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Die Menge entscheidet....
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Bei Patienten, die viel mit den Händen arbeiten und mit hautreizenden Substanzen in Kontakt kommen, sollten besonders viel Hautpflegecrème verwenden.
Masern: Impfung
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Vorbeugung
Quarantäne
Nach dem deutschen Infektionsschutzgesetz (IfSG) aus dem Jahr 2001 dürfen infizierte Kinder solange keine Gemeinschaftseinrichtungen wie KITA`s, Kindergärten und Schulen besuchen, bis sie nach Schwächerwerden der Krankheit keine Viren mehr verbreitenund so keine weiteren Personen mehr infizieren können.
„Masernpartys“, organisierte Treffen, bei denen nicht gegen Masern geimpfte Kinder sich bei Kindern, die akut an Masern erkrankt sind, anstecken sollen, können strafrechtlich verfolgt werden.
Impfung
Durch groß angelegte Impfkampagnen in verschiedenen anderen Regionen, so z.B. dem gesamten amerikanischen Kontinent, konnte das Masern - Virus bereits weitgehend eliminiert werden, da der Mensch der einzige Wirt des Masernvirus ist.
Trotz der gerade in der letzten Zeit immer wieder auftretenden Diskussionen ist die Impfung als Masern-Mumps-Röteln-Impfung oder Masern-Mumps-Röteln-Windpocken-Impfung die wesentliche Schutzmassnahme.
Darunter versteht man eine Lebendimpfung mit einem abgeschwächten (attenuierten) Lebendimpfstoff, der einmal durchgeführt bei 95 % der Kinder einen ausreichenden Schutz gegen Masern hinterläßt.
Da bei einer Durchimpfungsrate von weniger als 95 % mit sporadischen Masernepidemien in mehrjährigen Abständen zu rechnen ist, sollten mit einer zweiten Impfung, frühestens vier Wochen nach der ersten, Impflücken geschlossen werden, um einen möglichst hohen Impfschutz zu bieten.
Man darf bei akuten Erkrankungen, HIV-positiven und anderen immungeschwächten Patienten und Schwangerschaft nicht impfen
Physikal. u. chemische Hautschäden
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Die Haut als Schutzhülle unseres Körpers ist natürlich auch physikalischen, thermischen und chemischen Schäden ausgesetzt. Eine Sonderform sind die UV - Strahlen, die gesondert unter Haut u. Sonne zu finden sind.
1. Thermische Hautschäden
Verbrennung
Verbrühung
Erfrierung
Chronischer Kälteschaden
2. Abnorme Reaktionen auf Temperaturreize
3. Schäden durch Elektrizität
4. Schäden durch ionisierende Strahlen
Therapie von Hautkrankheiten
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Zur Bahndlung von Hautkrankheiten stehen heute viele Verfahren zur Verfügung. Die Therapieverfahren sind meistens nicht spezifisch, d.h. bestimmte Therapieverfahren lassen sich für unterschiedliche Krankheiten nutzen.
In diesem Teil so ein Überblich über die z.T. aktuellen Therapiemöglichkeiten gegeben werden.
1. Systemische medikamentöse Therapie
Antibiotika
Antimykotika
Virostatika
Antimalaria
Kortikosteroide
Antihistaminika
Zytostatika
Immunsuppressiva
Biologicals
Zytokine
nicht steroidale Antiphlogistika
Retinoide
2. Lokale Pharmaka
Kortikoide
Vitamin - A - Abkömmlinge
Vitamin D 3 - Analoga
3. Operative Dermatologie
4. Physikalische Therapien
Röntgenbestrahlung
UV - Bestrahlung
Lasertherapie
Photodynamische Therapie
weitere Therapieverfahren
Alopecia areata atrophicans
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Eine Sonderform der Alopecia areata ist die Alopecia areata atrophicans, auch Pseudopedale Brocq genannt. Sie tritt besonders bei Frauen zwischen dem 30 und 55 Jahr auf. Meistens beginnt die Alopecia areata atrophicans schleichend mit kleinen haarlosen Flecken und mit geröteter, glänzender und gespannter Haut. Der Haarverlust ist langsam und fortschreitend. Auch bei dieser Erkrankung ist die Ursache nicht bekannt. Behandlungsversuche blieben bisher ohne Erfolg. Ursachen Medikamente können vorübergehenden Haarausfall herbeiführen. Neben einer genetischen Veranlagung und immunologischen Faktoren kann Haarausfall außerdem viele andere Ursachen haben. Manche medikamentöse Therapien, z. B. die Therapie mit Zytostatika bei bösartigen Tumorleiden, können zum Verlust der Haare führen. Dieser Haarverlust ist meistens rückgängig, wenn die Medikamente nicht mehr eingenommen werden. Manche Infektion wird von Haarausfall begleitet. Auch Infektionen können zu einem zeitlich begrenzten Haarverlust führen. Dazu gehören u. a.:
Impetigo contaginosa, Karbunkel, Wundrose oder Gürtelrose. Andauernder Druck und Zug auf das Haar, kann die Haarwurzel zerstören. Länger andauernder Druck z. B. durch Tragen von Schmuck, Berufsbekleidung oder Verbänden, oder Zug z. B. durch Pferdeschwanzfrisuren, Haartrachten oder Lockenwickel, können Haarausfall verursachen. Auch diese Form des Haarausfalls geht zurück oder verschwindet ganz, wenn die Schädigung vermindert oder abgesetzt wird. Die Prognose ist nur dann schlecht, wenn die mechanische Schädigung bereits zu einer Zerstörung der Haarwurzel geführt hat. Krankheiten, die eine Narbe oder narbige Veränderungen der Haut herbeiführen, können zu Haarausfall führen, der sich nicht zurückbilden läßt. Haarausfall, der sich nicht zurückbildet, entsteht häufig bei narbenbildenden Veränderungen der Haut durch:
Quetschungen, Verätzungen, Verbrennungen, bei Röntgenschäden, bei Erkrankungen wie Tuberkulose, Lepra, oder Syphilis, Pilzinfektionen bei schweren chronischen Krankheiten wie Leukämie, schweren Leberstörungen, Tumoren, Diabetes mellitus, Lupus erythematodes, Kollagenosen oder bei angeborenen Hauterkrankungen z. B. bei Ichthyose oder Dyskeratosis Darier. Die Grunderkrankung muß behandelt werden. Bei diesen Formen der Alopezie besteht die Therapie des Haarverlustes darin, durch Behandlung der Grunderkrankung den Haarausfall zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen.
Alopecia areata
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Der kreisrunde Haarausfall ist eine häufige Erkrankung. Die Alopecia areata ist ein örtlicher Haarausfall, bei dem es zum Verlust der Haare in einem begrenzten, meist kreisrunden Bereich kommt. Deshalb wird sie auch oft als kreisrunder Haarausfall bezeichnet. Diese Erkrankung ist ziemlich häufig. In Deutschland leiden ungefähr eine Million Menschen daran. Insbesondere die psychischen Belastungen, die diese Erkrankung oft mit sich bringt, führen zu einem erheblichen Leidensdruck. Plötzliches Ergrauen durch den Verlust aller gefärbten Haare. Eine andere Verlaufsform der Alopecia areata ist der Ausfall aller pigmentierten Haare. übrig bleiben nur Haare ohne Pigment. Das führt dazu, daß Menschen plötzlich nur noch graue Haare auf dem Kopf haben. Diese Form setzt oft akut und plötzlich ein. Seelische Faktoren sind aber weder Auslöser dieses Phänomens, noch beschleunigen sie den Vorgang. Die körpereigene Abwehr ""knabbert"" an den Haarfollikeln. Die Ursache dieser Erkrankung ist nicht bekannt. Es werden jedoch immunologische Faktoren vermutet, denn die T-Lymphozyten, die bei der körpereigenen Abwehr eine Rolle spielen, greifen die Haarfollikel an. auch eine genetische Komponente wird vermutet, weil die Alopecia areata in manchen Familien gehäuft vorkommt. Die Alopecia areata wird von einer Entzündung begleitet. Meistens fallen die Haare, besonders des Kopfes, plötzlich aus. Häufig betroffen sind Kinder und junge Männer. Aber auch Frauen können von der Alopecia areata betroffen sein. Die Entwicklung der Alopecia areata ist nur schwer vorhersehbar. Die Prognose der Alopecia areata ist schwierig. Es kann nach Monaten zu einer spontanen Wiederbehaarung kommen. Das ist sogar recht häufig der Fall. Allerdings ist die Gefahr eines erneuten Haarverlust groß. Möglich ist aber auch ein Totalverlust der ganzen Körperbehaarung. Das nennt sich dann Alopecia universalis. Lassen sich die Haare an den Rändern der haarlosen Areale leicht herausziehen, und findet man dort Kolbenhaare (ausrufezeichenförmige Haare), ist das Voranschreiten des Ausfalls wahrscheinlich. Finden sich Alopezien in der Nackengegend, ist mit Ausbreitung über den ganzen Kopf zu rechnen.
Durch ein Ablenkungsmanöver wird versucht, das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Behandlung ist äußerst schwierig, weil die Ursache nicht bekannt ist. Eine entzündungshemmende Therapie kann hilfreich sein. Bei der topischen Immuntherapie wir durch das Auftragen chemischer Lösungen ein örtliches Ekzem erzeugt. Durch diese künstlich hervorgerufene Entzündung wird die Immunabwehr von den Haarwurzeln ""abgelenkt"". So können sich die Haarwurzeln wieder erholen. Nachteil dieser Behandlung ist aber, daß sie nur während der Anwendung wirkt. Danach können die Haare erneut ausfallen. Wegen der oft jahrelangen Anwendung kann es außerdem zu starken allergischen Reaktionen am ganzen Körper kommen. Die topische Immuntherapie ist bei der Hälfte der Falle erfolgreich. Die Behandlung der Sonderform Alopecia areata atrophicans bei Frauen ist bisher erfolglos.
Masern: Therapie
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Therapie
Eine spezifische antivirale Therapie, die gegen das Masernvirus gerichtet ist, existiert nicht. In der akuten
Phase werden als symptomatische Therapien fiebersenkende Medikamente (Antipyretika) und Hustenmittel (Antitussiva) eingesetzt.
Man sollte auch viel trinken, da man aufgrund des Fiebers einen erhöhten Flüssigkeitsverlust hat.
Diagnose: Masern
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Diagnose
Die klinische Diagnose anhand des Krankheitsbildes, insbesondere des „typischen“ Masernexanthems, ist wegen des ja erfreulicherweise immer selteneren Auftretens schwieriger geworden.
Am sichersten ist die Diagnostik durch eine Blutuntersuchung mittels IgM-Antikörper - Nachweis. Der Nachweis von IgM ist meist mit dem Ausbruch des Exanthems positiv, kann in den ersten Tagen jedoch auch negativ sein.
Vom dritten Tag bis etwa 4–6 Wochen nach Auftreten des Exanthems sind die IgM-Antikörper meist nachweisbar, so dass ein rückwirkender Nachweis einer Erkrankung möglich ist. IgG-Antikörper sind meist nicht vor dem 7. Tag nach dem Ausbruch des Exanthems festzustellen
Alternativ muss man auch an Scharlach und Röteln denken.
Bei Scharlach beginnt der eher feinfleckige Ausschlag in der Leisten- oder Achselregion und steigt von dort zum
Kopf auf, wo er das Mund-Kinn-Dreieck auslässt. Typisch ist auch die sogenannte Himbeerzunge und eine Pharyngitis (Rachenentzündung).
Die Röteln zeigen meist ein nur mildes Krankheitsbild mit mäßigem Fieber und ein schwaches, nichtkonfluierendes
Exanthem an Hals und Brust. Hier ist eine starke Schwellung der im Nacken gelegenen Lymphknoten typisch.
Masern: Komplikationen
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Komplikationen
Die meisten Erkrankungen verlaufen unkompliziert, bei ca. 20–30 % der Fälle kommt es aber zu weiteren Symptomen und Komplikationen, wobei Durchfall (ca. 8 %), Mittelohrentzündungen (7 %) und Lungenentzündungen (6 %) häufiger auftreten.
Die Todesfallrate liegt zwischen 1:10.000 bis 1:20.000.
Was sind die gefürchtetesten Komplikationen:
Lungenentzündung (Masernpneumonie)
Unter einer primären Masernpneumonie wird eine Lungenentzündung mit dem Auftreten einer interstitiellen Pneumonie mit Entzündung der kleinen Bronchien (Bronchiolitis) verstanden, die zu einer Einschränkung der Atmung führt.
Dann kann es durch Schädigung des Epithels der Atemwege zum Aufsetzen von bakterielle Infekte kommen.
Eine seltene Form der viralen Pneumonie ist die Riesenzellpneumonie.
Meningoenzephalitis
Die Entzündungen des Gehirns und der Gehirnhäute (Cephalitis, Meningoenzephalitis) sind selten (bei 0,1 -0,2 % der Patienten), verläuft jedoch in 15–20 % tödlich. Bei zusätzlichen 20–40 % bleiben dauerhafte Schädigungen des Gehirns zurück.
Die Meningoenzephalitis entwickelt sich drei bis elf Tage nach Exanthembeginn.
Patienten über sechs Jahren erkranken häufiger als Kleinkindern. Es zeigt sich Fieber, Kopfschmerz, meningealer
Reizung (Nackensteifigkeit, Erbrechen), gelegentlich auch Bewusstseinseinschränkungen und Koma. Schwere
Verlaufsformen können auch epileptische Anfällen und anderen neurologischen Funktionsstörungen wie Lähmungen zeigen.
Bei Kindern mit angeborenen oderaufgetretenen Immundefekten kann es in seltenen Fällen zu einer besonderen Form der Gehirnentzündung durch Masernviren kommen („Einschlusskörperchenenzephalitis“, measles inclusion-body encephalitis). Diese Komplikation zeigt sich in der Regel meist innerhalb eines Jahres nach Maserninfektion mit schwer behandelbaren fokalen Krampfanfällen und endet meist innerhalb von wenigen Monaten tödlich.
Subakute sklerosierende Panenzephalitis
Die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) ist eine Spätkomplikation nach Maserninfektion, die eine generalisierte Entzündung des Gehirns mit Nerven-Entmarkung (Demyelinisierung) und schwersten Schäden nach sich zieht und immer tödlich endet.
Die Erkrankung tritt Monate bis zehn Jahre nach einer Maserninfektion auf, im Durchschnitt nach sieben Jahren.
Es lassen sich drei Stadien der SSPE abgrenzen.
1. psychische Störungen und Demenz
2. Muskelkrämpfe (Myoklonien) und epileptische Anfälle
3. Dezerebrationssyndrom, bei dem das Großhirn stark geschädigt ist
Keratitis der Hornhaut (Auge)
Es zeigen sich viele, punktförmige Läsionen der Hornhaut mit dem Risiko einer Erblindung.
Weitere Komplikationen sind Blinddarmentzündungen (Appendizitis), Leberentzündung (Hepatitis),
Herzmuskelentzündung (Myokarditis), Nierenentzündung (Glomerulonephritis) oder ein Abnehmen der Blutplättchen (thrombozytopenische Purpura) mit dem Auftreten von Gerinnungsstörungen.
Masern: Klinisches Bild
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Wie verlaufen die Masern klinisch?
Die Masern zeichnen sich typischerweise durch einen zweiphasigen Krankheitsverlauf aus. Nach der der Inkubationszeit von 10 bis 14 Tagen folgt das drei bis vier Tage dauernde, uncharakteristische Prodromalstadium, auch Initialstadium genannt.
Hier kommt es zu Entzündungen der Schleimhäute des oberen (Katarrh mit Rhinitis), teilweise auch des mittleren
Atemtraktes sowie der Augenbindehäute.
Es kann zu Fieber bis 41 °C, Übelkeit, Halsschmerzen und Kopfschmerzen kommen. Dann können für die Masern typisch vorkommenden Koplikflecken an der Wangenschleimhaut auftreten. Diese treten als weiße, kalkspritzerartige Flecken auf gerötetem Grund auf, sind 1–2 mm groß und sind die Vorstufen des klassischen Hautausschlags.
Typische Hauterscheinungen bei Masern
Am 12. bis 13. Tag zeigt sich das typische Exanthemstadium. Am 14. bis 15. Tag breitet sich ein fleckig-knotiger
(makulo-papulöser), zum Teil konfluierender, großfleckiger Ausschlag (Exanthem) – häufig hinter den Ohren
beginnend – innerhalb von 24 Stunden über den ganzen Körper aus. Nach weiteren vier bis fünf Tagen bilden sich die Symptome in der Regel zurück. Als Reste kann eine feine kleieförmige Schuppung für kurze Zeit bestehen bleiben. Zusätzlich beschreiben die Patienten häufig Lymphknotenschwellungen.
Bei Personen mit Immunschwäche kann der Verlauf sehr unterschiedlich sein, so kann beispielsweise hier der
typische Hautausschlag fehlen (weiße Masern). Dies betrifft u.a. Patienten mit angeborenen Defekten des
zellulären Immunsystems, HIV-Infektionen, bösartigen Tumoren oder immunsuppressiver Therapie. Sie haben aber auch ein höheres Risiko, eine schwerere und langwierigere Masernerkrankungen mit höherer Komplikations- und
Sterblichkeitsrate zu durchleiden.