Decolleté und am oberen Rücken. Bei Frauen, die verstärkt unter Akne leiden, ist der Anteil der männlichen Hormone (Androgene) im Verhältnis zu den weiblichen Hormonen erhöht. Als einen wichtigen Grund für die in den letzten Jahren zunehmende Akne der Frauen vermuten Wissenschaftler die zunehmende Belastung der Frauen durch Beruf und Familie. Durch den chronischen Stress baut sich ein gewisser Pegel an Stresshormonen im Körper auf. Diese haben eine leicht restandrogene Wirkung, d.h. sie wirken teilweise wie schwache männliche Hormone und greifen am gleichen Rezeptor an den Talgdrüsen an.

Wie entsteht Akne?

Zu unserer Haut gehören Talgdrüsen. Diese Talgdrüsen produzieren Talg, die die Haut geschmeidig machen und fetten. Denn das Fett dient der Abwehr von Erregern oder sonstigen Fremdstoffen. Dieser Talg wird über Ausführungsgänge absondert. Die Wände der Ausführungsgänge sind mit Zellen ausgekleidet, die sich ständig erneuern. Dabei fließen tote Zellen als Horn zusammen mit dem Talg auf die Hautoberfläche ab und bilden dort einen Schutzfilm gegen Umwelteinflüsse. Im Gesicht, im Decolleté und auf dem Rücken gibt es die meisten Talgdrüsen. Nun kommt es in der Pubertät unter dem Hormoneinfluß zu einer verstärkten Produktion von Talg. Die erhöhte Talgbildung allein löst jedoch noch keine Akne aus, denn bleibt die Hautpore offen, fließt der Talg ungehindert ab. Ein - Pickel - entsteht erst dann, wenn sich die Hautpore durch Verhornungen verschließt. Bei der Entstehung der Akne spielt nämlich noch eine leichte Verhornungsstörung um den Ausführungsgang eine Rolle, die Hornschuppen um die Talgdrüsenausgänge lösen sich nur ungenügend ab, daher verstopft sich der Ausführungsgang. Der Talg kann dann nur ungenügend und nicht kontinuierlich abfließen. Die Folge ist ein Rückstau, der Talg trocknet ein, wird leicht schwärzlich. Der Mitesser entsteht. (Akne comedonica). Diese Mitesser sind also nicht die Folge mangelnder Reinlichkeit, sondern die Ergebnisse eines nicht zu verhindernden Oxidationsprozesses in den Talgdrüsen.

Wie kommt es zur Entzündung?

Da die Talgdrüsen eine offene Verbindung zur Außenwelt haben, werden diese regelmäßig von Bakterien besiedelt. Bei der Akne spielt v.a. das Bakterium Propionibakterium acnes eine Rolle. Es vermehrt sich schlagartig im Talg, zersetzt diesen in reizende Fettsäuren. Diese verursachen Entzündungen, Schwellungen, Rötungen und Eiterbildung, die sich bei schweren Formen zu ausgedehnten Abszessen mit Gelenkbeschwerden und Fieber entwickeln können (Akne fulminans).

Therapie der Akne

Die äußerliche Behandlung Die Behandlung der Akne beginnt meist äußerlich. Bewährte Mittel sind z.B. Benzoylperoxid, welches die Bakterien abtötet. Des weiteren wird die Haut verstärkt durchblutet, dies steigert die Abwehrkraft. Azelainsäure ( - Skinoren - ) und Adapalen ( - Differin - ) greifen gezielt in den Stoffwechsel der Talgdrüsen ein und haben eine milde Peeling - Eigenschaft, d.h. es kommt zu einem verstärkten Ablösen der fest haftenden Hornschuppen um den Talgdrüsenausgang.

Die Antibiotika Antibiotika wie Erythromycin, Clindamycin und Tetrazyklin bekämpfen die Bakterien. Die in Form von Gelen oder Lotionen bei leicher bis mittelschwerer Akne (Akne papulopustulosa) aufgetragenen Substanzen sollten zeitlich begrenzt aufgetragen werden, da sie sonst zu Resistenzen der Bakterien führen können Reichen die äußerlichen Mittel nicht aus, führen die Pusteln zu Narben, dann werden Antibiotika meist innerlich eingenommen.

Die Hormontherapie Sehr wirksam sind auch bestimmte Ovulationshemmer, zumindest bei Frauen .... Diese enthalten nämlich teilweise ein sogenanntes Antiandrogene z.B. Cyproteron, welche die Aktivität der männlichen Geschlechtshormone im Körper der Frau bremsen. Bekannte Präparate sind Diane 35, Neo-Eunormin, Valette, Yasmin.

Vitamin A - Abkömmlinge Das stärkste Mittel bei den heutigen Therapieformen ist aber ein innerlich angewendeter Vitamin - A - Abkömmling, das Isotretinoin. Diese Mittel führt zu einem irreversiblen Rückgang der Talgproduktion, die Talgdrüsen verkümmern förmlich. Des weiteren haben sie eine normalisierende Wirkung auf die Verhornung der Hornzellen um den Talgdrüsenausgang. Die verschriebene tägliche Dosis hängt vom Körpergewicht und Schweregrad der Akne ab. Es kommt meist während der ersten Therapiewochen zu einer Verschlechterung des Bildes, da die Talgdrüsen sich zunächst verstärkt entleeren. Dieses Präparat ist nicht ohne Nebenwirkungen. Daher sind während der Therapie, die sich meist über einen Zeitraum von bis zu 9 - 12 Monaten hinziehen kann, regelmäßige Arztkontrollen mit Blutuntersuchungen notwendig. Besonders wichtig: Es müssen Leber - und Nierenwerte regelmäßig kontrolliert werden. Welche Nebenwirkungen treten an der Haut auf? Die Haut um den Mund kann nach einigen Wochen Therapie leicht gespannter und dünner werden, die Haut wird leicht trockener. Die wichtigsten Nebenwirkung sind aber fruchtschädigende Wirkungen bei schwangeren Frauen, d.h. gäbe man diese Präparate während der Schwangerschaft, würden diese schwere Schäden bei den ungeborenen Kindern verursachen. Daher dürfen dies Präparate nicht während der Schangerschaft gegeben werden und es muß auch eine gewisse Spanne zwischen dem Ende der Therapie und dem Beginn einer Schwangerschaft liegen, da der Wirkstoff teilweise noch über eine längere Zeit im Körper gespeichert wird. Trotz dieser teilweise beträchtlichen Nebenwirkungen, die natürlich nicht unbedingt auftreten müssen (!), was für alle Medikamente gilt: Isotretinoin bewirkt teilweise Wunder. Studien haben gezeigt, dass die Akne in 85 - 90 % komplett abheilt und nicht wieder kommt, sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Diese Präparate haben in den letzten Jahren einen wirklichen Durchbruch in der Therapie der Akne gebracht.

 

 

 

 

Akne - Ursachen

Akne - Ursachen und Spuren

Akne - Wenn Haut und Hormone sich (noch) nicht mögen

Abgesehen davon, daß eine gesunde und schöne Haut viel zum allgemeinen, auch seelischen Wohlbefinden beiträgt, können schwere Akneformen unbehandelt bleibende Spuren an der Haut zurücklassen. Deswegen sollte man rechtzeitig etwas dagegen tun.

Plagt vor allem Teenager

Die Akne beginnt fast immer in der Pubertät ö gerade wenn Schönsein so wichtig wird. Ursache ist die Hormonumstellung in diesem Lebensabschnitt. Beim Jungen beginnen die Hoden mit der Produktion von männlichen Hormonen, den Androgenen. Beim Mädchen werden östrogene und Gestagene gebildet, die weiblichen Hormone.

Diese Geschlechtshormone beeinflussen nicht nur die sexuelle Reifung. Auch Gefühle, Körperwachstum, Stimme, Behaarung und die Haut verändern sich. Für die Veränderungen an der Haut sind vor allem die männlichen Hormone verantwortlich ö deshalb ist Akne bei jungen Männern auch meist stärker ausgeprägt als bei jungen Frauen, bei denen zwar ebenfalls männliche Hormone gebildet werden, jedoch in viel geringerem Umfang.

Warum gerade ich?!?

Warum leiden aber nicht alle an Akne, und warum verschwindet sie bei den meisten nach einigen Jahren langsam wieder ganz von selbst? Die männlichen Hormone werden im gesamten Erwachsenenalter produziert, ihre Menge nimmt im Laufe der Jahre eher noch zu. Entscheidend ist jedoch, daß die Empfindlichkeit der Haut gegen die Wirkung der männlichen Hormone bei den meisten Menschen mit der Zeit nachläßt. Die Haut gewöhnt sich an den normalen Hormonspiegel, und ein neues Gleichgewicht stellt sich ein. Deswegen verschwindet die Akne fast immer spontan. Bei den meisten schon im fortgeschrittenen Teenageralter, bei fast allen Mitte bis Ende zwanzig. Sie kann aber in Einzelfällen auch länger dauern.

Mitesser

Die offenen Mitesser (Fachbegriff: Komedonen) kann man leicht erkennen: ein an der Oberfläche oft schwarz gefärbter Hornpfropf in einer erweiterten Hautpore. Die geschlossenen sind unsichtbar. Hier sitzt der Hornpfropf tiefer, und die Pore ist an der Oberfläche nicht erweitert. Man kann sie meist nur als kleine Unebenheit in der Haut tasten.

Vermehrte Talgbildung

Kleine Drüsen an den Hautporen bilden den Talg. Dieser Talg ist flüssig und hat die Aufgabe, die Hautoberfläche geschmeidig zu halten. Die männlichen Hormone regen den Talgfluß stark an. Besonders viele Talgdrüsen befinden sich an Stirn, Nase, Kinn, Brust und Rücken. Deshalb tritt die Akne in diesen Regionen bevorzugt auf.

Entzündung

Mitesser und Talg bilden einen idealen Nährboden für bestimmte Bakterien, speziell das sogenannte Propionibacterium acnes. Sie führen zu Entzündung und Eiterbildung. Die Entzündung kann örtlich beschränkt bleiben, sie kann sich häufig aber auch in die Tiefe und in die Umgebung ausbreiten.

Aknespuren

Bei den meisten heilen Pickel spurlos ab. Manchmal können aber auch bleibende Veränderungen an der Haut zurückbleiben, die später nicht mehr oder nur teilweise beseitigt werden können.

Narben

Bei starker und ausgedehnter Entzündung werden Hautstrukturen tiefreichend zerstört, die im Heilungsprozeß nicht mehr vollständig erneuert werden können. Eine Narbe entsteht, die meist als kleine Einziehung an der Haut sichtbar bleibt.

Knoten und Zysten

Bei besonders schweren Akneverläufen bilden sich tiefliegende Knoten und Zysten, die mit Talg und Hornmaterial gefüllt sind. Die Haut wird dadurch an der Oberfläche uneben, während in der Tiefe immer wieder Entzündungen auftreten können.

Pigmentveränderungen

Bei manchen Menschen wird durch die Entzündung und Narbenbildung in der Haut die gleichmäßige Pigmentierung gestört. Die Folge sind dunklere oder hellere Stellen und unregelmäßige Bräunung durch die Sonne.

 

 

 

 

Akne - Übersicht

Akne

Die Akne ist eine Erkrankung hauptsächlich des Talgdrüsenfollikels, die anfänglich mit nichtentzündliche Komedonen einhergeht, im späteren Verlauf aber auch entzündliche Effloreszenzen u.a. Papeln, Pusteln und Knoten entstehen lassen kann.

Akne wird nach Ursache, Ausprägung bzw. Schweregrad und Lebensalter systematisiert.

Am bekanntesten und verbreitetsten ist die Acne vulgaris oder „gewöhnliche Akne“. „Gewöhnlich“ bedeutet hier, dass die Akne bedingt durch verstärkten Einfluss männlicher Hormone während der Pubertät auftritt und spätestens zum Anfang des 3. Lebensjahrzehnts abklingt. Weil ihre Ursachen in Veränderungen des Körperstoffwechsels liegen, gehört die Acne vulgaris zu den endogenen Akneformen.

Pubertäre Akne eines 14-jährigen Jungen.Tritt die Akne mutmaßlich endogener Ursache in „ungewöhnlichem“ Lebensalter auf, also entweder präpubertär oder im fortgeschrittenen Erwachsenenalter (Acne tarda), sollte nach dafür typischen Stoffwechselerkrankungen gesucht werden.

Nach Ausprägung bzw. Schweregrad unterscheidet man die Acne comedonica von der Acne papulo-pustulosa und der Acne conglobata. Das Hautbild der Acne comedonica ist von Komedonen und höchstens wenigen, sehr leichten Entzündungen (Papeln) geprägt. Narbenbildung ist nicht zu befürchten. Bei der Acne papulo-pustulosa dominieren Papeln und Pusteln, Narbenbildung in Folge der Entzündungsprozesse ist möglich. Die Acne conglobata bezeichnet das zusätzliche Auftreten von Fistelkomedonen und Knoten, in Folge droht erhebliche Vernarbung.

Akne kann aber auch „von außen“ verursacht werden. Bekannte exogene Akneformen sind:

Acne aestivalis, auch bekannt als „Mallorca-Akne“, erscheint nach UV-Einwirkung. Hintergrund sind vermutlich Reaktionen freier Radikale mit den Lipiden aus fetthaltigen Kosmetika, Sonnenschutzmitteln oder dem körpereigenen Talg, aus denen entzündungsfördernde Substanzen hervorgehen.

Acne cosmetica, tritt nach Anwendung komedogener Kosmetika auf.

Acne medicamentosa, entsteht durch Anwendung barbiturat-, lithium- oder kortikosteroidhaltiger Medikamente,

Anabolikamissbrauch und Überdosen von Vitamin B6, B12 oder D2.

Acne venenata - die „Kontaktakne“. Hierzu gehören Chlor- und Ölakne.

Die Acne inversa ist eine häufig schwere Entzündung der Talgdrüsen und Terminalhaarfollikel, vorzugsweise in intertriginösen Arealen wie z.B. Achselhöhle, Leistenregion und Gesäßfalte. Die Pathogenese ist nicht vollständig geklärt, als besonderer exogener Faktor scheint oft Nikotinmissbrauch (Rauchen) eine Rolle zu spielen.

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Botulinum Toxin - das Wundermittel gegen Falten?

Botulinum Toxin - das Wundermittel gegen Falten? 

Die mimischen Falten sind Falten, die sich aufgrund ständig wiederholter Muskelbewegungen bilden. Während sie anfänglich bei entspanntem Muskel voll rückgebildet werden, ist dies später nicht mehr so: Die Haut hat nachgegeben und die mimischen Falten sind nun ständig sichtbar.

Typische Beispiele für mimische Falten sind:

  • Zornesfalten
  • Krähenfüsse
  • Stirnfalten
  • Falten am Hals und Oberflächenunregelmässigkeiten im Decolleté

In den letzten Jahren wird zur Behandlung dieser Falten erfolgreich das Botulinum Toxin eingesetzt.

Botulinum Toxin ist ein muskelentspannendes Eiweiss, das vom Bakterium «Clostridium botulinum» produziert wird.

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Glutenunverträglichkeit (Zöliakie, Sprue)

Bei einer Glutenunverträglichkeit reagiert der Körper überempfindlich auf Klebereiweiß (Gluten). Die Substanz ist ein Bestandteil von Getreide. Einer von 1.000 Menschen in Deutschland sei im Schnitt von Zöliakie betroffen, berichtet die Deutsche Zöliakie Gesellschaft. Frauen erkranken häufiger als Männer. Die Glutenunverträglichkeit im Säuglings- und Kindesalter heißt Zöliakie, im Erwachsenenalter spricht man dagegen von Sprue.

Gluten kommt vor allem in Weizen, Gerste, Roggen und Hafer vor.

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Auf Grund dieser Unverträglichkeit wird die Schleimhaut des Dünndarms angegriffen und in ihrer Funktion eingeschränkt. Dadurch wird beispielsweise die Aufnahme von Nährstoffen (Vitamine, Mineralien, Kohlenhydrate und Fette) erschwert.

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Die Schimmelpilzgefahr steigt....

Erhöht das Sparen am Heizen die schimmelgefahr....?. Die Meldungen über Erhöhungen bei Strom- und Gaspreisen gehören regelmäßig zu den Nachrichten. Da stellt sich die Frage: wo und wie können wir noch Energiekosten minimieren?
Das meiste Geld können wir bei der Warmwasseraufbereitung und beim Heizen einsparen.
Denn raumabhängig heizen und dabei die Temperatur um ein weiteres Grad senken zahlt sich aus.

Tipps zur Einsparung:
Die Benutzung von batteriegesteuerten Heizkörperthermostaten, die individuell pro Zimmer eingestellt werden können. Diese Thermostate erkennen, dass eine schnelle Temperaturabsenkung stattfindet, durch z.B. Lüften und schalten automatisch ab, um Heizkosten einzusparen.

Wo die Möglichkeiten bestehen sind bautechnische Änderungen eine dauerhafte Einsparmöglichkeit wie beispielsweise neue Fenster, bessere Isolierung und die Nutzung von Sonnenenergie.

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Duftstoffallergien auf dem Vormarsch

Düfte dienen zu unserem Wohlsein, sie entscheiden über Attraktivität. Duftsoffe können aber auch Allergien verursachen. In den letzten Jahren erkranken mehr und mehr Menschen an Duftstoffallergien.

 


Allergien gegen Duftstoffe stehen nach der Häufigkeit der Allergien hinter Nickel bereits auf dem zweiten Platz. Nach Schätzungen sind in Deutschland über eine Million Menschen davon betroffen.

Das Auffinden des auslösenden Stoffes ist meist nicht einfach, denn Hersteller duftender Produkte verwenden in Europa rund 3.500 Substanzen in unterschiedlichen Mischungen.

Nach Ansicht der Verbraucherschützer stellen Duftstoffe ein ernstzunehmendes Problem im gesundheitlichen Verbraucherschutz dar. Unter anderem liegt dies am Überangebot von Düften in Produkten des täglichen Bedarfs sowie Raumparfüms in Wohnungen, Autos, Kaufhäusern und dem zunehmenden Einsatz von Düften zu Marketingzwecken.

Klassischerweise können Duftstoffe kontaktallergien verursachen. Diese mach sich als chronisch juckende Ekzeme bemerkbar. Eine Duftstoffallergie wird durch eine sogenannte Epikutantestung (Pflastertest) festgestellt.

 

 

 

 

Frühjahrsonne und Sonnenallergie

Der Frühling steht bevor...bei aller Freude nach den langen Wintermonaten darf man nicht vergessen, dass die Haut die Sonne im wahrsten Sinne vergessen hat...So beugen Sie einer Sonnenallergie vor!

 

Was ruft die Sonnenallergie hervor?

Meist (in 75 Prozent der Fälle) besteht eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber UVA-Strahlen, seltener ist es eine Überempfindlichkeit gegen UVB oder das sichtbare Licht. Durch die UVA Strahlen entstehen reaktive Sauerstoffverbindungen (Radikale). Diese Radikale reagieren mit biologisch relevanten Molekülen im Körper (z.B. Proteinen, DNA) und können diese dabei zerstören. Die normalen Schutzmechanismen gegen Radikale scheinen bei Menschen mit Sonnenallergie zu versagen. Dadurch kommt es zu überschießender Immunreaktion.

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Frostbeulen - nicht nur im Winter

Frostbeulen (Pernio oder Perniones) sind teigige, bläulich-lila aussehende Schwellungen unter der Haut,
die gelegentlich jucken, brennen und schmerzen können.
Sie entsteht durch länger dauernde oder wiederholte Kälteeinwirkung meist an den weniger durchbluteten Körperstellen (Fingern, Zehen, Ohren und Nasen).
Zentralkann es zu Blutungen, Blasen, Untergang von Gewebe und Geschwüren kommen.

 

Mögliche Ursachen Ursächlich ist wahrscheinlich der physiologische Gefäßverschluss der Arterien bei Kälte.
Wenn der Kältereiz zu lang wirkt, sind die Akren lange von der Sauerstoffzufuhr, Nährstoffzufuhr und Wärmezufuhr abgeschnitten. So können sich sogar Eiskristalle in der Haut bilden, die das Gewebe schädigen.

Paradoxerweise kommen treten sie gerne in den Herbstzeiten auf, also nicht unbedingt im tiefsten Winter.Die Vorbeugung ist einfach: Warme Kleidung und - ganz wichtig - grundsätzlich keinen Alkohol.

Die Kälte wird dann kaum noch bemerkt. Denn Warnhinweise wie Kribbeln an Zehen, Fingern oder Nase werden ignoriert.
Dann entstehen durch Kälte hervorgerufene, lokale Gewebeschäden.
Sie haben nichts mit einer Unterkühlung zu tun: Darunter versteht man ein Absinken der Körpertemperatur unter 35 Grad Celsius. Dies ist ein lebensbedrohlicher Zustand, der jeden Winter vor allem viele Obdachlose ereilt.

Bei Erfrierungen unterscheidet man ähnlich wie bei Verbrennungen verschiedene Schweregrade.
Als Grad I werden leichte Erfrierungen bezeichnet.
Die Haut sieht bläulich-weiß marmoriert aus. Wird sie jetzt wieder erwärmt, kommt es zur völligen Ausheilung.
Bei Grad II ist die Haut tiefrot bis violett und fühlt sich sehr kalt an.
Hier können ebenso wie in den schwereren Stadien bleibende Schäden zurückbleiben.
Suchen Sie in solch einem Fall schnellstmöglich einen Arzt auf oder rufen Sie den Notarzt,
denn es könnte sein, dass die Tetanusprophylaxe aufgefrischt werden muss.

Erwärmen Sie die betroffenen Stellen - meist Wangen, Nase, Finger oder Zehen - indem Sie sie mit einem warmen Kleidungsstück abdecken.
Versuchen Sie, eine Umgebungstemperatur von 25 bis 30 Grad Celsius zu erreichen.
Es empfiehlt sich auch ein Vollbad, das mit lauwarmem Wasser begonnen wird.
Die Temperatur darf nur langsam gesteigert werden, um Gewebeschäden zu vermeiden.

Anschließend sind warme Umschläge mit einem Pappelblütenaufguss oder alkoholischer Kamillenlösung empfehlenswert.
Cremes mit dem Wirkstoff Perubalsam fördern das Abheilen von Frostbeulen.