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Krampfadern
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Nach Studien weisen 60 bis 80 Prozent der Bevölkerung Europas ein mehr oder weniger schweres Krampfaderleiden auf. Aufgrund der Altersentwicklung wird die Bedeutung der Erkrankung in den nächsten Jahren noch weiter zunehmen.
In der Bevölkerung wird Krampfaderleiden gern mit Kosmetik abgetan, was an der Realität aber deutlich vorbei geht. Die durch das Krampfaderleiden verursachen Krankheiten und deren Therapiekosten sind immens. Eine Krampfader ist eine geweitete Vene, die das Blut nicht mehr zum Herzen zurücktransportieren kann. Verantwortlich dafür sind meist Bindegewebsschwächen, die dazu führen, dass die Venenklappen nicht mehr funktionieren. Da das nährstoffarme Blut nicht mehr weg gepumpt wird, kann auch kein frisches, nährstoffreiches Blut mehr dorthin fließen. Es kommt also zu einer Minderversorgung des Gewebes mit der Folge von offenen Beinen und vieles mehr ...
Wie entstehen Krampfadern
eine Volkskrankheit, die meist auf einer Bindegewebsschwäche beruht.
Wie entsteht eine Krampfader? Die Bereitschaft zur Krampfaderentwicklung ist meist angeboren. Etwa 80% der Patienten mit Krampfadern haben Eltern oder Großeltern mit Krampfadern. Ursächlich ist eine Venenwandschwä-che ( - Bindegewebsschwäche - ), wobei die Venenklappen nicht mehr normal schließen. Alle Venen sind mit Venenklappen ausgerüstet, die wie Ventile wirken und das Blut nur in eine Richtung zum Herzen hin fließen lassen. Da wir Menschen aufrecht gehen, muß das Blut in den Venen beim Sitzen, Stehen oder Gehen von den Füßen - bergauf - zum Herzen zurückfließen. Dieses Transportproblem wird bei gesunden Venen durch das Zusammenspiel der Venenklappen und der Wadenmuskelpumpe spielend bewältigt. Bei Krampfadern ist dies jedoch problematisch. Welche Formen des Krampfaderleidens gibt es? Stammvarikose: Bei dieser wichtigen Form der Varikosis liegt eine krankhafte Veränderung einer der großen Adern (Vena saphena magna und Vena saphena parva) des oberflächlichen Venensystems zugrunde. Seitenastvarikose: Dieser Form liegt ein Krampfaderleiden der Seitenäste der großen Stammvenen zugrunde. Oft treten Stamm- und Seitenastvarikose gemeinsam auf. Perforansvarikose: Die Perforansvenen verbinden das oberflächliche mit dem tiefen Venensystem. Wenn ihre Venen-klappen nicht mehr funktionieren, kommt es häufig zu Beingeschwüren (offenes Bein, Ulcus cruris). Retikuläre Varizen: Bei dieser Art handelt es sich um ca. 3-5mm kleine, netzförmige (retikuläre) Krampfadern, die insbe-sondere bei Frauen im mittleren Alter auftreten. Besenreiser: Hierbei handelt es sich um winzige, in der obersten Hautschicht verlaufenden, sich häufig fächerartig ausbreitende äderchen.
Welche Beschwerden können Krampfadern verursachen? Krampfadern sind nicht nur unschön, sondern können aufgrund des gestörten Blutflusses in den Venen auch Beschwerden bereiten. Bei kranken Venen kommt es zur Stauung des Blutes in den Beinen. Durch den erhöhten Druck in den Venen, insbesondere beim Stehen und Sitzen, erweitern sich die Venen immer stärker und die noch funktionsfähigen Venenklappen werden geschädigt. Diese Stauung bewirkt die Verschlechterung von Krampfadern, das Auftreten eines Schweregefühls, Unterschenkel-schwellungen (ödeme), nächtliche Wadenkrämpfe und eine Erhöhung der Thrombosegefahr. Bei lan-ger Bestandsdauer kann es zum Auftreten von Hautveränderungen (bräunliche Verfärbung, Verhärtung) und Beingeschwüren (Ulcera crurum venosum, sog. - offenes Bein - ) kommen, dessen Behandlung häufig langwierig und kompliziert ist. Da es in den Krampfadern zu einer Verlangsamung und teilweise auch zu fehlgerichteter Strömung des Blutes kommt, kann die Venenerkrankung auf die tiefen Beinvenen übergreifen und sogar zu einer tiefen Beinvenenthrombose führen. Hierdurch können irreparable Schäden an den tiefen Beinvenen entstehen.
Wie kann man Krampfadern vorbeugen?
Ein überblick In der folgenden Merkregel ist zusammengefaßt, wie Sie dem Beginn, bzw. einer Verschlechterung des Venenleidens vorbeugen können: ·3 x S - 3 x L-Regel: Sitzen und Stehen ist Schlecht; Lieber Liegen oder Laufen ·wo sich Sitzen und Stehen nicht vermeiden läßt: Wadenmuskelpumpe betätigen ·Fußgymnastik, Sport, Fahrradfahren zum Training der Wadenmuskelpumpe ·roborierende Maßnahmen (täglich Beine kalt abduschen, 1-2 x pro Tag, etwa 15 Sekunden pro Bein) ·übergewicht bekämpfen ·nachts Fußende des Betts um 15 cm aus der Horizontale höher stellen (Kissen, Matraze) Folgendes kann das Venenleiden verschlechtern: ·häufige Sauna ·Pille (Ovulationshemmer) oder weibliche Geschlechtshormone ·stehender Beruf
Die Behandlungsmöglichkeiten
Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten
Es beginnt mit der Diagnostik. Je nach Schweregrad gibt es verschiedene Möglichkeiten
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Hierzu gehören: · Kompressionsverbände bzw. Kompressionsstrümpfe lindern die Beschwerden, allerdings ohne das Krampfaderleiden zu beseitigen. Bei den Kompressionsverbänden erfolgt ein straffes Wickeln des Vorfußes und des Unterschenkels mit 2 Kurzzugbinden (Kompressionsverband nach Pütter). Die Kompressionstrümpfe müssen eng anliegen und nach Maß angepasst sein. · Operationen: * Entfernung der oberflächlichen Krampfadern, insbesondere des Stamms der V. saphena magna von der Leiste bis zum Knie * Extraluminale Valvuloplastie (Klappenreparartur) * Trivex (Venenentfernung mit Spezialraspel) · Radiowellentherapie (VNUS-Closure) Hitzeverschmelzung der Venenwände · Verödungsbehandlung (Sklerosierung) · Lasertherapie (bei kleinen Besenreiser) Es empfiehlt sich oft, mehrere Verfahren je nach Art und Ausprägung der Varikosis zu kombinieren, um für jede Form der Krampfader eine optimale Therapie zu nutzen.
Welches Verfahren individuell in Frage kommt, hängt von dem Schweregrad des Leidens ab.
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Lichen ruber (Knötchenflechte)
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Eine häufige, meist harmlose, aber sehr unangenehme Hauterkrankung Die Knötchenflechte ist eine häufig auftretende Hautkrankheit, die mit kleinen, flachen, stark juckenden Erhebungen vor allem an der Unterseite des Handgelenks, in der Nabelgrube, über der Lendenwirbelsäule, an den Knöchel und um die Genitalien einhergeht. Die Erkrankung befällt circa ein Prozent der Bevölkerung, tritt häufig im mittleren Lebensalter (30 bis 60) auf. Die Ursachen sind nicht bekannt. Die Genetik spielt aber offensichtlich eine Rolle. Bei längerem Krankheitsverlauf ist unklar, in wieweit psychische Faktoren und Stress (mit-)ursächlich oder Folge der Erkrankung sind.
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Wundheilung - Wundheilungsstörungen
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Die Wundheilung ist ein komplizierter und bis heute noch nicht ganz geklärter Vorgang zur Reparation eines Gewebedefektes durch Vernarbung des Bindegewebes und Epithelregeneration, der aus drei überschneidenen Phasen besteht: Exsudationsphase (Reinigungsphase) Proliferationsphase (Granulationsphase) Regenerationsphase (Epithelisierungsphase)
Weiterhin können primäre und sekundäre Wundheilung unterschieden werden:
Primäre Wundheilung: Minimale Bildung von Granulations- und Narbengewebe, welches innerhalb weniger Tage abgeschlossen ist. Dies setzt einen festen Wundverschluss wie bei einer Operationswunde voraus.
Sekundäre Wundheilung: Wundheilungsvorgänge entsprechen denen der primären Wundheilung, sind jedoch viel ausgeprägter und laufen teilweise stark verzögert ab. Wunden, die innerhalb von acht Wochen nicht abheilen und auch keine Heilungstendenz zeigen, werden als chronische Wunden bezeichnet. Solche Wunden sind das Ulcus cruris (Bilder), diabetisches Fußgeschwür, Dekubitus und sekundär heilende Operationswunden.
Faktoren, die die Heilung fördern: jugendliches Alter, guter Allgemeinzustand, keimfreie Wundverhältnisse, gute Durchblutung, Lagerung bzw. Ruhigstellung der Wunde.
Faktoren, die die Wundheilung stören: höheres Lebensalter, Allgemeinerkrankungen (Diabetes, Arterielle Verschlußerkrankung, Bluterkrankungen), herabgesetzte Immunitätslage, Unterernährung, Vitaminmangelerkrankungen, Infektionskrankheiten, wundheilungshemmende Medikamente (Kortison, Chemotherapeutika), Allergien, Immobilität, lokale bakterielle Infektion, Kälte, Austrocknung der Wunde, Wunden nach Bestrahlungen, Wunden unter Spannung.
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Besenreiser - Nicht nur ein kosmetisches Leiden
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Besenreiser sind kleinste Adern in der Haut, die sich erweitert haben und mit Blut gefüllt sind und deshalb durch die Haut als hellrote Gefäßbäumchen, dunkelblaue äderchen oder rötliche Flecken sichtbar sind. Besenreiser können an allen Stellen der Haut auftreten - tun dies aber gehäuft an den Beinen. Besenreiser sind im wesentlichen ein kosmetisches Problem und treten bei Menschen mit einer angeborenen Bindegewebsschwäche auf. Besenreiser können aber auch auf ein Venenleiden hinweisen, da sie mit größeren Venolen und Venen in Verbindung stehen.
Behandlung der Besenreiser: Weil die Besenreiser als ein kosmetisches Problem gelten, wird die Behandlung nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen und muss privat bezahlt werden. Ziel der Behandlung ist die Zerstörung der Besenreiser, damit der Körper das Gefäß abbaut. Hierfür stehen folgende Methoden zur Verfügung:
1. Sklerosierungstherapie mit feinsten Nadeln Bei dieser Behandlung werden die Gefäßbäumchen an ihrer Basis angestochen und unter leichtem Druck ein Verödungsmittel in das Gefäß hineingespritzt. Im Idealfall ist pro Gefäßbäumchen nur ein Stich notwendig. Die Hautoberfläche bleibt bei dieser Behandlungsart unbeschädigt. Unter der Behandlung blasst das Gefäß ab und es kommt zu einer Schädigung des äderchens von innen (Endothelschädigung). Anschließend wird eine Kompression der jeweiligen Stelle über drei Tage mit einem selbstklebenden Verband vorgenommen. In den folgenden Tagen verfärbt sich das Gefäß dunkelblau und wird über Wochen bis Monate abgebaut. In seltenen Fällen geht nicht nur das Gefäßbäumchen sondern auch das umgebende Hautgewebe zugrunde. Allgemein gilt, dass während der Behandlung eine Sonnenbestrahlung der behandelten Stelle für mindestens sechs Wochen gemieden werden sollte. Daher sollte die Behandlung an unbedeckten Körperstellen in unseren Breitengraden im Winter erfolgen.
2. Lasertherapie (Dioden-, Nd:YAG- oder Farbstoff-Laser) Das Wort LASER ist eine englische Abkürzung für - Light Amplification Stimulated Emission Radiation - und beschreibt einen sehr energiereichen Lichtstrahl von definierter Wellenlänge. Zur Behandlung von Besenreisern verwendet man heute Dioden-, Nd:YAG- oder Farbstoff-Laser oder so genannte Versapuls Laser. Mit einem feinen Energiestrahl lassen sich die Besenreiser gut entfernen. Dabei wird die Wellenlänge des Lichts so gewählt, das hauptsächlich rote Strukturen (also die erweiterten äderchen) den Energiestrahl absorbieren und das umgebende Gewebe (auch die oberen Hautschichten) geschont werden. Auch bei diesen Verfahren müssen mehrere Laserpunkte pro Gefäßbäumchen verwendet werden. Der Gefäß-Laser zerstört in optimaler Dosierung überwiegend Blutgefäße. Die zerstörten Gefäße werden durch die äußere Hautschicht eliminiert. Die Lasertherapie eignet sich besonders für rote Flecken (Makulae) und ist nur eingeschränkt für tiefer liegende größere Venen geeignet.
3. Elektrokauterisation Mit Diathermienadeln kann das Gefäßbäumchen verkocht werden. Da der Strom immer nur zwischen den beiden Polen fließt, sind auf jeden Fall mehrere Stiche zur Entfernung des Gefäßes notwendig. Leider wird nicht nur das Gefäß geschädigt, sondern auch die oberen Hautschichten. Es kann daher bei empfindlichen Menschen an den Einstichstellen zu kleinen Narben kommen.
Können die Besenreiser wiederkommen? Ja, wenn auch nicht unbedingt an gleicher Stelle. Ursächlich für die Neigung zu Besenreisern ist eine Bindegewebsschwäche, die mit keiner Behandlung behoben werden kann. Liegt ein Venenleiden vor muss zuvor das Venenleiden saniert werden, weil sonst die Besenreiser schon nach Monaten wiederauftreten können. Einer erneuten Behandlung der Besenreiser, die nach Monaten, Jahren oder Jahrzehnten neu auftreten, steht nichts im Wege.
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Fettabsaugung: Der Königsweg zur schlanken Figur?
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Sie haben schon sämtliche Diäten ausprobiert, der lästige Fettgürtel will aber nicht weichen? Diäten helfen aber oft nicht, die überschüssige Fettanlage ist häufig auch eine erbliche Anlage. Als Alternative haben Sie schon einmal an Fettabsaugung gedacht? Wer sich darüber informieren will, erhält oft widersprüchliche Antworten.
Fettabsaugung, auch Liposuktion genannt, ist heute eine der häufigsten Behandlungen in der ästhetischen Dermatologie. Aber was ist das eigentlich? Und was passiert dabei? Geeignet ist die Liposuktion vor allem für unharmonische Fettansammlungen, auf keinen Fall bei generellem übergewicht.
Die heutzutage am häufigsten verwendete Methode ist die der Tumeszens-Lokalanästhesie. Hier wird in den zu behandelnden Bereich ein lokales Betäubungsmittel und eine Lösung gespritzt, so dass die Fettzellen platzen und dann abgesaugt werden. Achten Sie aber weiterhin auf eine fettarme Ernährung, da sich überflüssiges Fett andere Stellen suchen wird, um sich einzulagern. Sie hätten dann nur eine Verlagerung des Problems erreicht.
Zu den am häufigsten auftretenden Komplikationen gehört, dass das Fett unregelmäßig abgesaugt wird und dann das postoperative Ergebnis unregelmäßige Einsenkungen und Vorwölbungen zeigt. Des weiteren können Infektionen, ausgedehnte Blutergüsse und länger andauernde Schmerzen im OP-Gebiet auftreten.
Ulcus cruris - das - offene - Bein
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1. Krampfaderleiden (Varikose) 2. Postthrombotisches Syndrom: Klappenzerstörung und Venenwandveränderungen der tiefen Venen nach tiefen Beinvenenthrombosen 3. Ausfall der venösen Pumpfunktion (zum Beispiel bei Lähmungen und so genannten arthrogenem Stauungssyndrom) 4. die so genannte periphere arterielle Verschlusskrankheit oder - das Raucherbein - . Hierbei sind die Arterien derart verschlossen, dass die Versorgung des Gewebes mit Nährstoffen sowie Sauerstoff nicht mehr gewährleistet werden kann. Es kommt zum Untergang des Gewebes. Diese Erkrankung kommt häufig bei Rauchern aber auch bei Patienten mit Diabetes mellitus vor. 5. Im Rahmen von Entzündungen. Diese Form kommt gelegentlich bei Patienten vor, die an Rheuma erkrankt sind. Das Immunsystem greift das Gewebe an. Dieses stirbt ab. 6. Im Rahmen von Tumorerkrankungen kann es ebenfalls zu offenen Beinen kommen, vor allem wenn eine Chemotherapie durchgeführt wird, die zu Heilungsstörungen im Hautgewebe führen kann.
Die häufigste Ursache von offenen Beinen ist die chronische Veneninsuffizienz Am Anfang eines Ulcus cruris venosum, oft einfach Ulcus cruris oder offenes Bein genannt, steht eine Venenschwäche. Viele Menschen haben auch einen Defekt an den Venenklappen. So kommt es zu einem Blutrückstau in den Beinvenen. Dabei steht das gesamte System der Blutgefäße unter einem erhöhten Druck. Dieser Druck zerstört langsam die Kapillaren (die feinsten Verästelungen der Arterien), an denen der Austausch von Nährstoffen vollzogen wird. Da das nährstoffarme Blut nicht mehr weggepumpt wird, kann auch kein frisches, nährstoffreiches Blut mehr dorthin fließen. Es kommt also zu einer Minderversorgung des Gewebes. Im weiteren Verlauf sterben Haut- und Gewebezellen ab und es kommt zu einer dauerhaften Stoffwechselstörung. Das zeigt sich äußerlich durch eine bräunliche Verfärbung und/oder auch Verhärtung der Haut.
Ist die Veränderung erst einmal so weit fortgeschritten, kann schon eine kleine Verletzung zu einem Beingeschwür, einem Ulcus cruris, führen. Das liegt daran, dass eine Wunde, auch wenn sie klein ist, nicht mehr zuheilen kann. Häufig werden Beingeschwüre in ihrer Entstehung erst spät bemerkt, weil auch das Schmerzempfinden deutlich herabgesetzt ist. Zu diesem Zeitpunkt reicht die Versorgung des Gewebes schon nicht mehr aus, gesundes Gewebe zu erhalten. Daher ist eine Gewebeneubildung, wie sie für das Zuheilen von Wunden erforderlich ist, dann kaum mehr möglich.
Was erhöht das Risiko, ein offenes Bein zu bekommen? Alle Faktoren, die sich negativ auf die Durchblutung auswirken, können als Risikofaktoren angesehen werden. Dazu gehören übergewicht, Bewegungsmangel durch überwiegend sitzende oder stehende berufliche Tätigkeit sowie eine erbliche Veranlagung. Frauen sind insgesamt häufiger von Ulcus cruris betroffen als Männer, weshalb auch das weibliche Geschlecht als - Risikofaktor - angesehen werden kann. Das liegt unter anderem daran, dass sich während der Schwangerschaft der Hormonhaushalt verändert.
Welche Gefahr besteht bei chronischen Unterschenkelgeschwüren? Neben den - offenen Beinen - sind es im Besonderen Stauungsekzeme und Kontaktallergien, aber auch Erysipele (Wundrose), die bei diesen Patienten oft ein therapeutisches Problem darstellen. Als Ursache des Stauungsekzems vermutet man die gestörte Blutversorgung der Haut, die mit einer daraus resultierenden Dysregulation der Entzündungsreaktionen einhergeht. Der Blutstau dürfte für die lokale Erwärmung und Austrocknung der Haut verantwortlich sein, die im Zusammenhang mit der erhöhten Irritierbarkeit durch physikalische und mikrobielle Schadstoffe (Noxen) zu Entzündungen führen könnte. Patienten mit einem Krampfaderleiden haben viel häufiger Kontaktallergien als die Normalbevölkerung, da die Allergene (zum Beispiel in Wundsalben enthalten) in einem Hautareal, welches von einer Veneninsuffizienz betroffen ist, besondere Bedingungen vorfinden. Dies führt dazu, dass ein tieferes Eindringen des Allergens in das Gewebe möglich ist, was zu diesen vielen Allergien führen kann. Bei Patienten mit einem Krampfaderleiden sind am häufigsten die Allergene anzutreffen, die entweder als Bestandteile von Hautpflegemitteln oder Salben (Salbenbestandteile, Antibiotika oder Desinfektionsmittel) vorkommen.
Aus der Tatsache, dass selbst schwache Allergene bei Patienten mit einem Krampfaderleiden eine starke Allergieentwicklung verursachen können, besteht konsequenterweise Handlungsbedarf, der unter anderem eine frühstmögliche Sanierung der Krampfadern als primäres Therapieziel haben sollte. Es sollte unbedingt eine allergologische Abklärung durch Allergietests erfolgen. Auf medizinisch nötige und sinnvolle Hautpflegepräparate sollte allerdings nicht verzichtet werden.
Welche Therapie ist die Richtige? 1. Wichtig ist, dass das Ulcus cruris phasengerecht versorgt wird. Liegt ein Venenleiden vor, so ist die Entstauung des Gewebes durch Kompressionsbehandlung, zum Beispiel mit medizinischen Kompressionsstrümpfen, Kompressionsverbänden mit Kurzzugbinden (nach Pütter) oder auch durch eine Behandlung mit unserem Lymphapress-Gerät primär das wichtigste Ziel. Jede weitere (Lokal-) Behandlung ist sekundär. Bei einem Krampfaderleiden ist unbedingt eine Sanierung der Venen anzustreben. 2. Liegt eine periphere arterielle Verschlusserkrankung vor, so muss diese primär behandelt werden. Dies erreicht man durch Bypass-Operationen, durch das operative Erweitern der betroffenen Arterien oder durch Medikamente. 3. Liegen Entzündungserkrankungen vor, so müssen diese behandelt werden.
Die Wundbehandlung Die moderne Wundbehandlung besteht auf dem Prinzip der feuchten Wundversorgung. Dabei behandelt man beim Ulcus cruris venosum mit hydroaktiven Wundauflagen. Diese Art des Wundverbandes fördert die Gewebeneubildung (Granulation und Epithelbildung) durch ein feuchtes Wundmilieu. Zuvor muss das Ulcus jedoch mechanisch oder mit enzymhaltigen Salben gereinigt werden. Liegt eine Infektion vor, muss diese mit antiseptischen und/oder antibiotischen Maßnahmen bekämpft werden. Sollte es bei Bewegung zu Schmerzen kommen, ist der Einsatz wirksamer Schmerzmittel zu empfehlen, da die Betätigung der Muskelpumpe bei Bewegung für einen langfristigen Behandlungserfolg essentiell ist. Die Wirkung von Venenmitteln wie Rosskastanienextrakt ist noch nicht definitiv gesichert. Sollte ein Ulcus cruris trotz intensiver konservativer Therapie nicht abheilen, besteht auch noch die Möglichkeit einer operativen Behandlung. Hierbei wird zumeist eine dünne Hautschicht am gesunden Oberschenkel entnommen und auf den Gewebsdefekt am Unterschenkel verpflanzt.
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Brandwunden
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Unser Körper besteht zum großen Teil aus Proteinen, die ab einer Temperatur von über 45 Grad denaturiren, das heißt ihre Funktion und Morphologie unumkehrbar verändern. Verbrennungen gehen nicht nur mit stärksten Schmerzen einher, sie können auch zu starken und entstellenden Behinderungen führen. Bei Verbrennungen unterteilt man die Brandwunden je nach Schwere in drei Grade: * 1. Grad: Die Haut ist stark gerötet und schmerzt leicht. Es löst sich nach einiger Zeit die Oberhaut. Man kennt dies vom Sonnenbrand. * 2. Grad: Auf den geröteten Hautstellen bilden sich in diesem Stadium zusätzlich Bläschen mit einer klaren bis milchigen Flüssigkeit. Die Schmerzen werden stärker. Die Bläschen können aufbrechen, dann tritt die Flüssigkeit aus. * 3. Grad: Die Haut wird dunkelbraun bis schwarz. Teilweise ist sie verkohlt und das Gewebe stirbt ab. In diesem Stadium werden meistens Transplantationen notwendig.
Bei Verbrennungen 2. und 3. Grades können Nebenerscheinungen wie z.B. Fieber, Kreislaufbeschwerden und schockartige Zustände auftreten. Dies beruht darauf, dass die Haut ihre Schutzfunktion verloren hat und der Körper in erheblichen Masse Körperflüssigkeit verliert. Hier ist auf alle Fälle eine ärztliche Behandlung erforderlich.
Therapieformen: Konsultieren Sie einen Arzt! Hier wird Ihnen je nach Schweregrad geholfen. Selbst sollte man nur kleinere Verbrennungen wie etwa einen schwachen Sonnenbrand, Verbrennungen mit einer Zigarette oder die Finger behandeln, die man sich z.B. am Herd verbrannt hat. Als Erstmaßnahme sollte die verbrannte Hautstelle sogleich unter fließendes kaltes Wasser gehalten werden.
Die alten Hausfrauenrezepte wie Mehl, Eiweiß oder einen Lappen mit einem Brei aus rohen Kartoffeln auftragen, sollten unbedingt unterlassen werden. Dies verursacht häufig zusätzliche bakterielle Entzündungen, was nicht selten zu Vernarbungen führt.
Weitere Informationen finden Sie bei Ihrem Guide für Erste Hilfe/Notfälle.
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Die Krätze (Skabies)
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Die Krätze (Skabies) ist eine ansteckende Hautkrankheit, die durch Milben (Sarcoptes scabiei) hervorgerufen wird. Diese bohren Gänge in die oberen Hautschichten und legen dort ihre Eier ab. Es kommt zu starkem Juckreiz und zu kleinen geröteten Knötchen oder Pusteln auf der Haut. Der Juckreiz kann durch Wärme (nachts im Bett) verstärkt werden. Bevorzugt siedeln sich Milben zwischen den Fingern, an Hand- und Fußgelenken, Achselfalten, Ellenbogen und im Po- und Genitalbereich an.
Krätze ist leicht durch Hautkontakt übertragbar, seltener über Kleidung und Bettwäsche. Die Milben können nur auf dem menschlichen Körper überleben, während sie auf Gegenständen (zum Beispiel Bettwäsche) meist nach kurzer Zeit absterben. Die Beschwerden beginnen erst drei bis vier Wochen nach der Ansteckung und werden am Anfang häufig als Allergie oder Ekzem missgedeutet. Hier kann der erfahrene Dermatologe helfen. Entgegen der weitverbreiteten Meinung kann Krätze auch in den - besten Familien - und unter besten hygienischen Bedingungen vorkommen.
Es gibt verschiedene Formen der Skabies: Gerade bei Menschen mit einem gepflegten äußeren ist die Skabies häufig nur schwer zu diagnostizieren. Man spricht in diesen Fällen von der - gepflegten - Skabies, weil die Hygienemaßnahmen und die Körperpflege die klassischen Hautzeichen einer Skabies kaschieren. Nicht selten kommt es hier zu Fehldiagnosen. Solche schwierigen Krankheitsbilder sind meist nur vom Fachmann (Dermatologen) richtig zu diagnostizieren. Bei Menschen mit einem schlechten Hygienezustand oder einem reduzierten Immunsystem kann es zu einer verheerenden Ausbreitung der Skabies kommen. Man spricht hier von einer - Skabies norvegica - .
Therapie: Bei Verdacht sofort Ihren Arzt konsultieren! Ihr Arzt kann Ihnen effiziente Medikamente (meist Lotionen oder Gele) aufschreiben. In seltenen und therapieresisten Fällen hilft auch eine Therapie mit Tabletten. Möglichst nicht kratzen, sonst kann es zusätzlich zu einer Infektion kommen. Gegen den Juckreiz helfen Antihistaminika als Salben, Gele oder Tropfen und Tabletten. Sind Sie oder Ihre Familie betroffen, ist es wichtig, dass man den Ansteckungskreis unterbricht.
Was können Sie hier tun? Um Krätzemilben effizient bekämpfen zu können, sollte man sich zuerst einmal kurz mit der Biologie von Krätzemilben beschäftigen. Sie müssen spätestens nach drei Tagen den Menschenkontakt finden, damit sie überleben können. Ist nach vier Tagen immer noch kein Wirt gefunden, so sterben die Milben ab. Hier liegt die Chance!
Die - to-do Liste - bei Skabies Jeden Tag die verschriebenen Medikamente verwenden. Wäsche täglich wechseln und vier Tage lang nicht tragen. Während dieser Zeit diese Wäsche in einen Plastiksack stecken oder besser an der frischen Luft aufhängen. Innerhalb dieses Zeitraums sterben die Milben auf der Kleidung ab. Kleidung, Bettwäsche und Handtücher nachher möglichst heiß waschen, am besten kochen. Es gibt auch Präparate wie Sacrotan, die zur Wäsche verwendet werden können. Besonders häufig kommt es zu Epidemien in Kindergärten, Schulen oder in Altersheimen. Entscheidend ist, dass bei solchen - Epidemien - in konzertierter Aktion an das Problem herangegangen wird. Die Patienten müssen jeden Tag behandelt werden, die Kleidung und Bettwäsche muss täglich gewechselt werden, am besten, dass der gerade eingesalbte Patient sich in das frischgemachte Bett legt. Dann wird die Wäsche sofort entsorgt; diese Prozedur täglich und über fünf Tage in Folge fortsetzen. Dann müsste diese Epidemie in den Griff zu bekommen sein. Ist sie nicht zu stoppen, so liegt das meist daran, dass in der beschriebenen Kette eine kleine Lücke klafft, so dass Milben immer wieder überleben können.
Sonstige Milbenerkrankungen Neben dieser häufigsten Milbenart gibt es noch Milben, die gerne durch Haustiere wie Vögel oder Pferde übertragen werden. Die Symptome sind die gleichen wie bei der Skabies, dennoch kommt es nicht selten zu einer Spontanheilung, da der Mensch ein Fehlwirt ist und die Milben absterben. Gerade bei Tierhaltern wie Taubenzüchter können diese Milben auch oft allergische Reaktionen auslösen.
Im Sommer und Spätsommer ist in ländlichen Gebieten die Erntekrätze (Trombidiose) oder Getreide- und Gerstenkrätze von Bedeutung. Hierbei handelt es sich um Milben, die sich auf Getreide und Gräsern befinden und bei Hautkontakt den Menschen befallen.
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Vitiligo - die Weißfleckenkrankheit
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Man vermutet, dass das eigene Immunsystem diese Zellen angreift. Sie ist eine absolut harmlose Erkrankung, die aber sehr kosmetisch beeinträchtigend wirkt und dementsprechend eine psychische Belastung darstellt. Lokal kommt es an den Depigmentierungsarealen zu einer erhöhten Licht-(Sonnen-)sensibilität, daher besteht die Therapie ggf. zusätzlich auch in dem Verschreiben eines Sonnenschutzpräparates.
Ist die Erkrankung aufgetreten, sollten assoziierte Erkrankungen wie Schilddrüsenerkrankungen oder andere endokrine Erkrankungen ausgeschlossen werden. Endokrine Erkrankungen sind Erkrankungen aller hormongesteuerter Prozesse zum Beispiel Schilddrüse und Nebenniere. Häufig findet man jedoch nichts, und die Erkrankung tritt isoliert auf.
Die Therapie gestaltete sich häufig als schwierig, denn es gibt kein Patentrezept und häufig gelingt es, die Erkrankung nur zu mildern und das Fortschreiten zu stoppen. Man darf die Hoffnung aber nicht aufgeben, da es auch häufig wieder zum Rückgang der Erkrankung kommt. Es werden zur Zeit folgende Therapieverfahren durchgeführt. PUVA-Bestrahlungen: Das sind spezielle Formen von UV- Bestrahlungen, die häufig die Repigmentierung wieder erhöhen. Ein anderes Verfahren ist die Einnahme von Betakaroten. Wirken diese Verfahren nicht, so kann man wenigsten den kosmetischen Aspekt mit Camouflage-Produkten (Tönungen) verbessern.
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Sklerodermie - die - harte Haut - "
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Die Ursache der seit dem Altertum bekannten Erkrankung ist noch unbekannt. Man vermutet heute, dass das Immunsystem die Innenwände der Gefäße angreift und es im Rahmen der Entzündungen zur Vermehrung des Kollagens kommt. Auch Umweltfaktoren wie Kälte, Rauch oder Stress können zur Manifestation der Krankheit beitragen.
Unter dem Begriff Sklerodermie werden zwei verschiedene Krankheiten umfasst: zirkumskripte Sklerodermie und die systemische Sklerodermie.
Gemeinsam ist beiden Krankheiten eine Verhärtung (Fibrose/ Sklerose) der Haut, die bei der zirkumskripten Form auf umschriebene Bereiche der Haut begrenzt ist. Die Sklerodermieherde können hinsichtlich Aussehen und Anzahl erheblich variieren (kleinfleckig bis großflächig, Einzelherde oder mehrere Herde). Bei der lokalen Sklerodermie handelt es sich um kosmetisch sehr störende Hautveränderungen, die bisweilen auch die Beweglichkeit einschränken, wenn zum Beispiel die Verhärtungen der Haut im Bereich von Gelenken vorkommen Sie ist aber lokal begrenzt nicht lebensbedrohlich.
Im Falle der systemischen Sklerodermie kommt es hingegen zu einer großflächigen Erkrankung der Haut unter Beteiligung innerer Organe (Speiseröhre, Lunge, Herz, Niere und Skelettsystem). Darüber hinaus schreitet die Erkrankung häufig schubweise fort. Durch Befall der Speiseröhre und des Magen- Darmtraktes kann es zu Schluckstörungen, Sodbrennen, Verstopfung oder Durchfall kommen. An der Lunge kann sich der Befall durch Kurzatmigkeit bei Belastung, an der Niere durch Entstehung von Bluthochdruck zeigen. Weitere unspezifische Symptome sind Mund- und Augentrockenheit.
