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Arzneimittelexantheme
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Arzneimittelexantheme
Exantheme unterliegen einem zeitlichen Ablaufschema. Exantheme sind entzündliche Hautveränderungen, die sich auf größere Bereiche der Haut auswirken. Sie unterliegen einem zeitlichen Ablauf mit Beginn, Höhepunkt und Ende. In dieser Zeit ändern sich die Hauterscheinungen. Klassische Exantheme sind z. B. in der Kindheit das Auftreten von Röteln oder Scharlach. Exantheme können lebensbedrohend sein. Arzneimittelexantheme sind Reaktionen auf die Einnahme eines Medikamentes. Sie können zu schweren Hautveränderungen und in besonders schweren Fällen sogar lebensbedrohend sein. Arzneimittelexantheme können schon bei einer normalen, nicht schädigenden Dosis eines Medikamentes vorkommen. Es kommt oft zu Verwechslungen bei der Diagnose. Das Erscheinungsbild sehr vielfältig. In den meisten Fällen läßt sich ein Symptom mit genau mit einem Medikament in Verbindung bringen. Oft haben Arzneimittelreaktionen sehr große ähnlichkeit mit anderen Erkrankungen, z.B. Röteln, Masern oder Scharlach. Deshalb ist die Therapie oft falsch ausgelegt. Die Ursachen für Arzneimittel- Exantheme sind noch unklar. Die pathologischen Mechanismen, die zu einer solchen ""unphysiologischen"" Reaktion des Körpers auf ein Medikament führen, sind bis heute nicht im einzelnen geklärt. Allergische Reaktion werden vermutet, allerdings ist ein fieberhafter Infekt in vielen Fällen der Grundstein eines Arzneimittelexanthems. Dies erklärt, wieso die Einnahme des scheinbar allergenen Medikamentes in krankheitsfreien Zeiten oft ohne Nebenwirkungen verläuft.
Nur in schweren Fällen sind Antihistaminika erforderlich. Am häufigsten treten Arzneimittel-Exantheme bei Ampicillin auf. Normalerweise kommt es zur Erkrankung 7-10 Tage nach Verabreichung des Antibiotikums. Typisch ist, daß die Hauterscheinungen sich auf den Rumpf konzentrieren und das Gesicht aussparen. Es bilden sich kleine rote Flecken, die jucken können. Der Ausschlag klingt ab, obwohl das Ampicillin weiter eingenommen wird. In schweren Fällen kann das Medikament nach Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt werden. Gelegentlich ist die Gabe von Antihistaminika erforderlich.
Psoriasis - Formen
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Psoriasis
Bei Psoriasis ist der Lebenszyklus einer Hautzelle auf 5 Tage verkürzt. Ursachen und Therapie der Schuppenflechte. Die Schuppenflechte, oder Psoriasis, ist eine Verhornungsstörung der Haut und der Nägel. Meistens verläuft die Krankheit chronisch. Es entwickeln sich typische Hornhautherde, die sich auch entzünden. Normalerweise braucht die Entwicklung einer Hautzelle von der Reifung bis zu ihrem Tod 28 Tage. Dann werden sie durch normale Bewegungen des Menschen oder durch Reibung an der Kleidung abgetragen. Bei der Psoriasis dauert der Lebenszyklus einer Hautzelle nur 5 Tage. Die Hornhautvermehrung und die daraus resultierende Schuppung entsteht durch genetische Veranlagung. Die Zellvermehrung ist genetisch fehlgesteuerte. Die Wachstumsrate der Hautzellen (Keratinozyten) ist bis zu zehnfach beschleunigt. Psoriasis ist nicht ansteckend. An den Ellenbogen und den Knien, aber auch am behaarten Kopf und in der Steißbeinregion entwickeln sich linsengroße bis handtellergroße, scharf begrenzte und gerötete Bezirke. Sie sind bedeckt von einer dicken, festhaftenden und in Schichten übereinanderliegenden, silber-weißlichen Schuppung. Wenn die Psoriasis in Hautfalten vorkommt, so fehlen die Schuppen und die entzündliche Rötung überwiegt. Beim Abkratzen von schuppigen Arealen, kommt es zum Kerzen-Phänomen. Die Schuppen fallen plättchenförmig ab, als würde man an einer Kerze schaben. Die schuppigen Areale schmerzen nicht, ebensowenig jucken sie. Juckreiz tritt nur auf, wenn die Analfalte betroffen ist oder wenn die Herde gereizt werden. Die Psoriasis geographica bildet große Areale. Die schuppigen Herde können klein und über große Flächen verteilt sein. Sie können aber auch zu großen Arealen zusammenfließen (Psoriasis geographica) oder schlimmstenfalls den ganzen Körper bedecken. Auch der Nagel kann betroffen sein. Ist der Nagel betroffen, finden sich 1-2 mm tiefe Grübchen in den Nägeln. Wird das Nagelbett befallen, kommt es zum sog. ölfleck (Gelbfärbung des Nagels). Bei der schwersten Form der Nagel-Psoriasis zerfällt die gesamte Nagelplatte. Psoriasis inversa befällt Handflächen und Fußsohlen. Bei der Psoriasis inversa, die untypisch vorkommt, können auch Handflächen, Fußsohlen oder Gelenkbeugen betroffen sein. Es gibt auch eine pustulöse Form der Psoriasis. Während der Schübe der Psoriasis kann es auch zur Ausbildung einer pustulösen Form kommen. Dabei entstehen viele, in Gruppen angeordnete, weiße und berührungsempfindliche Pusteln. Dieser Typ kann entweder den gesamten Körper betreffen (Typ Zumbusch) oder sich auf die Hände und Füße beschränken (Typ Barber).
Zoonosen - Hautkrankheiten, die durch Tiere übertragen werden
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Man vergisst aber dabei, dass es darüber hinaus eine Vielzahl an Krankheiten (speziell Hautkrankheiten) gibt, die von Tieren auf Menschen übertragen werden können. Meist handelt es sich dabei um eher harmlose Erkrankungen, die von Haustieren oder Nutztieren übertragen werden.
Es soll Ihnen aber nicht die Freude an Haustieren verdorben werden. Im Gegenteil: Durch frühzeitiges Erkennen der Erkrankungen kann man sowohl den Menschen als auch den Haustieren einen sehr großen Gefallen tun. Denn nicht zuletzt erst durch das Auftreten einer Krankheit beim Menschen wird die Aufmerksamkeit dann auch auf das Tier gelenkt, so dass man dann beiden gezielt helfen kann.
Kleinsporenflechte (Mikrosporie) Zu den häufigsten Krankheiten gehören Pilzinfektionen. Gerade Haustiere bilden hier ein immenses Reservoir. Erreger sind zum Beispiel Microsporum audouinii, die die so genannte Mikrosporie verursachen. Am ganzen Körper kommt es zum Auftreten von kleinen münzgroßen, schuppigen Flecken. Die Therapie besteht in einer Anti-Pilztherapie.
Katzenkratzkrankheit Hierbei handelt es sich um eine gutartige, häufig auftretende, selbstheilende Infektionskrankeit junger Erwachsener, die durch Katzen übertragen wird. Nach einer Inkubationszeit von drei bis 14 Tagen kommt es an der Kratzstelle zum Auftreten kleinen Papeln und Pusteln, einige Tage später kommt es zu Lymphknotenschwellungen. Des weiteren können Fieber, Schüttelfrost, Gelenk- und Muskelschmerzen auftreten. Bei immungeschwächten Patienten (Krebskranke, AIDS) kann es zu sehr schweren Krankheitsverläufen kommen, die nicht selten tödlich verlaufen. Die Therapie bei schweren Fällen besteht ebenfalls in der Gabe eines Antibiotikums.
Schweinerotlauf (Erysipeloid) Diese Erkrankung kommt vor allem bei Metzgern und Schlachtern vor. Es handelt sich um eine Infektion mit einem kleinen Bakterium (Erysipelothrix rhusiopathiae) durch Schnittverletzung mit Messern, die mit dem Bakterium infiziert sind. Nach einer 2-8 tägigen Inkubation kommt es zu einem rötlich - lividen Plaque (Fläche), meist an Fingern oder Handrücken. Es bestehen gelegentlich leichte Allgemeinsymptome wie Fieber. Die Therapie besteht in der Gabe eines Antibiotikums.
Kuhpocken Hier bei handelt es sich um eine durch Kuhpocken verursachte Krankheit mit verkrusteten Papeln an der Eintrittspforte, Fieber, Abgeschlagenheit. Selten kommt es auch zu pustelhaften Ausschlägen, dann kann auch eine vitale Gefährdung auftreten
Melkerknoten Es handelt sich dabei um eine durch Paravacciniaviren ausgelöste lokalsierte Hautveränderungen nach Kontakt mit infizierten Kuheutern vor allem bei Angehörigen landwirtschaftlicher Berufe. Hier entstehen an den Euterzitzen harmlose warzenähnliche Wucherungen. Beim Menschen kommt es nach einer fünf- bis siebentägigen Inkubation zum Auftreten von derben, halbkugeligen bis kirschgroßen rötlich-bläulichen Knoten mit schmalem rötlichen Randsaum. Die Therapie besteht in einem chirurgischen Abtragen
Sommersprossen - eine Frage des Hauttyps
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Sommersprossen sind im Winter abblassende, im Frühling und Sommer hervortretende, scharf begrenzte gelblich bis bräunliche Pigmentflecken. Sie kommen auf den sonnenexponierten Hautarealen im Gesicht (die - Sonnenterrassen - ), auf Unter- und Oberarmen sowie den Schultern vor.
Die Erklärung ist relativ einfach. Die Oberhaut ist gleichmäßig mit Pigmentzellen (Melanozyten) durchsetzt, die bei Sonnenbestrahlung bräunliches Pigment bilden und dies an die Nachbarzellen weiter geben. Diese nehmen dieses Pigment (Melanin) auf, so dass sich die Oberhaut gleichmäßig braun färbt. Die Bräunung schützt die tiefergelegenen Hautschichten gegen die UV-Strahlung, wie die Blätter eines Baumes Schatten spenden. Es gibt nun Hauttypen, bei denen die Pigmentierung nicht gleichmäßig, sondern unregelmäßig erfolgt. Es sind vor allem die hellen Hauttypen mit rot- braunem Haar, die auch sonst auf das Sonnenbaden mit einer geröteten Haut reagieren, aber nur sehr schwer braun werden. Diese unregelmäßigen Pigmentierungen sind die Sommersprossen. Die Anlage zu Sommersprossen wird in den meisten Fällen vererbt. Wenn ein Elternteil Sommersprossen hat, so ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, ebenfalls Sommersprossen zu entwickeln.
Was kann man dagegen tun? Offen gesagt, außer die Sonne zu meiden, eigentlich sehr wenig, denn die Pigmentierungen werden durch die Sonne angeregt. Nun drückt sich unser Zeitgeist dadurch aus, dass Urlaubsbräune mit Erfolg und Gesundheit assoziiert wird. Menschen, die aber Sommersprossen haben, werden meist beim Sonnenbaden nicht braun, auch wenn sie Stunden in der Sonne verbringen. Dies liegt wie gesagt am Hauttyp. Daher kann (und sollte wegen erhöhter Sonnenbrandgefahr) in punkto Bräune auf das Sonnenbaden verzichtet werden. Es gibt zwar immer wieder neue Therapieversuche oder Empfehlungen, deren Wirksamkeit aber nie bewiesen worden ist.
Rosacea
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Sie ist eine sehr häufige chronische entzündliche Gesichtsdermatose des mittleren Alters. Die genaue Ursache ist unbekannt, man vermutet eine genetische Veranlagung. Außerdem wird auch eine Immunreaktion gegen Haarbalg-Milben (Demodex follicularum) diskutiert.
Am Anfang zeigen sich Rötungen (Erytheme), später kann es zu Papeln und kleinen Pusteln mit Ausdehnung auf Kinn, Stirn, selten auch auf Hals und den Ohrenbereich kommen. Man unterscheidet 3 klinische Stadien: * Stadium 1: über Stunden bis Tage andauernde Rötungen mit Gefäßerweiterungen um die Nase und die Wangen * Stadium 2: zusätzlich andauernde Papeln und Pusteln im Bereich der Rötungen * Stadium 3: Großflächige entzündliche Knoten und Schwellungen, sowie großporige, entzündliche verdickte Hautareale mit Bindegewebs- und Talgdrüsenvermehrungen. Das ausgeprägteste und bekannteste Stigma ist das - Rhinopyhm - , im Volsmund auch Knollennase genannt. Bei circa zehn Prozent kommt es zu knollenförmigen Vergrößerungen der Nase infolge Talgdrüsen- und Bindegewebsvergrößerungen. Es besteht eine ausgeprägte Talgüberproduktion.
Die Therapie besteht in dem Gebrauch milder Waschsyndets und dem Verwenden eines Lichtschutzes. Im Stadium 1 verwendet man Antipilzmittel sowie Teerpräparate. Liegen stärkere Entzündungen vor, sind Antibiotika und Vitamin A-Präparate sinnvoll.
Auch das Rhinophym lässt sich sehr gut behandeln. Ist die Entzündung zur Ruhe gekommen, so kann man in Vollnarkose die knotigen und talgdrüsenreichen Hautveränderungen bis auf eine dünne Restschicht abtragen. Hierbei hat sich die so genannte Dermabrasio bewährt. Dies ist eine hochtourige Schleifmaschine, mit der die Hautveränderungen mehr oder weniger flächenhaft abgeschliffen werden. Die kosmetischen Ergebnisse sind meist hervorragend.
Hauterneuerung: Verdrängung ist alles!
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Die Epidermis oder Oberhaut ist die Schicht, die für die Hauterneuerung maßgeblich verantwortlich ist. Die Hornzellen (Keratinozyten) machen den größten Teil der Epidermis aus. Die - Ursprungs- - Keratinozyten befinden sich in der untersten Schicht der Epidermis, dem Stratum basale. Hier vermehren sich die Keratinozyten, so dass immer wieder neue entstehen. Die älteren Keratinozyten werden dadurch, dass unten immer wieder neue Zellen gebildet werden, quasi nach oben weggedrängt. Auf diesem Weg verändern sich die Hornzellen, sie verändern ihre Gestalt, der Zellkern wird abgestoßen und sie verhornen. Die sich daraus ergebene Verhornungsschicht umgibt unseren ganzen Körper. Dies ist ein ganz normaler Vorgang, der von uns unbemerkt stattfindet.
Es gibt viele Hauterkrankungen, die mit einer gestörten und krankhaften Hauterneuerung einhergehen. Bei Schuppenflechte ist die Neubildung gelegentlich bis zum zehnfachen des Normalen erhöht. Die Hornzellen können sich bis auf ihrem Weg an die Oberfläche nicht normal verändern und sich abstoßen, so dass sie der Haut anhaften, und sich als eine silbrig-weiße Schuppung bemerkbar machen. Bei der Fischschuppenkrankheit (Ichthyosis) liegt der krankhafte Prozess darin, dass sich die verhornten Keratinozyten an der Oberfläche nicht abschilfern, sondern haften bleiben. Die Folge ist, dass bei Menschem mit Ichthyosis die Haut mit verhornten Schuppen belegt ist.
Achselschweiß und feuchte Hände
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Achselschweiß und feuchte Hände
Übermäßiges Schwitzen oder übermäßige Schweißbildung (Hyperhiderose) an den Händen, unter den Achseln und an den Füßen gehört sicherlich zu den unangenehmsten Erkrankungen, die mitunter auch einen starken seelischen und gesellschaftlichen Leidensdruck verursachen.
Am häufigsten ist die vermehrte Schweißbildung eine Anlageerkrankung. Es gibt jedoch eine symptomatische Hyperhiderose zum Beispiel bei Schilddrüsenerkrankungen oder beim Diabetes mellitus.
Die Therapie besteht in allgemeinen Maßnahmen wie Körperhygiene mit desodorierenden Seifen oder Syndets. An Kleidung sind Naturfasern wie Woll- und Baumwollkleidung zu empfehlen. Ungeeignet sind synthtische Fasern, Schuhe aus Kunstoff, Gummi oder Holzschuhe.
Bei der Ernährung sollten Sie Kaffeee, Tee, Alkohol und heiße Getränke sowie scharfe Gewürze meiden, weil sie den Schweißfluss anregen.
Hyperhidrosis
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Hyperhidrosis
Das Schwitzen ist eine normale Funktion des Körpers zur Steuerung des Wärmehaushaltes. Der Mensch besitzt etwa 2 Millionen Schweißdrüsen, die an den Handflächen, Fußsohlen und in der Achselhöhle die höchste Dichte aufweisen. Die so genannten ekkrinen Schweißdrüsen, die in der untersten Schicht der Lederhaut und knapp darunter liegen, sind die einzigen Strukturen der Haut, die über das symphatische Nervensystem mit Acetylcholin als Neurotransmitter durch Nervenimpulse gesteuert werden. Neurotransmitter sind Stoffe, die die übertragung von Nervenimpulse auf die Zielorgane vermitteln. Die so genannte idiopathische (d.h. ohne nachweisbare Ursache) Hyperhidrose tritt an häufigsten lokalisiert an Handflächen, Fußsohlen und/oder Achselhöhle auf und beginnt nicht selten schon im Kindes- und Jugendalter mit familiärer Häufung. Schon in Ruhe, insbesondere aber bei Stress jeglicher Art wird bei den Betroffenen das sympathische Nervensystem aktiviert mit nachfolgendem vermehrtem schwitzen. Dies führt bei dem betroffenen Patienten zu erheblichen psychosozialen Problemen bis hin zur sozialen Isolation und arbeitsmedizinischer Behinderung. In den betroffenen Körperregionen sind die Patienten anfällig für Infektionen der Haut durch Bakterien, Pilze und Viren.
Gegen Schweißgeruch aber kann man etwas tun.
Die Leitungswasser - Iontophorese (als Noninvasive, somit konservative physikalische Therapie bei Hyperhidrose oder starkem Schwitzen als Verfahren: Es werden durch Wasserbäder bzw. feuchten Elektroden gepulste oder kontinuierliche Gleichströme durch definierte Hautareale geleitet. Im allgemeinen wird diese Therapieform gegen starkes Schwitzen, also Hyperhidrose eingesetzt. Hierbei wird mit Hilfe der Leitungswasseriontophorese die Behandlung von Fußsohlen und Handflächen, sowie der Achselhöhlen ermöglicht. Als Ziel ist eine Regulierung des übermäßigen Schwitzens auf ein natürliches Maß an Schweiß angesetzt. Dem übermäßigen Schwitzen, das man vielleicht auch als extremes Schwitzen bezeichnen kann, versucht die Leitungswasseriontophorese Einhalt zu bieten.
Eine Therapie gegen starkes Schwitzen an Händen, Füßen und in den Achselhöhlen: Schwitzende Hände und Füße behandeln, Achselschweiß verhindern.
Die Iontophorese-Behandlung erfolgt durch einfache Hand- und Fußbäder die mit Leitungswasser gefüllt sind. Dazu dienen Wannen, durch die über Elektroden schwacher Gleichstrom oder Pulsstrom geleitet wird. Die Stromstärke kann solange gesteigert werden, bis der Behandelnde ein leichtes Kribbeln bemerkt. Der Strom bremst dabei die Schweißdrüsensekretion auf ein natürliches Level, ohne dabei die Schweißdrüsen zu beschädigen. Bei starkem Achselschweiß wird im Achselbereich der Strom über feuchte Schwammtaschen in denen kleine Iontophoreseelektroden stecken appliziert. Die Schweißproduktion bei Schweißfüßen Schweißhänden oder auch unter den Achseln kann bei Anschlagen der Iontophoresetherapie in der Regel sehr gut reguliert werden. Bei einem Erfolg bestimmen Sie somit einfach selbst, wieviel Sie an den behandelten Stellen Schwitzen wollen.
Weitere Informationen zum Thema Schwitzen und Bestellmöglichkeiten der Geräte finden Sie unter:
Die Behandlung mit Botulinumtoxin-A
Botulinumtoxin-A (Botox®) ist ein natürlich vorkommendes Bakteriengift, dessen Wirkung auf einer Blockade von bestimmten Nervenimpulsen beruht. Wird Botox® in den Muskel gespritzt, blockiert es dort gezielt die dorthin geleiteten Nervenimpulse, so dass der entsprechende Muskel nicht mehr wie gewohnt angespannt werden kann. Andere Nervenfunktionen, wie das Fühlen oder Tasten durch die Haut, werden dadurch fast nicht beeinflusst. Die Schweißsekretion lässt aber nach.
Botulinumtoxin-A wird seit Jahren als zugelassenes Medikament beim Menschen zur Entspannung von Muskelverkrampfungen eingesetzt. Der Einsatz bei z. B. mimisch bedingten Falten erfolgte allerdings außerhalb der medizinischen Indikation, eine Zulassung für diese spezielle Indikation besteht nicht. Er dient ausschließlich der ästhetischen Korrektur dieser Falten. Durch die gezielte Hemmung bestimmter Gesichtsmuskeln, hauptsächlich im Stirnbereich, neben den Augen und über der Nase kann dort ein Verstreichen der Faltenbildung erzielt werden. Die Wirkung hält in der Regel etwa 3 – 9 Monate an, so dass für einen nachhaltigen Effekt in der Regel Wiederholungsbehandlungen erforderlich sind (optimal nach 3 Monaten).
Die Schweißdrüsenabsaugung (Suctionscürrettage)
Suctionscürrettage ist eine Weiterentwicklung und Verfeinerung der Technik der Schweißdrüsenabsaugung bei der die Schweißdrüsen im Achselbereich abgesaugt werden.
Schweißdrüsenabsaugung - Wie läuft die Operation ab? Der minmal-invasive Eingriff wird in sogn. Tumeszenz-Lokalanästhesie durchgeführt und ist daher eine ambulante Operation. Da die Kanülen nur einen Durchmesser von ca. 3 mm haben, benötigt man nur kleine Schnitte unter- und oberhalb der Achselhöhle als Zugang zum Operationsgebiet. Anschließend werden die Schweißdrüsen nach Aufweichung des Gewebes durch die Tumeszenzlösung abgesaugt. Die kleinen operativen Zugänge werden mit Klammerpflaster verschlossen sowie ein Druckverband angelegt. Die nachoperative Schwellung bildet sich nach wenigen Tagen zurück. Ein Antibiotikum muss als Infektionsvorbeugung über ca. 3 Tage eingenommen werden. In der Regel können die Patientinnen und Patienten direkt nach dem Eingriff wieder am Alltagsleben teilnehmen. Es sind uns auch Patienten bekannt, die direkt vom Krankenhaus aus wieder zur Arbeit gegangen sind. Empfehlenswert ist es jedoch wenigstens 1 oder 2 Tage nach der Operation freizunehmen, auch um event. erforderliche Kontrolluntersuchungen durchführen zu können. Die Achselhöhle ist prinzipiell direkt nach der Operation quasi trocken, die Schweißdrüsen sind ja bereits abgesaugt. Die abgesaugten Schweißdrüsen können sich nicht mehr erneuern.
Schweißdrüsenabsaugung - Wie läuft die Operation ab? Es kommt auch nicht zu einer kompensatorischen Schweißübersekretion an anderen Körperstellen. Lediglich die nervale Versorgung von noch verbliebenen Schweißdrüsen kann sich wieder regenerieren, so dass es im Laufe der Zeit zu einer leichten Schweißdrüsensekretion wieder kommen kann, die jedoch dann nur sehr geringgradig ausfallen kann und das Fehlen der axillären Schweißdrüsen stellt für den Körper kein Problem da, da sie nur ein Teil der gesamten Schweißdrüsentätigkeit des Körpers darstellt.
Bisher ist diese Operationsmethode nur im Bereich der Achselhöhle anwendbar, nicht im Bereich der Füße, der Kopfhaut oder der Stirn. Im Vergleich zu den bisherigen Therapiemöglichkeiten der axillären Hyperhidrose bildet diese neue Form der Suctionscürrettage allerdings enorme Vorteile. Auch im Vergleich zu einer radikalen Exzision, bei der die Achselhaut komplett herausgeschnitten wird und bei der nach dem Eingriff eine große Narbe zurückbleibt, sind die Vorteile deutlich.
Schweißdrüsenabsaugung - Risiken und Nebenwirkungen
Die möglichen Komplikationen bei einer Schweißdrüsenabsaugung sind minimal und zeigen sich beispielsweise als kleine Hämatome und Verhärtungen im Achselbereich, die sich jedoch nach kurzer Zeit zurückbilden.
Weitere spezielle Risiken, Nebenwirkungen und Komplikationen der Schweißdrüsenabsaugung in Tumeszenz Technik: Schmerzen, Schwellung, Blutung, Blutergüsse, Infektion, Wundheilungsstörung, unerwünschte Narbenbildung, Gewebeverhärtung, Dellen- oder Zystenbildung, Unregelmäßigkeiten im Hautrelief, Pigmentverschiebungen der Haut, Nerven- und Gefäßverletzung, Fettembolie, Taubheitsgefühl oder Missempfindung der Haut, Thrombose und Lungenembolie, Allergie.
Tattoos: Was tun, wenn der Seemann am Oberarm ausgedient hat?
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Was man zu einem bestimmten Zeitpunkt in seinem Leben als schön empfindet, möchte man dann später vielleicht doch lieber wieder loswerden. Aber: sind Tattoos einmal da, ist das Entfernen meist nicht narbenfrei.
Beim Tätowieren werden die Pigmente in die oberen Zellschichten der Lederhaut eingebracht, wobei die von den Tattoo-Nadeln getroffenen Zellen absterben. Die Farb-Pigmente werden in die intakten, unverletzten Zellen eingelagert. Meist ist es so, dass Pigmente in unterschiedlichen Hautschichten liegen. Dies kommt sehr häufig bei schlechten, unfachmännischen Tätowierungen vor.
Um unerwünschte Tätowierungen, also die Farbpigmente, zu entfernen, gibt es verschiedene Verfahren
Lasertherapie: * Die Entfernung des Pigmentes per Laser führt zur Zerstäubung der Farbpartikel. Die zerkleinerten Pigmente verbleiben zum Teil für das Auge nicht sichtbar in der Haut oder werden durch Makrophagen (das sind spezielle Zellen, die kleinste Fremdkörper und Zellreste in der Haut wegfressen ) entfernt. Je nach Farbe des Pigmentes wird ein anderer Laser eingesetzt.
Dermabrasio: * Bei diesem Verfahren wird die Haut mit einer hochtourigen Schleifmaschine abgeschliffen. Hierbei entstehen häufig Narben. Es bleibt zur Narbe ein dunkler Schatten der durchscheinenden überreste der Tätowierung.
Diathermie: * Ein ganz neues Verfahren setzt im Gegensatz zur Laserbehandlung auf eine thermische Behandlung der Haut. Bei der Behandlung mit dem Diathermie-Gerät werden in den einzelnen Sitzungen die oberen Zellen der Lederhaut (Korium) nicht mechanisch (wie durch die Nadeln der Tattoo-Maschine) zerstört, sondern das Zellplasma (Zellgrundsubstanz) verdampft durch punktuelle Hitzeeinwirkung. Die Zellen mit den darin eingekapselten Farb-Pigmenten sterben ab. Die abgestorbenen Zellen werden in Richtung Hautoberfläche geschoben und sind nach 28 Tagen verschwunden.
Waterjet-Cutting: * Mit dieser Methode wird das Pigment richtig aus der Haut gespült, allerdings liegen hier noch keine wirklich erfolgreichen Ergebnisse vor. Das Waterjet-Cutting ist im Gegensazt zur Laserbehandlung und der Diathermie richtige Operation. Und auch narbenfrei geht die Sache nicht ab, denn der Wasserstrahl muss erst einmal in die entsprechenden Zellschichten in der Lederhaut eindringen können. Dafür wird ein Schnitt in die Haut vorgenommen und die Hautdecke angehoben. Der Vorteil gegenüber dem Laser liegt in der Entfernung großflächiger Tätowierungen.
Der Traum von der makellosen Haut
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Die am häufigsten anzutreffenden und gutartigen Hautveränderungen im Gesicht sind Mitesser, Milien und im mittleren Alter Xanthelasmen. Dass kaum jemand von uns eine ideale Haut hat, bedeutet, unsere Haut mit ihren persönlichen Noten mehr oder weniger zu akzeptieren und mit ihr zu leben. Der Illusion der - reinen - Haut sollten wir uns entledigen. Desweiteren ist es so, dass wir unsere Makel viel intensiver und störender empfinden als dies unsere Umwelt tut. Das heißt aber nicht, dass wir die Hautveränderungen, gerade im Gesicht, die man als Makel empfindet, unbedingt als unveränderlich hinzunehmen haben. Hier ein paar Tipps.
Milien Dies sind stecknadelkopfgroße, gelblich-grauweißliche Zysten (kleine Hauthöhlen), die sich mit Talg und mit Resten von Hornzellen füllen. Weshalb es zur Bildung dieser Zysten kommt, die von den Haarfollikeln oder den Ausführungsgängen von Schweißdrüsen ausgehen und meist die unteren Augenlider, die Jochbein- und Schläfenregion und die Stirn befällt, ist unklar. Es gibt Hauterkrankungen, bei denen es ebenfalls zur Milienbildung kommt. Hierbei handelt es sich um Scher- und Schiebebewegungen in der Haut, die dann zu diesen Zysten führen. Die Behandlung besteht darin, starke Entzündungen zu vermeiden. Mit Salben und Syndets kann man eigentlich nur einen begrenzten Erfolg erreichen. Den besten Erfolg bringt heutzutage die Therapie mit einem Laser, bei dem die betroffenen Schichten quasi leicht abgehobelt werden.
Mitesser Sie entstehen dadurch, dass der Talg, der in den Talgdrüsen entsteht, nicht schnell genug abfließen kann. Er staut sich im Ausführungskanal. Dieser Talgstau wird als Mitesser (Komedo) sichtbar. Bei Akne kommt es nun zu vielen Komedonen, die sich auch infizieren können und dann das Schwerebild der Erkrankung ausmachen. Die Therapie besteht in der täglichen Säuberung der betroffenen Hautflächen mit weichen, fettaufsaugenden Reinigungspräparaten. Das Pickelausquetschen sollte man vermeiden, da dies zu Entzündungen führen kann, die kleine Vernarbungen verursachen können. Der Einfluss diätetischer Maßnahmen ist nicht sicher bewiesen. Dennoch sollte ein übermäßiger Genuss fettreicher Nahrung und Genussmittel wie Rauchen, Alkohol und Schokolade vermieden werden.
Xanthelasmen Xanthelasmen sind hellgelbe, leicht erhabene, plattenförmige Ablagerung von Cholesterin im Bereich der Augenlider. Sie sind weich und leicht verschiebbar und kommen meistens an beiden Augen symmetrisch vor. Sie entstehen aufgrund von lokalen Fettstoffwechselstörungen. Xanthelasmen sollten immer darauf aufmerksam machen, ob Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus oder erhöhte Blutfettwerte bestehen. Man kann sie heute sehr gut und kosmetisch hervorragend per Laser entfernen.