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Allergien: Der Einfluß der Fettsäuren
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Eine zufriedenstellende Erklärung für das unterschiedliche Vorkommen allergischer Erkankungen hat man noch nicht gefunden. Man geht jedoch davon aus, daß Faktoren wie Erbanlagen, Umweltbedingungen, Ernährungsgewohnheiten und auch der soziale Status eine entscheidende Rolle spielen.
Möglicher Einfluß: Fetternährung im Kindesalter
Selbst innerhalb Deutschlands zeigen sich unterschiedliche Häufigkeiten. So sind in den neuen Bundesländern Allergien seltener als in den alten. Eine jüngst veröffentlichte Studie einer Münchner Kinderklinik konnte allerdings zeigen, daß in den Jahren seit der Wiedervereinigung vor allem die Heuschnupfenerkrankungen im Kindesalter deutlich zugenommen haben. Eine mögliche Ursache: die veränderten Ernährungsgewohnheiten, insbesondere die Zusammensetzung der Nahrungsfette.
Dr. Erika v. Mutius, Dr. v. Haunersche Kinderklinik, München: - Es gibt eine Hypothese dazu, daß die Ernährung der Kinder für die Allergieentstehung eine Rolle spielen könnte. Besonders die Zusammensetzung bestimmter Fette. Diese Vermutung ergab sich aus Voruntersuchungen. Deswegen haben wir nach dem Konsum von Butter und Margarine gefragt. Es hat sich dann gezeigt, daß die Kinder, die einen höheren Margarineverzehr hatten nach der Wende eine höhere Heuschnupfenrate haben. -
Auch wenn diese Untersuchungen nur erste Hinweise sind und noch keine Beweiskraft haben, so hat sich doch in den letzten Jahrzehnten die Fettzusammensetzung unserer Nahrung stark verändert. Das Problem dabei: die sogenannten mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Und hier speziell das Verhältnis zweier Fettsäuren zueinander:
Einfluß auf das Immunsystem
Zum einen die sogenannten Omega-6- Fettsäuren, vor allem in Distel- und Sonnenblumenöl sowie im Schweinefleisch.
Zum anderen die Omega-3-Fettsäuren in Meeresfischen, Raps- und Leinöl.
Prof. Wolfram, Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Frankfurt: - Die beiden Arten haben nun eine gegensätzliche Wirkung. Während die Linolsäure, also Omega-6- Fettsäure die Entzündungen steigert, also auch das Immunsystem positiv beeinflussen, können die Omega-3-Fettsäure die Entzündungen hemmen, also auch das Immunsystem bremsen. -
Für eine ausgewogene Ernährung müssen wir beide Fettsäurearten zu uns nehmen. Das Problem ist jedoch ein Zuviel an den genannten Omega-6-Fettsäuren. Sie stimulieren nicht nur das Immunsystem, sondern wirken auch entzündungsfördernd. Deshalb die Empfehlung, ihren Anteil an der Nahrung zu reduzieren. Also z. B. weniger Schweinefleisch, Distel- und Sonnenblumenöl. Statt dessen mehr Fisch und öle aus Raps, Walnüssen oder Leinsamen.
Immerhin: Bei bestimmten Erkrankungen wie der Rheumatoiden Gelenkentzündung haben solche Nahrungsumstellungen bereits Erfolge gezeigt.
Frostbeulen - nicht nur im Winter
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Frostbeulen (Pernio oder Perniones) sind teigige, bläulich-lila aussehende Schwellungen unter der Haut,
die gelegentlich jucken, brennen und schmerzen können.
Sie entsteht durch länger dauernde oder wiederholte Kälteeinwirkung meist an den weniger durchbluteten Körperstellen (Fingern, Zehen, Ohren und Nasen).
Zentralkann es zu Blutungen, Blasen, Untergang von Gewebe und Geschwüren kommen.
Mögliche Ursachen Ursächlich ist wahrscheinlich der physiologische Gefäßverschluss der Arterien bei Kälte.
Wenn der Kältereiz zu lang wirkt, sind die Akren lange von der Sauerstoffzufuhr, Nährstoffzufuhr und Wärmezufuhr abgeschnitten. So können sich sogar Eiskristalle in der Haut bilden, die das Gewebe schädigen.
Paradoxerweise kommen treten sie gerne in den Herbstzeiten auf, also nicht unbedingt im tiefsten Winter.Die Vorbeugung ist einfach: Warme Kleidung und - ganz wichtig - grundsätzlich keinen Alkohol.
Die Kälte wird dann kaum noch bemerkt. Denn Warnhinweise wie Kribbeln an Zehen, Fingern oder Nase werden ignoriert.
Dann entstehen durch Kälte hervorgerufene, lokale Gewebeschäden.
Sie haben nichts mit einer Unterkühlung zu tun: Darunter versteht man ein Absinken der Körpertemperatur unter 35 Grad Celsius. Dies ist ein lebensbedrohlicher Zustand, der jeden Winter vor allem viele Obdachlose ereilt.
Bei Erfrierungen unterscheidet man ähnlich wie bei Verbrennungen verschiedene Schweregrade.
Als Grad I werden leichte Erfrierungen bezeichnet.
Die Haut sieht bläulich-weiß marmoriert aus. Wird sie jetzt wieder erwärmt, kommt es zur völligen Ausheilung.
Bei Grad II ist die Haut tiefrot bis violett und fühlt sich sehr kalt an.
Hier können ebenso wie in den schwereren Stadien bleibende Schäden zurückbleiben.
Suchen Sie in solch einem Fall schnellstmöglich einen Arzt auf oder rufen Sie den Notarzt,
denn es könnte sein, dass die Tetanusprophylaxe aufgefrischt werden muss.
Erwärmen Sie die betroffenen Stellen - meist Wangen, Nase, Finger oder Zehen - indem Sie sie mit einem warmen Kleidungsstück abdecken.
Versuchen Sie, eine Umgebungstemperatur von 25 bis 30 Grad Celsius zu erreichen.
Es empfiehlt sich auch ein Vollbad, das mit lauwarmem Wasser begonnen wird.
Die Temperatur darf nur langsam gesteigert werden, um Gewebeschäden zu vermeiden.
Anschließend sind warme Umschläge mit einem Pappelblütenaufguss oder alkoholischer Kamillenlösung empfehlenswert.
Cremes mit dem Wirkstoff Perubalsam fördern das Abheilen von Frostbeulen.
Diäten bei Allergien
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Dabei verzichten Sie zunächst für mindestens fünf oder besser vierzehn Tage auf das spezielle Nahrungsmittel, von dem Sie glauben, daß es lhre allergischen Symptome auslöst. Haben Sie eine Allergie gegen dieses Nahrungsmittel, so werden sich meist schon nach drei bis vier Tagen lhre Beschwerden bessern. Kommt es aber nicht nach wenigen Tagen zu einer Besserung, so kann das zweierlei bedeuten: Entweder, Ihre Symptome werden durch ein anderes Nahrungsmittel oder einen Lebensmittel-Zusatzstoff ausgelöst, oder Sie sind gegen eine ganze Nahrungsmittel-Familie allergisch.
Nahrungsmittel-Familien sind Gruppen von Nahrungsmitteln, die eine ähnliche allergene oder sogenannte - kreuzreagierende - Wirkung haben. Sollten Sie z.B. gegen Milch allergisch sein, so dürfen Sie natürlich auch keine Milchprodukte essen, was einfach einzusehen ist. Würden Sie aber auch daran denken, daß Sie bei einer Milch-Allergie auf verschiedene Fleischsorten allergisch reagieren können, insbesondere auf Rind- und Kalbfleisch?
Wenn also das Weglassen eines einzelnen Nahrungsmittels keine Besserung bringt, dann müssen Sie im nächsten Schritt eine Eliminationsdiät unter Ausschluß einer ganzen Nahrungsmittel- Familie durchführen. Bei der Durchführung einer solchen Diät sollten Sie übrigens nicht glauben, daß lhre Lieblingsspeise oder das, von Ihnen bevorzugte Getränk auf keinen Fall als Allergen in Betracht kommt, weil Sie es jeden Tag besonders gerne essen oder trinken. Allergologen glauben,daß oft gerade besonders beliebte Speisen Allergene enthalten können, die zu Nahrungsmittel-Allergien führen. Man spricht dann von einer - maskierten Allergie - und hat die Beobachtung gemacht, daß das Weglassen dieser Allergene zu einer vorübergehenden Stärkung der allergischen Symptome führen kann, die mit dem Entzug eines Drogenabhängigen in gewisser Weise vergleichbar ist.
Für die sachgemäße Durchführung von Eliminations- oder Suchdiäten ist meist ein stationärer Krankenhausaufenthalt nötig. Besonders geeignet hierzu sind Reha-Kliniken, die auf eine Allergie-Diagnostik spezialisiert sind. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt drei Wochen. Diese Zeit kann intensiv genutzt werden, um unter Umständen bereits jahrelang bestehende unspezifische Symptome, die durch Lebensmittel, Konservierungsmittel oder auch Medikamente hervorgerufen werden, zu entdecken. über die Möglichkeit eines solchen Rehabilitationsaufenthaltes mit allergologischer Diagnostik sollten Sie mit lhrem Arzt reden.
Akne: Was kann man selbst tun?
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Akne - wegwaschen - ?
Viele gehen nach dem Motto vor: möglichst oft, gründlich und aggressiv. So bekommt man fettige Haut natürlich kurzfristig trocken. Als Reaktion versucht die Haut dann allerdings, das entfernte Fett möglichst schnell wieder zu ersetzen. Deshalb die Grundregel: schonende Reinigung - auch im Gesicht! - maximal zweimal am Tag. Wenn die Gesichtshaut an der Stirn und um die Nase mittags wieder glänzt, kann man das überschüssige Fett schonend mit einem weichen Kosmetiktuch abnehmen. Das hat den gleichen Effekt wie Waschen und strapaziert die Haut kaum. Vorsicht ist auch geboten mit sogenannten - seifenfreien Waschlotionen - und - Waschstücken - (Syndets). Nicht alle sind wirklich schonender als normale Seife. Im Gesicht ist fast immer lauwarmes Wasser ohne irgendwelche Zusätze am besten
Akne - wegpeelen - ?
Peeling-Präparate enthalten feine körnige Bestandteile wie etwa Seesand. Durch Auftragen und - behutsames! - Reiben auf der Haut bewirken sie eine intensive Hautreinigung, Schüppchen werden entfernt. Die oberste Hautschicht wird allerdings stark gereizt und ausgetrocknet. Eine Tiefenwirkung hat Peeling - entgegen vieler Werbeaussagen - nicht. Bei der Aknebehandlung dürfen Peelings nur angewandt werden, wenn keine ausgeprägten Entzündungen (Eiterpusteln) vorliegen. Generell wird der Sinn von Peelings bei Akne von Hautärzten unterschiedlich bewertet. Sie können bestenfalls eine unterstützende Maßnahme sein und sollten im Gesicht nicht öfter als höchstens ein- bis zweimal in der Woche vorgenommen werden.
Und cremen?
Als wichtigste Grundregel gilt: entweder gar keine oder eine möglichst leichte, wenig fettige Creme benutzen.
Nehmen Sie lieber in Kauf, daß die Haut nach der Reinigung vorübergehend etwas spannt. Bei der Gesichtspflege ist häufig eine leichte Pflegecreme sinnvoll, um Schuppenbildung zu vermeiden. Am Rücken sollte man ö -außer speziellen Aknepräparaten und Medikamenten - in der Regel keinerlei Pflegecreme oder Hautmilch auftragen.
Mit Diät gegen Akne?
Wissenschaftliche Untersuchungen haben bisher keinen Zusammenhang zwischen einem bestimmten Eßverhalten und dem Auftreten von Akne nachweisen können. Diäten (keine Schokolade, keine tierischen Fette, keine Nüsse etc.) sind deshalb nicht erforderlich.
Hat Akne mit Unsauberkeit zu tun?
Nein. Auch noch so häufiges Waschen kann eine Akne nicht beseitigen.
Mitesser selbst ausdrücken?
Fachleute sagen: nein!
Denn Mitesser (vor allem geschlossene) sitzen meist so tief, daß sie nur durch sehr starkes Quetschen oder gar nicht zu entfernen sind.
Durch den Druck preßt man aber Talg und Eiter häufig noch mehr in die Tiefe und trägt so zur Ausbreitung der Entzündung bei. Wer häufig an seinen an sich harmlosen Pickeln herumdrückt, kann sogar selbst eine besondere Form der Akne auslösen.
Sonne erlaubt! Fehler! Textmarke nicht definiert.Fehler! Textmarke nicht definiert.
Denn durch Sonne wird Akne meist gebessert. Außerdem fallen Pickel auf gebräunter Haut weniger stark auf als auf blasser. Bei der Auswahl des richtigen Sonnenschutzmittels ist zu beachten, daß Sonnenöl und fettige Cremes die Akne verschlimmern können. Schützen Sie sich deshalb lieber mit Lotionen oder Gel. Auf jeden Fall gilt aber: Sonnenbad ja - Sonnenbrand nein!
Akne wegen zu wenig Sex?
Daß Akne bei jungen Männern ein Hinweis auf eine (noch) unbefriedigte Sexualität sei, ist Blödsinn. Akne hat nichts damit zu tun, ob man (genügend) Sex hat oder nicht. Deswegen treffen Sprüche wie - Wenn du erst mal verheiratet bist, wird sich das schon geben - nur scheinbar zu. Wenn die Akne von selbst weggeht, dann wegen des älterwerdens.
Freizeitsport lässt Fuß- und Nagelpilze sprießen
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Die Füße und besonders die Fußnägel sind beim Sport stark beanspruchte Körperteile. Sport in seiner Vielfalt bietet unzählige Möglichkeiten der Verletzung von Haut und Nägeln. Zeitlich umfangreiche und/oder einseitige Sportausübung, nicht auf den Sportler angepasste Sportschuhe, alte Sportschuhe, Mazeration (Fachbegriff für die - Waschfrauenhaut - als Ergebnis des längeren Feuchtwerdens der Haut durch Schwitzen oder übermäßige Feuchtigkeit) sowie die Einflussgrößen Diabetes, Lebensalter sind die wichtigsten Risikofaktoren für Fuß- und Nagelpilz. Mit steigender Zahl an sportlich aktiven Menschen wächst auch die Chance der Infektionsübertragung. Die Sportstätten sind in der Regel gut beheizt, feucht, gelegentlich schlecht gereinigt - ideale Bedingungen für Pilze & Co.
Was ist bei den einzelnen Sportarten zu beachten?
Ski-, Schlittschuh-, Inliner Eingezwängte Füße, keine Möglichkeit der Schweißverdunstung (Mazerationsmilieu) Klettersport Eingeengte Füße mit starker Traumatisierung und Mazeration Lauf- und Radsport Füße sind monoton den gleichen Stoß-, Druck- und Scherbewegungen ausgesetzt, dadurch Haut- und Nageltraumatisierung Squash, Badminton, Tennis Schnelle Antritts- und Bremsbewegungen, dadurch Haut- und Nageltraumatisierung Schwimmen Feuchtwerden der Haut, Mazeration. Auf den Startblöcken, Springbrettern, an Fußdesinfektionsanlagen oder auf dem Beckenumlauf befinden sich mit Pilzsporen infizierte Hautschuppen. Kampfsportarten Engste Körperberührung, unzählige Traumata durch Druck-, Reib- und Scherkräfte.
Wie kann man sich schützen? Der Schuh muss auf den Sportler angepasst sein, Sportschuhe haben nur eine bedingte Lebensdauer. Man sollte Sportschuhe regelmäßig mit Lösungen reinigen und entpilzen (Sakrotan(c)- Lösung, Batrafen(c)-Puder in der Apotheke oder in der Drogerie erhältlich). Sportsocken und Sportkleidung sollten mit mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden.
Hygienemaßnahmen wie eigenen Badeschlappen, Füße sorgfältig trocknen (besonders die Zehenzwischenräume), präventives Auftragen von Antipilzpräparaten (Batrafen(c)-Nagellack, Loceryl(c)- Nagellack, Mycospor(c)-Nagellack) ein bis zwei Mal monatlich, fachgerechte Pediküre, zu Hause offene Schuhe tragen.
Die Füße und Nägel werden es Ihnen danken!
Urlaub und Hautkrankheiten
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Oft ungenügend vorbereitet, hetzt der Urlauber an den weißen Palmenstrand. Besonders in den Tropen kann man die unliebsame Bekanntschaft von bei uns unbekannten Tierchen und kleinen Parasiten machen. Im feuchten Klima der Tropen können daraus schlecht heilende Geschwüre entstehen, die dann nur noch mit Antibiotika behandelt werden können.
Der Reisende sollte sich generell vor Insektenstichen schützen und Barfußlaufen vermeiden, da bestimmte Insekten gefährliche Infektionen wie Malaria oder Schlafkrankheit und im Sand lebende Larven Fadenwurmerkrankungen übertragen können. Geeignete Vorbeugemaßnahmen sind schützende Kleidung (lange Hosen, ärmel, Schuhe) und die Verwendung von insektenabwehrenden Hautsprays oder Lotionen. Außerdem ist das Verwenden von Moskitonetzen sehr empfehlenswert, da sie nicht nur vor stechenden Insekten, sondern auch vor anderem unliebsamen Kleingetier schützen.
Gürtelrose: Wiedererwachte Windpockenviren
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Häufig beginnt es mit Abgeschlagenheit und Fieber, dann zeigt sich der gürtelförmige Ausschlag mit roten Bläschen um die Körpermitte. Auslöser ist ein - wiedererwachtes - Virus, das übrigens bei dem Patienten Jahre vorher Windpocken verursacht hat. Dieses Virus, welches dann in Nervenenden quasi geschlummert hat, wird aktiviert und verursacht die Gürtelrose (Herpes zoster), die an Armen, Brust, Nacken oder Schulter auftreten kann, immer entlang eines Nervs. Dabei ist der Nerv entzündet, was sehr starke Schmerzen nach sich zieht. Eine Gürtelrose kann sich über viele Wochen hinziehen und auch nach Abklingen des Ausschlags kann der Nerv noch lange Zeit sehr schmerzen (Zosterneuralgie).
Behandlung: Man sollte möglichst früh zum Arzt gehen, damit die Gürtelrose rechtzeitig behandelt werden kann. Mit speziellen Medikamenten, die eine Vermehrung des Zostervirus hemmen, verkürzt sich die Krankheitsdauer manchmal auf zehn Tage. Zusätzlich behandelt man den Ausschlag mit desinfizierenden Pudern oder Tinkturen.
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Tripper rechtzeitig erkennen
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Die häufigste Geschlechtskrankheit des Menschen wird durch eine bakterielle Infektion durch Gonokokken (Neisseria gonorrhoeae) verursacht, die in erster Linie durch direkten Kontakt mit den Schleimhäuten übertragen werden. Außer beim Geschlechtsverkehr ist auch die übertragung der Bakterien von der Mutter auf das Kind während der Geburt möglich. Die Anzahl der Tripper-Erkrankungen ist seit einigen Jahren rückläufig.
Beschwerden: Der Krankheitsverlauf und -befund ist bei beiden Geschlechtern unterschiedlich und kann zunächst beschwerdearm sein. Nach zwei bis zehn Tagen beginnt die Erkrankung beim Mann mit Schmerzen beim Wasserlassen und schleimigem, gelbgrünem Ausfluss aus der Harnröhre. Die Erreger können ebenfalls in die Prostata oder die Nebenhoden vordringen und dort zu einer Entzündung mit nachfolgender Unfruchtbarkeit führen. Bei der Frau bleibt der Tripper zu Beginn oft symptomlos, da er bei ihr nur wenig Beschwerden oder nur uncharakteristische Symptome wie Brennen beim Wasserlassen oder Scheidenausfluss verursacht. Später können durch ein Aufsteigen der Keime Entzündungen der Gebärmutter oder Eileiter zu Unfruchtbarkeit führen. Sowohl beim Mann wie bei der Frau können die Erreger über die Blutbahn in andere Organe gelangen, was zu schubweisen Fieberphasen, Hautekzemen und Gelenkbeschwerden führt. Je nach Ort des Erstkontaktes können statt der Geschlechtsorgane auch andere Körperbereiche betroffen sein. So entwickelt sich möglicherweise eine Rachenentzündung oder eine Mastdarmentzündung. Wenn sich Neugeborene im Geburtskanal infizieren, entwickeln sie innerhalb weniger Stunden eine eitrige Augenbindehautentzündung, die zur Blindheit führen kann (Gonokokkenkonjunktivitis).
Die Diagnose des Tripper erfolgt durch Ausstriche von Genitalsekreten oder durch Bakterienkulturen auf Spezialnährböden. Spezifische Antikörper gegen die Erreger sind ab der 5. Woche nach der Infektion nachweisbar.
Behandlung: Unter antibiotischer Behandlung heilt die Infektion meist schnell und folgenlos ab; bei komplizierten Verläufen müssen Antibiotika hoch dosiert intravenös gegeben werden. Zur Vermeidung einer immer wieder auftretenden Wiederansteckung durch den nicht behandelten Sexualpartner (so genannte Ping-Pong-Infektion) ist eine gleichzeitige Partnerbehandlung erforderlich. Sieben Tage nach Therapieende wird durch einen erneuten Abstrich der Behandlungserfolg kontrolliert.
Auch hier gilt: Vorbeugen ist besser als heilen! Also Kondome benutzen, da diese den besten Schutz vor einer Ansteckung bieten.
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Syphilis - Die Lustkrankheit
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Die meist durch Geschlechtsverkehr übertragene Erkrankung wird durch das Stäbchenbakterium Treponema pallidum verursacht und ist nach dem Bundesseuchengesetz meldepflichtig. Es wird die erworbene Syphilis durch Sexualkontakt von einer angeborenen Syphilis (S. connata) durch Infektion des Kindes im Mutterleib unterschieden. Die Syphilis connata kommt kaum noch vor, da Schwangere routinemäßig untersucht werden und eine rechtzeitige Antibiotikabehandlung eine Infektion des Ungeborenen über den Mutterkuchen verhindert. übertragungen durch Transfusionen oder Schmierinfektionen sind auch möglich, aber in Deutschland selten. Syphilis verläuft in Stadien, kann alle Organe befallen und führt unbehandelt zum Tode.
Befund: Unbehandelt nimmt die erworbene Syphilis über Jahrzehnte einen stadienhaften Verlauf, der von der Immunitätslage des Betroffenen abhängig ist, so dass nicht alle Infizierten an allen Stadien erkranken. Im ersten und zweiten Stadium spricht man von Frühsyphilis (Dauer etwa 2 Jahre), im dritten und vierten von Spätsyphilis.
Erstes Stadium (Primärstadium): Nach einer Inkubationszeit von circa 3 Wochen tritt an der Eintrittsstelle der Erreger der hochinfektiöse Primäraffekt auf, eine schmerzlose Papel, die rasch zu einem harten Geschwür (harter Schanker) zerfällt. Etwa ein bis zwei Wochen später schwellen die benachbarten Lymphknoten an.
Zweites Stadium (Sekundärstadium): Bei circa 25 Prozent der unbehandelten Erkrankten entwickeln sich sechs bis acht Wochen nach der Erstinfektion uncharakteristische Beschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen und generalisierte Lymphknotenschwellungen. Kurz darauf zeigt sich ein meist aus geröteten Papeln bestehender, nicht juckender Ausschlag (Syphilid) auf Haut und Schleimhäuten. Auch breite Kondylome als breit aufsitzende, nässende Papeln können in diesem Stadium vor allem im Scheidenbereich, dem Damm und im Analbereich auftreten. Ein fleckförmiger, reversibler Haarausfall sowie Pigmentstörungen bei Abheilung des Hautausschlages werden ebenfalls beobachtet.
Drittes Stadium (Tertiärstadium): Etwa ein Drittel der unbehandelten Patienten erkrankt an einer Spätsyphilis. Nach circa drei bis fünf Jahren bilden sich oberflächliche Papeln, die entweder unter Narbenbildung abheilen oder geschwürig zerfallen sowie knotige Granulome (Gummen), die zur Geschwürsbildung neigen.
Viertes Stadium (Quartärstadium): Bei ungefähr zehn bis 15 Prozent der unbehandelten Erkrankten treten zehn bis 20 Jahre nach der Erstinfektion Beschwerden des Nervensystems auf, was als Neurosyphilis bezeichnet wird. Die Tabes dorsalis (Rückenmarksschwindsucht) entsteht durch den Befall der Hinterstränge im Rückenmark sowie des Sehnervs und äußert sich in heftigen, vorwiegend in die Beine einschießenden Schmerzen, Gangstörungen, fehlenden Reflexen, Störungen der Hautempfindung und des Sehvermögens sowie Pupillenstörungen. Die progressive Paralyse mit Gedächtnisstörungen, Depressionen und Abbau der geistigen Fähigkeiten (Demenz) entsteht durch Eindringen der Erreger in das Gehirn.
Die Labordiagnose wird vor allem durch den Nachweis von Antikörpern im Blut gegen die Syphilis-Erreger gestellt. Der Fluoreszenz-Treponema-Antikörper-Absorptionstest wird zwei bis drei Wochen nach der Infektion positiv. Kurz darauf folgt der TPHA-Test (Treponema-pallidum-Hämagglutinationstest). Beide Tests sind sehr spezifisch, das heißt, bei positivem Ausfall dieser Tests besteht mit größter Wahrscheinlichkeit eine Infektion. Weniger spezifisch ist der VDRL-Test (Venereal-Disease-Research-Laboratories-Test), der zum Nachweis der Wirksamkeit der Behandlung und als Suchtest dient.
Behandlung: Der Erreger der Syphilis ist empfindlich gegenüber einer Behandlung mit Antibiotika.
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Überblick über die bekanntesten Geschlechtskrankheiten
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Wesentliche Richtlinien dieses Gesetzes sind: Geschlechtskrankheiten im Sinne des Gesetzes sind Syphilis (Lues), Tripper (Gonorrhoe), weicher Schanker (Ulcus molle) und die venerische Lymphknotenentzündungen (Lymphogranuloma inguinalis).
Pflichten der Kranken und krankheitsverdächtigen Personen: Wer an einer Geschlechtskrankheit leidet oder dies weiß oder den Umständen nach annehmen muss, ist verpflichtet, sich unverzüglich von einem Arzt untersuchen und behandeln zu lassen. Das Gesundheitsamt kann die Einweisung in ein geeignetes Krankenhaus anordnen, wenn sich der Erkrankte einer ordnungsmäßigen Behandlung entzieht.
Behandlung der Geschlechtskrankheiten und Pflichten der ärzte: Geschlechtskranke dürfen nur von in Deutschland bestallten oder zugelassenen ärzten untersucht und behandelt werden. Der Arzt hat den Kranken über die Art seiner Krankheit sowie die ihm auferlegten Pflichten und die Folgen ihrer Nichterfüllung zu unterrichten. Dieses muss der Kranke schriftlich bestätigen. Der Geschlechtskranke muss vom behandelnden Arzt namentlich dem Gesundheitsamt gemeldet werden, wenn er sich weigert, die notwendige Behandlung zu beginnen oder fortzusetzen oder zu den erforderlichen Nachuntersuchungen nicht erscheint. Ein Arzt, der eine Geschlechtskrankheit diagnostiziert, ist verpflichtet, die mutmaßliche Ansteckungsquelle und die Personen zu ermitteln, auf die der Kranke die Geschlechtskrankheit übertragen haben könnte.
Im angloamerikanischen Raum hat sich die Sammelbezeichnung - Sexually transmitted diseases - eingebürgert, die alle Krankheiten zusammenfasst, die überwiegend durch Sexualverkehr übertragen werden. Dazu zählen zu den oben genannten Krankheiten noch folgende: Infektionen mit Ureaplamen und Chlamydien, HIV, Candida-Balano-Posthitis beziehungsweise Vulvo-Vaginitis (Hefepilzerkrankungen der Genitalien), Condylomata acuminata (Feigwarzen), Harnwegsentzündungen durch Trichomonaden, Hepatitis B und C, Filzläuse und Krätze.
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