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Hautkrebs - Allgemein
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Der Hautkrebs ist heimtückisch, er verursacht zunächst keine Beschwerden.
Ein richtiger Sonnenschutz und bei Verdacht frühzeitig zum Arzt zu gehen, sind wichtig, damit Hautkrebs keine Chance haben.
Hautkrebs wird in zwei Arten unterteilt: in den schwarzen und den hellen Hautkrebs.
Der schwarze Hautkrebs wird auch als malignes Melanom (griechischen: melanos, zu deutsch schwarz) genannt und entsteht, wenn die sogenannten Melanozyten (die Pigmentzellen der Haut) entarten.
Zum hellen Hautkrebs gehören das Basalzellkarzinom oder Basaliom und das Stachelzellkarzinom oder Spinaliom.
Kaum eine andere bösartige Krebserkrankung läßt sich so mit den persönlichen Lebensweisen in Verbindung bringen, wie dies beim Hautkrebs gilt. Der sprunghafte Anstieg der Krankheit gilt als Folge übermäßiger Sonnenbestrahlung.
Hautkrebs ist wie kaum eine andere Krebsart früh erkennbar, weil er sich äußerlich sichtbar entwickelt. Deshalb bietet das regelmäßige Selbstbeobachten seiner Haut und der Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung beim Dermatologen eine große Chance, diese bösartige Erkrankung bereits in einem frühen Stadium zu entdecken. Und je früher der Tumor erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Heilungschancen - bei Hautkrebs sind sie sogar außerordentlich gut.
Risikofaktoren: Helle Hauttypen, Lichtempfindlichkeit, genetische Faktoren
Hautkrebs - Häufigkeit
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Hautkrebs ist eine der häufigsten Tumorarten. Pro Jahr erkranken in Deutschland ca. 80.000 Menschen neu an Hautkrebs, davon etwa 7.000 an einem malignen Melanom ("schwarzer Hautkrebs"). In den letzten Jahren hat die Zahl dieser Erkrankungen deutlich zugenommen. Die jährliche Steigerungsrate (Inzidenzrate) liegt bei 4%, und ist damit höer als bei allen anderen Krebserkrankungen. In Europa gibt es zur Zeit jährlich etwas 63.000 neue Melanomerkrankungen und 17.000 Todesfälle durch den schwarzen Hautkrebs. Melanome stellen nur etwa 4% aller Hautkrebserkrankungen, sind aber für 77% der Hautkrebs-Todesfälle verantwortlich.
Auch Kinder können schwarzen Hautkrebs entwickeln! Bei Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren macht das Melanom 7% aller Krebserkrankungen aus. Bei Kindern mit mehr als 100 Leberflecken ("med.: Naevi") ist das Melanomrisiko auf das 34-fache erhöht. So erklärt sich, warum die Hälfte der Kinder mit Melanomen aus dieser Gruppe stammt. Bei Kinder mit 10 großen Leberflecken (Durchmesser über 5 mm) ist das Melanomrisiko 15-fach erhöht.
Hauttypen
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Je nach Hautfarbe und der unterschiedlichen Reaktion der Haut auf UV-Licht, der natürlichen Pigmentierungsgrad bzw. der Fähigkeit zur Pigmentierung, werden 6 Hauttypen unterschieden.
Keltischer Typ (Typ I)
Merkmale
sehr helle Hautfarbe
rötliches oder hellblondes Haar
blaue, grüne oder hellgraue Augen
Sommersprossen
bräunt nicht, sondern entwickel Sommersprossen
sehr häufig Sonnenbrand
sehr hohes Hautkrebsrisiko
Eigenschutzzeit
<10 Minuten
Empfohlene Sonnenschutzmaßnahmen
Schatten vorziehen, besonders über Mittag
Hut mit Nackenschutz empfohlen
Sonnenbrille mit UV Schutz
Nase, Ohren und Lippen besonders schützen
Empfohlener Lichtschutzfaktor
UV-Index 3-4: 15
UV-Index 9+: 25-35
Nordischer Typ (Typ II)
Merkmale
helle Hautfarbe
blonde, hellbraune oder dunkelbraune Haare
blaue, graue oder grüne Augen
oft Sommersprossen
langsame, minimale Bräunung
entwickelt häufig Sonnenbrand,
hohes Hautkrebsrisiko
Eigenschutzzeit
10 - 20 Minuten
Empfohlene Sonnenschutzmaßnahmen
Schatten vorziehen, besonders über Mittag
Hut mit Nackenschutz
Arme und Oberkörper geeignet bekleiden
Sonnenbrille mit UV Schutz
Nase, Ohren und Lippen besonders schützen
Empfohlener Lichtschutzfaktor
UV-Index 3-4: 10-15
UV-Index 9+: 20-25
Mischtyp (Typ III)
Merkmale
mittlere Hautfarbe
dunkelbraunes oder hellbraunes, manchmal auch blondes oder schwarzes Haar
braune (blaue, grüne oder graue) Augen
kaum Sommersprossen
mäßig braune Brustwarzen.
langsame, aber fortschreitende Bräunung bis hellbraun
manchmal Sonnenbrand, es besteht die Gefahr auf Hautkrebs
Empfohlene Sonnenschutzmaßnahmen
Sonne über Mittag meiden
Kopfbedeckung und Sonnenbrille
Lippen und Nacken schützen
Eigenschutzzeit
20 - 30 Minuten
Empfohlener Lichtschutzfaktor
UV-Index 3-4: 10-15
UV-Index 9+: 15-20
Mediterraner Typ (Typ IV)
Merkmale
bräunliche Haut auch in ungebräuntem Zustand
braune Augen
braunes oder schwarzes Haar
keine Sommersprossen
dunkle Brustwarzen.
schnelle Bräunung bis mittelbraun
selten Sonnenbrand
es besteht ein niedriges Hautkrebsrisiko
Eigenschutzzeit
>30 Minuten
Empfohlene Sonnenschutzmaßnahmen
Kopfbedeckung und Sonnenbrille
In den Bergen und am Meer Nase, Lippen und Nacken besonders schützen
Empfohlener Lichtschutzfaktor
UV-Index 3-4: 10
UV-Index 9+: 15
Dunkle Hauttypen (Typ V)
Vorwiegend Menschen aus Arabien, Nordafrika, dunkle Asiaten
Merkmale
dunkle bis hellbraune Haut auch in ungebräuntem Zustand, oft ein grauer Unterton
schwarze Augen
Schwarzes Haar
keine Sommersprossen
schnelle Bräunung bis dunkelbraun
kaum Sonnenbrand
sehr niedriges Hautkrebsrisiko, trotzdem ist Vorsicht geboten
Eigenschutzzeit
>90 Minuten
Empfohlene Sonnenschutzmaßnahmen
Kopfbedeckung und Sonnenbrille
Empfohlener Lichtschutzfaktor
UV-Index 3-4: 4
UV-Index 9+: 8
Schwarze Hauttypen (Typ VI)
Vorwiegend Menschen aus Subsahara-Afrika, Indien und Australien
Merkmale
dunkelbraune bis schwarze Haut auch in ungebräuntem Zustand
schwarze Augen
schwarzes Haar
keine Sommersprossen
praktisch nie Sonnenbrand
fast gar kein Hautkrebsrisiko
Eigenschutzzeit
>90 Minuten
Empfohlene Sonnenschutzmaßnahmen
Kopfbedeckung und Sonnenbrille
Empfohlener Lichtschutzfaktor
UV-Index 3-4: 2
UV-Index 9+: 4
Aktinische Keratosen
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Was sind aktinischeKeratosen?
AktinischeKeratosen sind oberflächliche Schäden der Haut, die im Laufe der Jahre durch hohe UV-Belastung (zumeist Sonnenlicht) hervorgerufen wurden („aktinisch“ bedeutet: durch Sonnenlicht). Daher finden sich diese Hautveränderungen auch an solchen Körperstellen, die besonders dem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Keratose bedeutet dabei Verhornung. Sie ist als gut tastbare Rauhigkeit der Stelle zu bemerken. Die Keratose ist, anders als reine Trockenheit der Haut, nicht durch pflegende Cremes zu beseitigen. AktinischeKeratosen sind oberflächliche Schädigungen der Haut, weil das Sonnenlicht nur in der obersten Hautschicht Schäden hervorrufen kann. Manchmal entsteht aber eine Verdickung der Keratose durch unkontrolliertes Wachstum der veränderten Zellen der Oberfläche.
Sind aktinischeKeratosen schon Hautkrebs?
Bei der aktinischen Keratose ist das Wachstum und die Funktion der obersten Hautschicht in gewisser Weise außer Kontrolle geraten. Solange diese Veränderungen nur die Oberfläche betreffen, wird die aktinische Keratose nicht als Krebs, sondern als Krebsvorstufe (Präkanzerose) gewertet. In etwa 20% der Fälle kann eine aktinische Keratose sich zu einem Spinaliom (Plattenepithelkarcinom) - das ist eine Form des sogenannten „weißen“ Hautkrebses - entwickeln.
Wirksame Schweißreduktion verbessert die Lebensqualität
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Übermäßiges Schwitzen bereitet vielen Betroffenen Beschwerden. Dann ist es wichtig, individuelle Behandlungsmaßnahmen, wie z.B. die Einnahme von Methantheliniumbromid, in Erwägung zu ziehen.
Eine übermäßige Schweißbildung schränkt die Lebensqualität häufig sehr ein. Schweißperlen im Gesicht, Flecken unter den Achseln und/oder feuchte Hände können Scham und Unbehaglichkeit verursachen. Damit kann Hyperhidrose das soziale Leben und den Beruf negativ beeinflussen. Bei einigen Menschen führt dies sogar in eine soziale Isolation.
Die Photodynamische Therapie (PDT) bei aktinischen Keratosen
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Was sind aktinische Keratosen?
Aktinische Keratosen sind oberflächliche Schäden der Haut, die im Laufe der Jahre durch hohe UV-Belastung (zumeist Sonnenlicht) hervorgerufen wurden („aktinisch“ bedeutet: durch Sonnenlicht). Daher finden sich diese Hautveränderungen auch an solchen Körperstellen, die besonders dem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Keratose bedeutet dabei Verhornung. Sie ist als gut tastbare Rauhigkeit der Stelle zu bemerken. Die Keratose ist, anders als reine Trockenheit der Haut, nicht durch pflegende Cremes zu beseitigen. Aktinische Keratosen sind oberflächliche Schädigungen der Haut, weil das Sonnenlicht nur in der obersten Hautschicht Schäden hervorrufen kann. Manchmal entsteht aber eine Verdickung der Keratose durch unkontrolliertes Wachstum der veränderten Zellen der Oberfläche.
Sind aktinische Keratosen schon Hautkrebs?
Bei der aktinischen Keratose ist das Wachstum und die Funktion der obersten Hautschicht in gewisser Weise außer Kontrolle geraten. Solange diese Veränderungen nur die Oberfläche betreffen, wird die aktinische Keratose nicht als Krebs, sondern als Krebsvorstufe (Präkanzerose) gewertet. In etwa 20% der Fälle kann eine aktinische Keratose sich zu einem Spinaliom (Plattenepithelkarcinom) - das ist eine Form des sogenannten „weißen“ Hautkrebses - entwickeln.
Sollte die aktinische Keratose behandelt werden?
Um die weitere Entwicklung dieses Krebses zu unterbinden, sollten die aktinischen Keratosen daher unbedingt behandelt werden. Eine sehr erfolgreiche und kosmetisch optimale Therapieform stellt die Photodynamische Therapie dar.
Die Photodynamische Therapie bei aktinischen Keratosen
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Was sind aktinische Keratosen?
Aktinische Keratosen sind oberflächliche Schäden der Haut, die im Laufe der Jahre durch hohe UV-Belastung (zumeist Sonnenlicht) hervorgerufen wurden („aktinisch“ bedeutet: durch Sonnenlicht). Daher finden sich diese Hautveränderungen auch an solchen Körperstellen, die besonders dem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Keratose bedeutet dabei Verhornung. Sie ist als gut tastbare Rauhigkeit der Stelle zu bemerken. Die Keratose ist, anders als reine Trockenheit der Haut, nicht durch pflegende Cremes zu beseitigen. Aktinische Keratosen sind oberflächliche Schädigungen der Haut, weil das Sonnenlicht nur in der obersten Hautschicht Schäden hervorrufen kann. Manchmal entsteht aber eine Verdickung der Keratose durch unkontrolliertes Wachstum der veränderten Zellen der Oberfläche.
Sind aktinische Keratosen schon Hautkrebs?
Bei der aktinischen Keratose ist das Wachstum und die Funktion der obersten Hautschicht in gewisser Weise außer Kontrolle geraten. Solange diese Veränderungen nur die Oberfläche betreffen, wird die aktinische Keratose nicht als Krebs, sondern als Krebsvorstufe (Präkanzerose) gewertet. In etwa 20% der Fälle kann eine aktinische Keratose sich zu einem Spinaliom (Plattenepithelkarcinom) - das ist eine Form des sogenannten „weißen“ Hautkrebses - entwickeln.
Sollte die aktinische Keratose behandelt werden?
Um die weitere Entwicklung dieses Krebses zu unterbinden, sollten die aktinischen Keratosen daher unbedingt behandelt werden. Eine sehr erfolgreiche und kosmetisch optimale Therapieform stellt die Photodynamische Therapie dar.
Wie funktioniert die photodynamische Therapie (PDT)?
Auf die betroffenen Stellen wird eine spezielle Creme auf, die δ-Aminolävulinsäure (5-ALA) enthält. Diese Substanz reichert sich genau in den Zellen an, die krankhaft verändert sind. Diese Substanz führt dazu, dass die Zelle empfindlich wird für eine bestimmte Wellenlänge einer speziellen Lampe. Man kann die Anreicherung auch beobachten und fotographisch darstellen:
Wird dann die betroffene Stelle mit dem speziellen Licht bestrahlt, stirbt die Zelle ab. Die aktinischen Keratosen sind dann beseitigt.
Wie wird die PDT durchgeführt?
Die betroffenen Areale werden mit der speziellen Creme eingecremt. Danach werden die eingecremten Stellen mit einer Abdeckfolie und zusätzlich noch mit einem geeigneten Lichtschutz abgedeckt. Die optimale Einwirkzeit für 5-ALA beträgt 4 Stunden. Die Stellen müssen in der Wartezeit vor Licht, Nässe und Kälte geschützt werden.
Kurz vor der Bestrahlung wird dann die Creme entfernt. Die betroffenen Areale werden mit einer speziellen Wellenlänge. Diese Lampe strahlt selber keine Hitze aus. Trotzdem entsteht durch die Zerstörung der krankhaften Zellen ein brennendes Gefühl, das einem Sonnenbrand entspricht.
Nach der Bestrahlung werden die durch das Licht zerstörten Zellen vom Immunsystem des Körpers entfernt und durch gesunde Zellen ersetzt. Hierbei kann es eventuell nochmals zu leichtem Brennen kommen. Es entwickelt sich eine Rötung der Hautstellen, die etwa 1 - 2 Wochen lang anhält. Desweiteren entstehen Krusten, die wegen der Tätigkeit des Immunsystems wie eine Entzündung aussehen können.
Nach der Behandlung sollte man zu viel Sonne meiden, regelmäßig Sonnenschutzmittel verwenden und eine Kopfbedeckung mit Krempe tragen.
Für kleinere aktinische Keratosen, oder für eine sehr geringe Anzahl gibt es die Möglichkeit, eine chirurgische Abtragung (mit dem Skalpell) oder eine Behandlung mit flüssigem Stickstoff (Vereisung) durchzuführen. Diese Behandlungsmethoden wirken nur lokal und haben den Nachteil, dass sie aktinische Keratosen im Frühstadium nicht mit behandeln. Weitere Optionen sind eine Creme, die das Immunsystem anregt (Imiquimod) oder ein lokales Chemotherapeutikum (5-Fluorouracil). Beide Cremes müssen über einen langen Zeitraum aufgetragen werden und führen zu einer starken Hautreizung.
Was kostet die PDT und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die ärztliche Leistung der PDT kostet etwa zwischen 120 und 400 Euro pro Sitzung (die Abrechnung erfolgt gemäß Gebührenordnung für Ärzte GOÄ). Die privaten Versicherer übernehmen für gewöhnlich die Kosten. Bei den gesetzlichen Krankenkassen ist die PDT keine sogenannte Regelleistung.
Photodynamische Therapie bei aktinischen Keratosen
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Was sind aktinische Keratosen?
Aktinische Keratosen sind oberflächliche Schäden der Haut, die im Laufe der Jahre durch hohe UV-Belastung (zumeist Sonnenlicht) hervorgerufen wurden („aktinisch“ bedeutet: durch Sonnenlicht). Daher finden sich diese Hautveränderungen auch an solchen Körperstellen, die besonders dem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Keratose bedeutet dabei Verhornung. Sie ist als gut tastbare Rauhigkeit der Stelle zu bemerken. Die Keratose ist, anders als reine Trockenheit der Haut, nicht durch pflegende Cremes zu beseitigen. Aktinische Keratosen sind oberflächliche Schädigungen der Haut, weil das Sonnenlicht nur in der obersten Hautschicht Schäden hervorrufen kann. Manchmal entsteht aber eine Verdickung der Keratose durch unkontrolliertes Wachstum der veränderten Zellen der Oberfläche.
Sind aktinische Keratosen schon Hautkrebs?
Bei der aktinischen Keratose ist das Wachstum und die Funktion der obersten Hautschicht in gewisser Weise außer Kontrolle geraten. Solange diese Veränderungen nur die Oberfläche betreffen, wird die aktinische Keratose nicht als Krebs, sondern als Krebsvorstufe (Präkanzerose) gewertet. In etwa 20% der Fälle kann eine aktinische Keratose sich zu einem Spinaliom (Plattenepithelkarcinom) - das ist eine Form des sogenannten „weißen“ Hautkrebses - entwickeln.
Sollte die aktinische Keratose behandelt werden?
Um die weitere Entwicklung dieses Krebses zu unterbinden, sollten die aktinischen Keratosen daher unbedingt behandelt werden. Eine sehr erfolgreiche und kosmetisch optimale Therapieform stellt die Photodynamische Therapie dar.
Wie funktioniert die photodynamische Therapie (PDT)?
Auf die betroffenen Stellen wird eine spezielle Creme auf, die δ-Aminolävulinsäure (5-ALA) enthält. Diese Substanz reichert sich genau in den Zellen an, die krankhaft verändert sind. Diese Substanz führt dazu, dass die Zelle empfindlich wird für eine bestimmte Wellenlänge einer speziellen Lampe. Man kann die Anreicherung auch beobachten und fotographisch darstellen:
Wird dann die betroffene Stelle mit dem speziellen Licht bestrahlt, stirbt die Zelle ab. Die aktinischen Keratosen sind dann beseitigt.
Wie wird die PDT durchgeführt?
Die betroffenen Areale werden mit der speziellen Creme eingecremt. Danach werden die eingecremten Stellen mit einer Abdeckfolie und zusätzlich noch mit einem geeigneten Lichtschutz abgedeckt. Die optimale Einwirkzeit für 5-ALA beträgt 4 Stunden. Die Stellen müssen in der Wartezeit vor Licht, Nässe und Kälte geschützt werden.
Kurz vor der Bestrahlung wird dann die Creme entfernt. Die betroffenen Areale werden mit einer speziellen Wellenlänge. Diese Lampe strahlt selber keine Hitze aus. Trotzdem entsteht durch die Zerstörung der krankhaften Zellen ein brennendes Gefühl, das einem Sonnenbrand entspricht.
Nach der Bestrahlung werden die durch das Licht zerstörten Zellen vom Immunsystem des Körpers entfernt und durch gesunde Zellen ersetzt. Hierbei kann es eventuell nochmals zu leichtem Brennen kommen. Es entwickelt sich eine Rötung der Hautstellen, die etwa 1 - 2 Wochen lang anhält. Desweiteren entstehen Krusten, die wegen der Tätigkeit des Immunsystems wie eine Entzündung aussehen können.
Nach der Behandlung sollte man zu viel Sonne meiden, regelmäßig Sonnenschutzmittel verwenden und eine Kopfbedeckung mit Krempe tragen.
Für kleinere aktinische Keratosen, oder für eine sehr geringe Anzahl gibt es die Möglichkeit, eine chirurgische Abtragung (mit dem Skalpell) oder eine Behandlung mit flüssigem Stickstoff (Vereisung) durchzuführen. Diese Behandlungsmethoden wirken nur lokal und haben den Nachteil, dass sie aktinische Keratosen im Frühstadium nicht mit behandeln. Weitere Optionen sind eine Creme, die das Immunsystem anregt (Imiquimod) oder ein lokales Chemotherapeutikum (5-Fluorouracil). Beide Cremes müssen über einen langen Zeitraum aufgetragen werden und führen zu einer starken Hautreizung.
Was kostet die PDT und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die ärztliche Leistung der PDT kostet etwa zwischen 120 und 400 Euro pro Sitzung (die Abrechnung erfolgt gemäß Gebührenordnung für Ärzte GOÄ). Die privaten Versicherer übernehmen für gewöhnlich die Kosten. Bei den gesetzlichen Krankenkassen ist die PDT keine sogenannte Regelleistung.
UV-Strahlen: Auch in den Augen kann Sonnenbrand entstehen
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Während der Sommermonate cremen sich die meisten Menschen mit Sonnencreme ein, um sich vor intensiver UV-Strahlung zu schützen. Jedoch wird dabei der notwendige Lichtschutz für die Augen häufig vergessen bzw. vernachlässigt. Eine Sonnenexposition insbesondere am Meer oder im Gebirge kann den Augen einen erheblichen UV-Belastung aussetzen. dies gilt auch für das Skifahren...
Ulcus cruris - das offene Bein
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Am Anfang eines Ulcus cruris venosum, oft einfach Ulcus cruris oder offenes Bein genannt, steht eine Venenschwäche. Viele Menschen haben auch einen Defekt an den Venenklappen. So kommt es zu einem Blutrückstau in den Beinvenen. Dabei steht das gesamte System der Blutgefäße unter einem erhöhten Druck. Dieser Druck zerstört langsam die Kapillaren (die feinsten Verästelungen der Arterien), an denen der Austausch von Nährstoffen vollzogen wird. Da das nährstoffarme Blut nicht mehr weggepumpt wird, kann auch kein frisches, nährstoffreiches Blut mehr dorthin fließen. Es kommt also zu einer Minderversorgung des Gewebes. Im weiteren Verlauf sterben Haut- und Gewebezellen ab und es kommt zu einer dauerhaften Stoffwechselstörung. Das zeigt sich äußerlich durch eine bräunliche Verfärbung und/oder auch Verhärtung der Haut.
Ist die Veränderung erst einmal so weit fortgeschritten, kann schon eine kleine Verletzung zu einem Beingeschwür, einem Ulcus cruris, führen. Das liegt daran, dass eine Wunde, auch wenn sie klein ist, nicht mehr zuheilen kann. Häufig werden Beingeschwüre in ihrer Entstehung erst spät bemerkt, weil auch das Schmerzempfinden deutlich herabgesetzt ist. Zu diesem Zeitpunkt reicht die Versorgung des Gewebes schon nicht mehr aus, gesundes Gewebe zu erhalten. Daher ist eine Gewebeneubildung, wie sie für das Zuheilen von Wunden erforderlich ist, dann kaum mehr möglich.
Was erhöht das Risiko, ein offenes Bein zu bekommen?
Alle Faktoren, die sich negativ auf die Durchblutung auswirken, können als Risikofaktoren angesehen werden. Dazu gehören Übergewicht, Bewegungsmangel durch überwiegend sitzende oder stehende berufliche Tätigkeit sowie eine erbliche Veranlagung. Frauen sind insgesamt häufiger von Ulcus cruris betroffen als Männer, weshalb auch das weibliche Geschlecht als "Risikofaktor" angesehen werden kann. Das liegt unter anderem daran, dass sich während der Schwangerschaft der Hormonhaushalt verändert.
Welche Gefahr besteht bei chronischen Unterschenkelgeschwüren?
Neben den "offenen Beinen" sind es im Besonderen Stauungsekzeme und Kontaktallergien, aber auch Erysipele (Wundrose), die bei diesen Patienten oft ein therapeutisches Problem darstellen. Als Ursache des Stauungsekzems vermutet man die gestörte Blutversorgung der Haut, die mit einer daraus resultierenden Dysregulation der Entzündungsreaktionen einhergeht. Der Blutstau dürfte für die lokale Erwärmung und Austrocknung der Haut verantwortlich sein, die im Zusammenhang mit der erhöhten Irritierbarkeit durch physikalische und mikrobielle Schadstoffe (Noxen) zu Entzündungen führen könnte.
Patienten mit einem Krampfaderleiden haben viel häufiger Kontaktallergien als die Normalbevölkerung, da die Allergene (zum Beispiel in Wundsalben enthalten) in einem Hautareal, welches von einer Veneninsuffizienz betroffen ist, besondere Bedingungen vorfinden. Dies führt dazu, dass ein tieferes Eindringen des Allergens in das Gewebe möglich ist, was zu diesen vielen Allergien führen kann. Bei Patienten mit einem Krampfaderleiden sind am häufigsten die Allergene anzutreffen, die entweder als Bestandteile von Hautpflegemitteln oder Salben (Salbenbestandteile, Antibiotika oder Desinfektionsmittel) vorkommen.
Aus der Tatsache, dass selbst schwache Allergene bei Patienten mit einem Krampfaderleiden eine starke Allergieentwicklung verursachen können, besteht konsequenterweise Handlungsbedarf, der unter anderem eine frühstmögliche Sanierung der Krampfadern als primäres Therapieziel haben sollte. Es sollte unbedingt eine allergologische Abklärung durch Allergietests erfolgen. Auf medizinisch nötige und sinnvolle Hautpflegepräparate sollte allerdings nicht verzichtet werden.
Welche Therapie ist die Richtige?
1. Wichtig ist, dass das Ulcus cruris phasengerecht versorgt wird. Liegt ein Venenleiden vor, so ist die Entstauung des Gewebes durch Kompressionsbehandlung, zum Beispiel mit medizinischen Kompressionsstrümpfen, Kompressionsverbänden mit Kurzzugbinden (nach Pütter) oder auch durch eine Behandlung mit unserem Lymphapress-Gerät primär das wichtigste Ziel. Jede weitere (Lokal-) Behandlung ist sekundär. Bei einem Krampfaderleiden ist unbedingt eine Sanierung der Venen anzustreben.
2. Liegt eine periphere arterielle Verschlusserkrankung vor, so muss diese primär behandelt werden. Dies erreicht man durch Bypass–Operationen, durch das operative Erweitern der betroffenen Arterien oder durch Medikamente.
3. Liegen Entzündungserkrankungen vor, so müssen diese behandelt werden.
Die Wundbehandlung
Die moderne Wundbehandlung besteht auf dem Prinzip der feuchten Wundversorgung. Dabei behandelt man beim Ulcus cruris venosum mit hydroaktiven Wundauflagen. Diese Art des Wundverbandes fördert die Gewebeneubildung (Granulation und Epithelbildung) durch ein feuchtes Wundmilieu. Zuvor muss das Ulcus jedoch mechanisch oder mit enzymhaltigen Salben gereinigt werden. Liegt eine Infektion vor, muss diese mit antiseptischen und/oder antibiotischen Maßnahmen bekämpft werden. Sollte es bei Bewegung zu Schmerzen kommen, ist der Einsatz wirksamer Schmerzmittel zu empfehlen, da die Betätigung der Muskelpumpe bei Bewegung für einen langfristigen Behandlungserfolg essentiell ist. Die Wirkung von Venenmitteln wie Rosskastanienextrakt ist noch nicht definitiv gesichert.
Sollte ein Ulcus cruris trotz intensiver konservativer Therapie nicht abheilen, besteht auch noch die Möglichkeit einer operativen Behandlung. Hierbei wird zumeist eine dünne Hautschicht am gesunden Oberschenkel entnommen und auf den Gewebsdefekt am Unterschenkel verpflanzt.