Standardkategorie
Bullöses Pemphigoid
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Vorkommen
überwiegend im hohen Lebensalter, sehr selten bei Kindern.
ätiologie
Immunologische Reaktion gegen die Strukturproteine im Bereich der Basalmembran (Proteine von 230 KD und 180 KD). Bei ca. 20% bullöses Pemphigoid als paraneoplastisches Syndrom in Assoziation mit malignen Tumoren. Auch Auslösung durch Arzneimittel (Furosemid, Methoxypsoralen und alle Arzneimittel, die Pemphigus-Erkrankungen provozieren können, sowie durch UV-A und UV-B.
Klinik
Prädilektionsstellen sind die seitlichen Halspartien, die Achselhöhlen, Inguinalbeugen, Oberschenkelinnenseiten und Abdomen. Anfänglich flächenhafte Erytheme mit zum Teil urtikarieller, zum Teil ekzematoider Note. Im Verlauf Auftreten von prallen, zum Teil hämorrhagischen Blasen auf normaler oder entzündlich geröteter Haut, bei Ruptur Erosionen .
Klinische Sonderformen
Dyshidrosiformes Pemphigoid: Deutliche Blasenbildung auch an Händen und Füßen, DD Cheiropompholyx und dyshidrosiformes Ekzem, oft Ablagerung von IgA an der Basalmembranzone in der direkten Immunfluoreszenz.
Prurigo simplex subacuta-artiges Pemphigoid
Vegetierendes bullöses Pemphigoid
Herpetiformes bullöses Pemphigoid
Seborrhoisches bullöses Pemphigoid
Diagnose
Histologie: Subepidermale Blasenbildung, im Blaseninhalt Serum mit Fibrinfäden, eosinophile Leukozyten. In der direkten Immunfluoreszenz Ablagerungen von IgG (seltener IgA oder IgM) und C3 entlang der Basalmembranzone.
Differentialdiagnosen
- Pemphigus vulgaris
- Erythema exsudativum multiforme
- Multiforme Arzneimittelexantheme
- Epidermolysis bullosa acquisita
- Dyshidrosiformes Ekzem
Borreliose
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
üBERTRAGUNG LB wird gewöhnlich durch einen meist schmerzlosen Zeckenstich übertragen. Bakterien übertragende Zecken sind Ixodes ricinus, Ixodes scapularis, Ixodes dammini, Amblyomme americanum and Ixodes pacificus. Zecken leben vorzugsweise im Unterholz, niederwachsenden Wiesen, Seeufern und Weiden. Abhängig vom Fundort sind Zecken von weniger als 1% bis zu mehr als 90% mit Spirochäten infiziert.
Die Zecke hat einen zweijährigen Lebenszyklus und muß drei mal Nahrung aufnehmen. Als Larve ist sie hautfarben und hat die Größe eines Stecknadelkopfes. Sie ernährt sich vom Blut kleiner Tiere wie der Maus, von der sie schon Spirochäten aufnehmen kann. Als Nymphe ist sie so groß wie ein Mohnsamen, beige oder teilweise transparent und ernährt sich vom Blut größerer Tiere wie Katzen, Hunde oder von Menschen. Die ausgewachsene Zecke ist schwarz oder rötlich und ernährt sich von Rindern, Rehen, Hunden und Menschen.
April bis Oktober wird als Zeckensaison betrachtet, obwohl die LB ein ganzjähriges Problem darstellt. Zecken sind besonders aktiv im Frühling und Frühsommer.
SYMPTOME Lyme Borreliose wird als der - Große Imitator - bezeichnet, weil sie viele andere Krankheiten nachahmen kann, was die Diagnose erheblich erschwert. Ein Hautausschlag kann einige Tage nach der Infektion auftreten oder auch ganz fehlen. Diese Hauterscheinung kann nur Stunden, aber auch über Wochen bestehen, sehr unauffällig und klein oder auch von beträchtlicher Größe sein (bis zu 12 Zoll). Das Erythema chronicum migrans, ein roter Ring mit weißem Zentrum ist das Kennzeichen der LB. Unglücklicherweise ist das nicht die einzige Hauterscheinung, die auftreten kann. Ein einziger Stich kann vielfältige Erscheinungen verursachen, wie Nesselausschlag, Ekzema, Sonnenbrand, Flohstiche etc. Die Haut kann jucken, sich heiß anfühlen oder keine Beschwerden zeigen. Der Hautausschlag kann verschwinden und nach Wochen wieder erscheinen. Falls Sie eine Rötung bemerken, machen Sie eine Fotografie davon, denn mache ärzte verlangen den - Beweis - eines Zeckenbißes, bevor sie eine Behandlung in Betracht ziehen.
Frühsymptome: Tage oder Wochen nach einem Biß durch eine infizierte Zecke entwickeln Menschen häufig grippeähnliche Symptome wie Gliederschmerzen, schwaches Fieber oder Müdigkeit.
Andere mögliche Symptome - Kein Teil des Körpers wird verschont:
Kiefer - Schmerzen, Schwierigkeiten beim Kauen
Blase - ständiges oder schmerzhaftes Urinieren, wiederholte Blasenentzündungen
Lunge - Atemwegsinfektionen, Husten, Asthma, Lungenentzündung
Ohren - Schmerzen, Hörverlust, Ohrensausen, erhöhte Geräuschempfindlichkeit
Augen - entzündungsbedingter Schmerz, Lichtempfindlichkeit, Scleritis, erschlafftes Augenlid, Bindehautentzündung, verwischtes oder doppelt Sehen
Hals - Reizung, geschwollene Drüsen, Husten, Heiserkeit, Schluckbeschwerden
Nervensystem - Kopfschmerzen, Fazialislähmung, Krampf, Meningitis, Nackensteife, brennende, kribbelnde oder prickelnde Empfindungen an beliebigen Stellen des Körpers, Verlust von Reflexen und Koordinationsfähigkeit, MS ähnliche Symptome
Magen - Schmerzen, Durchfall, übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe, Anorexia
Herz - Schwäche, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Myocarditis, Pericarditis, Palpitation, Herzblock, Vergrößerung des Herzens, Synkope, Entzündung des Muskels oder der Membran, Kurzatmigkeit, Brustschmerzen
Gelenke - Arthralgie oder Arthritis, Entzündung der Muskeln und Schmerzen
Andere Organe - Leberinfektion, erhöhtes Leberenzym, vergrößerte Milz, geschwollenes Testikel, unregelmäßige oder ausbleibende Menstruation
Neuropsychiatrische Auswirkungen -Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Verminderung der Konzentration, kognitive Einbußen, Gedächtnisstörungen, Verminderung des Appetites, geistiger Abbau, Depression, Desorientierung, Schlafstörungen
Dies ist eine Liste möglicher Symptome. Sie können in jeder Kombination auftreten. Sie können ein oder mehrere Symptome entwickeln, aber nicht jeder wird unter all diesen Symptomen leiden. LB hat auf jeden Wirt eine andere Auswirkung. Selbst wenn Sie eine oder mehrere dieser Beschwerden entwickeln, bedeutet das nicht, daß Sie an Lyme Borreliose erkrankt sind. Die Diagnose erfolgt nicht allein aufgrund serologischer Testergebnisse, sondern klinisch und sollte von einem sorgfältigen Arzt gestellt werden, der Erfahrung in der Diagnose von LB hat, und der sich über neue diagnostische Verfahren und neuere wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Laufenden hält.
BEHANDLUNG Lyme Borreliose ist mit Antibiotika behandelbar. Die Behandlung erfolgt durch orale oder intravenöse Antibiotika. Bei Personen, die nicht sofort diagnostiziert werden, kann eine intravenöse (i.v.) Antibiotikabehandlung nötig sein. Die Länge der erforderlichen Behandlungsdauer ist abhängig vom Krankheitsbild.
Eine Behandlung sollte in folgenden Fällen durchgeführt werden:
Wenn Sie von einer Zecke gestochen wurden, die einen positiven Test für Spirochäten hat.
Wenn Sie von einer Zecke gestochen wurden und Symptome haben.
Wenn Sie von einer Zecke gestochen wurden und schwanger sind.
Wenn Sie von einer Zecke gestochen wurden und in einem endemischen Gebiet leben.
Für Menschen gibt es derzeit keine Impfung.
Menschen entwickeln keine Immunität gegen LB. Eine Reinfektion ist möglich.
TESTVERFAHREN Gewöhnlich wird im ersten Schritt ein Bluttest durchgeführt. Derartige Tests sind derzeit nicht zuverlässig. Auch Urin- und Liqour-Untersuchungen geben keinen endgültigen Aufschluß. Falsche positive wie falsche negative Testergebnisse kommen vor. Medikamente, die für andere Erkrankungen eingenommen wurden oder andere Umstände können auf die Testergebnisse beeinträchtigen.
VORBEUGUNG
Wenn Sie in LB-endemischen Gebieten leben, tragen Sie bei Aufenthalt im Freien auf jeden Fall geschlossene Schuhe und lange Hosen.
Duschen Sie nach allen Aktivitäten im Freien. Falls sich die Zecke noch nicht festgesetzt hat, kann sie abgewaschen werden. Waschen Sie Ihre draußen getragene Kleidung oder noch besser, erhitzen Sie sie für etwa 15 Minuten in Ihrem Wäschetrockner.
Suchen Sie Ihren Körper nach einem Aufenthalt im Freien genau ab. Lassen Sie die Finger vorsichtig über die Haut streichen. Falls sich eine Zecke festgesetzt hat, fühlt es sich an wie eine keines Stück Schorf, bevor eine Wunde verheilt.
Falls Sie eine Zecke finden, entfernen Sie sie mit einer feinen Pinzette. Fassen Sie dabei die Zecke so nah wie möglich an Ihrer Haut. Zerquetschen Sie sie nicht, denn dabei überträgt die Zecke möglicherweise Bakterien in Ihren Körper.
Die Zecke kann getestet werden. Legen Sie die Zecke in einen kleinen Behälter mit einem angefeuchteten Baumwolltupfer oder einem Grashalm und übergeben Sie sie Ihrem Arzt oder der örtlichen Gesundheitsbehörde.
Quelle:
http://www.lymenet.de
BORRELIOSE BUND DEUTSCHLAND e.V Bundesverband der Borreliose Selbsthilfe
Geschäftsstelle: Grosse Strasse 205, 21075 Hamburg,
Tel: 040 / 7905788 Fax: 040 / 7924249
e-mail:
Hausstauballergie = Allergie gegen Milbenkot
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Hausstaub-Allergiker reagieren in der Regel nicht wirklich auf - Staub - und auch nicht auf - häuslichen Staub - . Und die geplagte Hausfrau kann gar nicht so sehr putzen, daß es nicht doch Staub in der Wohnung gibt - die - Meister-Propper-Werbung - ist reiner Unsinn... Und Hausstaub ist auch nicht immer gleich - die Zusammensetzung kann innerhalb einer Wohnung von einem Zimmer zum anderen variieren.
Hausstaub besteht aus Haaren und Hautschuppen von Menschen und Haustieren, Textilfasern, Federn und - und jetzt wird´s richtig klein und gar nicht mehr - putzbar - - aus Bakterien, Pilzen, Algen, Hausstaubmilben usw.
Grundsätzlich ist jeder der o.g. Bestandteile in der Lage, eine Allergie auslösen. Die meisten Allergiker, die auf Hausstaub reagieren, sind jedoch gegen die Hausstaubmilben allergisch.
Hausstaubmilben kommen bis zu einer Höhe von knapp 2000 m über dem Meeresspiegel in jedem Haushalt vor - da braucht sich keine Hausfrau zu schämen! Denn mit bloßem Auge sind sie schon mal nicht erkennbar. Sie ernähren sich vonBakterien, die wiederum auf menschlichen Hautschuppen - schmatzen - . Besonders beliebte Aufenthaltsorte sind Matratzen und Polstermöbel. Und da Milben auch essen müssen, - entleeren - sie sich auch... Die gut getrockneten Kotteilchen der Milben sind wahrscheinlich wichtigste Auslöser der Staub-Allergie.
Diese winzigen Bällchen sind besonders schwer aus Teppichböden zu entfernen - manchmal ist einfacher den Teppichboden - rauszuschmeißen - - man Allergiker hat danach sein - im positiven Sinne - blaues Wunder erlebt.
Aber mit Hausstaubmilben vergesellschaftete Schimmelpilze, sind wichtige Auslöser von Hausstauballergien.
Hinweise, die Hausstauballergikern helfen können
Das Schlafzimmer soll gut belüftbar, trocken gelegen und frei von Schimmelpilzwachstum sein - die Luftfeuchtigkeit darf höchstens 50 Prozent betragen.
Kopfkissen, Bettdecken und Matratzen sollen aus waschbarem Schaumstoff oder anderem Kunstfasermaterial und stets gut gereinigt und durchlüftet sein. 1 x wöchentlich Bett- und Kissenbezüge wechseln (bei 95 °C waschen).
Raus mit Staubfängern wie Teppichen, Fellen (stehen dem Erstbesitzer sowieso besser!), Bettvorleger.
- Haarige Schönheitspflege - (Kämmen und Bürsten) sollte nicht im Schlafzimmer stattfinden.
Evtl. schwierig in kleinen Wohungen: Benutzen Sie Ihr Schlafzimmer tagsüber (möglichst) nicht als Wohnzimmer.
Man kann die Matratze mit einer undurchlässigen Folie beziehen und täglich feucht abwischen, um die Hautschupppen zu entfernen.
Reinigen Sie die Wände, Decken, Böden usw. häufig und gründlich. Lassen Sie einen fugenlosen Fußboden verlegen: am besten leicht zu reinigender Kunststoffboden, verzichten Sie auf Teppichboden.
Vielleicht finden Sie jemanden, der´s für sie macht; ansonsten, wenn Sie selbst staubsaugen, schützen Sie sich mit einer Maske vor dem Gesicht.
Entfernen Sie Tiere und Pflanzen aus dem Schlafzimmer, allein macht sowieso mehr Spaß...
Verzichten Sie auf Insektenvertilgungsmittel und - Luftverbesserer - .
Die meist ganzjährig auftretenden Beschwerden machen sich besonders an den Atemwegsorganen, der Nase und Augen bemerkbar, z. B. als Husten, Atemnot, Asthma bronchiale, Niesanfälle, Schnupfen, Augenjucken und -tränen. Die heftigsten Beschwerden verspürt der Allergiker bei feuchtwarmer Witterung bzw. am Ende oder Beginn der Heizperiode im Frühjahr und Herbst. Besonders starke Beschwerden (Asthmaanfälle, Atemnot) treten sehr oft im Schlafzimmer morgens nach dem Aufwachen oder beim Bettenmachen auf.
In den meisten Fällen führt Ihr Arzt eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) mit Hausstaubmilbenextrakt durch, da man den Kontakt mit Hausstaubmilben nicht wirklich unterbinden kann. Je nach Beschwerdendauer erhalten Sie 2-3 Jahre in regelmäßigen Abständen eine Allergenlösung injiziert (für Kinder gibt es eine Tropflösung zum Einnehmen), so daß Sie gegen das oder die Allergene unempfindlich werden.
Aufbau der Haut
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Allgemeines
Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Abhängig von der Körpergröße und vom Körpergewicht beträgt ihre Oberfläche 1,5-2 m2 und sie besitzt eine Masse von 3,5-10 kg. Man kann die Leistenhaut von Füßen und Handflächen von der Felderhaut des übrigen Körpers unterscheiden. Die Aufgaben dieses Organs sind vielfältig. Als mechanische und chemische Barriere schirmt sie die inneren Organe von der Umwelt ab. Sie ist Teil des Immunsystems, hält die Wärmeregulation aufrecht und stellt ein Sinnesorgan dar. Zusammen mit den Hautanhangsgebilden wie Haaren, Nägeln, Schweiß- und Talgdrüsen prägt sie aber auch das genetisch bedingt einzigartige Erscheinungsbild des Menschen.
Schichtenaufbau
Den vielfältigen Funktionen der Haut entspricht ihr Aufbau in verschiedenen Schichten. Man unterscheideit die Oberhaut, die Lederhaut und das Unterhautfettgewebe. Der äußerlich sichtbare Teil der Oberhaut besteht aus einer Hornschicht, die von abgestorbenen Zellen gebildet wird. Durch Schuppung und Nachbildung wird sie laufend ersetzt. Aus der Basalzellschicht entsteht über mehrere Stufen der Degeneration laufend eine neue Hornschicht. Die mechanische Festigkeit der Oberhaut rührt vom Zellskellet her, welches aus Bündeln fadenförmiger Eiweiße (Keratine) besteht. Die Zellen untereinander sind durch Haftzonen (Desmosomen) fest miteinander verbunden. In der Basalzellschicht sind Melanozyten, Merkelzellen, Langerhanszellen und T-Lymphozyten eingelagert. Die Melanozyten bilden das Pigment, welches für die Färbung der Haut verantwortlich ist. Die Merkelzellen sind mit Nervenfasern verbunden und vermitteln einen Teil des Tastsinns. Die Langerhanszellen und T-Lymphozyten gehören zum Immunsystem der Haut.
Die sichtbare Leisten- bzw. Felderstruktur der Hornhaut wird durch die fingerförmige Verzahnung von Oberhaut und Lederhaut verursacht. Die Lederhaut enthält Kapillaren und Lymphgefäße zum Abtransport des Gewebswassers. Außerdem befinden sich dort Vater-Pacinische Lamellenkörperchen und Meissnersche Tastkörperchen als Teil der sensiblen Inervation. Die unterste Schicht der Lederhaut besteht aus kollagenen und elastische Faserbündeln, welche für Festigkeit und Dehnbarkeit der Haut verantwortlich sind. Außerdem enthält diese Schicht die Hautanhangsgebilde: Haare, Nägel, Talg- und Schweißdrüsen.
Das darunterliegende Unterhautfettgewebe besteht aus einer festen Anzahl von Fettzellen. Sie enthalten abhängig vom Ernährungszustand unterschiedlich große Fetttropfen. Das Fett dient als Energiespeicher und Wärmeisolator.
Was muß man bei der Hyposensibilisierung beachten?
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Bleiben Sie nach jeder Injektion mindestens 30 Minuten in ärztlicher Kontrolle. Es können gelegentlich allergische Nebenreaktionen auftreten, die Sie sofort dem Arzt mitteilen müssen:
Juckreiz und Schwellung an der Einspritzstelle
Augentränen, Bindehautentzündung
Niesreiz, Niesen, Fließschnupfen, verstopfte Nase
Allgemeiner Juckreiz, Hautrötungen, Nesselsucht
Juckreiz und Brennen im Schleimhautbereich oder an den Hand- und Fußflächen
Hustenreiz, Luftknappheit, Atembeschwerden
Plötzliches Schwächegefühl, übelkeit, Kreislaufbeschwerden
Sollten sich solche Beschwerden erst nach dem Verlassen der Allergie-Ambulanz einstellen, setzen Sie sich bitte sofort mit einem Arzt in Verbindung.
Vermeiden Sie während der gesamten Hyposensibilisierung, vor allem aber unmittelbar vor und nach der Injektion, den Kontakt mit den für Ihre Allergie ursächlichen Stoffen! Ihr Arzt wird Sie hierzu beraten!
Nehmen Sie einige Stunden vor und nach der Injektion keine alkholischen Getränke und keine üppigen Mahlzeiten zu sich!
Vermeiden Sie 24 Stunden vor und nach der Injektion körperliche Anstrengungen.
Berichten Sie vor jeder Injektion Ihrem Arzt, wie Sie die vorangegangene Hyposensibilisierung vertragen haben.
Teilen Sie Ihren Arzt mit, ob Sie seit der letzten Injektion Entzündungen, Schüttelfrost, eine Erkältung, Fieber oder Ihre typischen allergischen Beschwerden hatten oder im Augenblick noch haben.
Bitte teilen Sie dem Arzt alle wichtigen sonstigen Erkrankungen mit, alle Medikamente, die Sie einnehmen, sowie Impfungen, die Sie erhalten haben.
Informieren Sie ihren Arzt über eine bestehende Schwangerschaft.
Halten Sie Ihre Behandlungstermine bitte sorgfältig ein.
Die Behandlungszeit beträgt in der Regel 3 Jahre.
Die Erfolgsquote ist sehr hoch - sie liegt bei bis zu 80%. Als Erfolg wird gewertet, wenn ein Patient nach der Behandlung zumindest deutlich beschwerdefreier ist.
Was ist Vitiligo?
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Vitiligo wurde erstmals vor ca. 3.500 Jahren beschrieben. Die Erkrankung ist relativ häufig, nach Schätzungen sind insgesamt 0,5 - 2,0 % der Weltbevölkerung betroffen, in Nordeuropa rechnet man mit 0,5% Betroffenen.
Jede ärztliche Beratung muß das psychische Leiden eines Vitiligo-Betroffenen berücksichtigen. Eine Aufklärung über die Krankheit ist notwendig. Auch muß der behandelnde Arzt über Wirksamkeit und Risiken einer Vitiligo-Behandlung aufklären. Es ist z. B. keinem Vitiligo-Betroffenen damit gedient, daß bei einer 50%igen Repigmentierung der Vitiligo ein unschöner Kontrast zwischen gesunder und vitiligobetroffener Haut sichtbar ist.
Neben therapeutischen Maßnahmen besteht die Möglichkeit der kosmetischen Abdeckung (Camouflage). Hierdurch wird der störende Kontrast zwischen depigmentierter und normaler Haut abgedeckt. Zur Vermeidung eines Sonnenbrandes sind Sonnenschutzmittel mit hohen Lichtschutzfaktoren im UVA und UVB-Bereich ratsam, da Vitiligo-Betroffene unter extremer Sonnenempfindlichkeit leiden können.
Auslösung der Vitiligo
Die Vitiligo kann im Zusammenhang mit psychischer Belastung, intensiver Sonnenbestrahlung und Verletzungen der Haut (sog. Koebner-Phänomen) auftreten. Auch im Zuge einer Hormonumstellung (Schwangerschaft, Pubertät) wird über den Ausbruch der Vitiligo in Einzelfällen berichtet. Externe Faktoren können somit in der Auslösung der Vitiligo-Erkrankung eine Rolle spielen. Streß kann das Fortschreiten der Depigmentierung beschleunigen.
Ursache der Vitiligo
Häufig findet man in einer Familie mehrere Erkrankte. Die Bereitschaft, eine Vitiligo zu entwickeln, kann somit vererbt werden. Bis heute sind die Ursachen für die Entstehung der Vitiligo sind allerdings immer noch unklar. Drei Hypothesen werden derzeit in Betracht gezogen:
Bei der Autoimmunhypothese wird angenommen, daß körpereigene Substanzen die Pigmentzellen zerstören
Die Hypothese der Selbstzerstörung (Autoaggressionshypothese) der Pigmentzellen beruht auf der Annahme, daß ein Ungleichgewicht von bestimmten Enzymen in der pigmentbildenden Zelle und toxische Produkte der Pigmentbildung zur Zerstörung der Pigmentzellen (=Melanozyten) führen.
Die dritte Theorie ist die Neurogene (nervenbedingte) Hypothese. Durch einen Stoff, der von Hautnerven abgegeben wird, werden die Melanozyten zerstört. Dies könnte z. B. ds beschleunigt Fortschreiten der Vitiligo bei Streß erklären. Bei Streß könnten z. B. diese Nervensubstanzen vermehrt in die Haut abgegeben werden.
Denkbar ist auch eine Kombination der drei genannten Theorien.
Was bedeutet Vitiligo für den Patienten?
Die meisten Vitiligo-Patienten sind außer ihrem Hautleiden körperlich gesund. Recht häufig wird aber eine Schilddrüsenüber- oder unterfunktion, bzw. eine Schilddrüsenerkrankung gefunden. Aus diesem Grund sollten an Vitiligo Erkrankte regelmäßig bezüglich der Schilddrüsenhormone untersucht werden. Sehr selten können mit einer Vitiligo andere Erkrankungen auftreten: sogenannten Permitiöse Anämie, jugendlicher Diabetes mellitus, Nebennierenfunktionsstörungen oder Nebenschilddrüsenunterfunktionen.
Pilz-Therapie
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Pilzinfektionen der Haut …
… sind oft langwierig. Aber sie sind heilbar: mit einer Kombination aus äußerlichen Mitteln und einer guten Hautpflege. Die modernene Pilzmittel in Form von Cremes und Tinkturen sind sehr wirksam – aber nur, wenn sie konsequent angewendet werden. Beachten Sie deshalb genau die Anwendungsvorschriften. Versuchen Sie gleichzeitig, es dem Pilz durch geeignete Hygienemaßnahmen, Schuhe und Strümpfe so ungemütlich wie möglich zu machen.
Der häufigste Fehler bei der Behandlung von Fußpilz: Man hört zu früh mit der Therapie auf. Die Beschwerden verschwinden oft schon nach wenigen Tagen, die Haut erscheint oberflächlich wieder intakt. Oft sind aber noch Erreger in der Haut, die nach zu frühem Abbruch der Behandlung wieder aktiv werden können und das Spiel beginnt von vorn.
Behandeln Sie Ihren Fußpilz deshalb noch mindestens zwei Wochen über den Zeitraum hinaus, an dem Sie äußerlich keine Hautveränderungen mehr erkennen können. Das schützt Sie vor einem baldigen Rückfall.
Nagelpilze …
… sind besonders zäh und ausdauernd. Ihnen ist oft nur mit einer Kombinationstherapie und einer speziellen Nagelpflege beizukommen. Und dabei ist Ihre Mithilfe und Geduld gefragt.
Es dauert Monate, bis der Nagel wieder gesund nachwächst. Je älter ein Mensch ist, desto langsamer wächst der Nagel und desto länger dauert die Therapie.
Nagelpilze befallen immer nur den unteren Teil der Nagelplatte und das Nagelbett, so dass es schwierig ist an den Erreger mit Wirkstoffen heranzukommen. Eine rein äußerliche Therapie ist deshalb bei fortgeschrittenem Befall wenig erfolgversprechend.
Die Kombinations-Therapie
Die Pilzbehandlung richtet sich natürlich auch danach, wie stark Ihre Nägel schon infiziert sind. Früher hat der Arzt stärker befallene Nägel vollständig entfernt. Das Abziehen der Nägel diente dazu, den Erreger im Nagelbett direkt mit Pilzmitteln erreichen zu können. Heute nehmen die meisten Mediziner von dieser radikalen Methode Abstand, weil es andere unblutige Möglichkeiten der Nagelerweichung gibt.
Für die Nagelpilztherapie gibt es folgende Therapiemöglichkeiten:
1. äußerliche Pilzmittel (Externa)
Die meisten modernen Pilzmittel, die Sie äußerlich auftragen, sind so genannte Breitspektrum-Antimykotika, die gegen sämtliche Pilz-Erreger von Haut- und Nagelpilz wirken. Das hat den Vorteil, dass Sie den Erreger nicht genau kennen müssen. Die Mittel werden von den Pilzfäden aufgenommen und blockieren dort den Stoffwechsel, so dass der Pilz schnell abstirbt.
Der Nachteil ist, dass Sie mit den Salben an den Erreger nur dann herankommen, wenn Sie die betroffenen Nägel entsprechend vorbereiten (s. Nageltoilette).
- Nagelmykosen einfach weglacken - war der Werbeslogan eines Nagellackherstellers. So einfach geht es leider nicht. Zwar dringen die Anti-Pilz-Lacke stärker in den Nagel ein als Salben, Wundermittel sind sie aber nicht. Wenn ein Nagel mehr als 80 Prozent von vorne befallen ist, wirkt der Lack nicht ausreichend. Lassen Sie sich deshalb von Ihrem Hautarzt beraten, welches Mittel für Sie das richtige ist.
Hinweis: Ein äusserliches Anti-Pilz-Präparat hat keine Wirkung, wenn Sie es einfach auf die Nagelplatte auftragen. Der Pilz sitzt nämlich in den weicheren, feuchten Schichten der unteren Nagelplatte und des Nagelbetts. Die Oberfläche eines infizierten Nagels ist meist gesund und durch die gesunde oberste Schicht dringt kein Wirkstoff.
Was sind Antimykotika?
Antimykotika sind pilztötende Antibiotika. Während die bakterienabtötenden Antibiotika meist nur ein bis zwei Wochen genommen werden (bakterielle Infektionserreger sind schon nach einigen Tagen abgetötet), müssen Sie Tabletten gegen Nagelpilz immer mehrere Monate (zum Teil als Intervallbehandlung mit längeren Pausen) einnehmen, damit eine wirksame Menge in das Nagelbett gelangt.
Gängige Anti-Pilz-Wirkstoffe im überblick
Zur äußerlichen Anwendung als Creme oder Lösung: Clotrimazol, Ketoconazol, Bifonazol
Zum Einnehmen: Itraconazol, Terbinafin.
2. Antimykotika zum Einnehmen
Eine Behandlung mit Tabletten ist nötig, wenn einer der Nägel schon bis zum hinteren Nagelwall befallen ist. Hier ist eine Heilung mit äußerlichen Mitteln alleine unwahrscheinlich, weil sie an die Erreger unter dem hinteren Nagelwall nicht herankommen. Obwohl die Verträglichkeit der Antimykotika in den vergangenen Jahren sehr verbessert wurde, gehen Sie immer das Risiko von Nebenwirkungen ein. Da die Pilztöter in der Leber verstoffwechselt und über die Niere ausgeschieden werden, sind beide Organe während der Behandlung stärker belastet. Es macht daher Sinn, die Tablettenbehandlung mit einer intensiven äußerlichen Therapie zu begleiten, um die Dauer der Einnahme so kurz wie möglich zu halten.
3. Die Nageltoilette
Hier sind Sie gefragt. Bei der Nageltoilette geht es darum, die befallenen Nagelschichten vollständig zu entfernen und so wegzuschneiden, dass Sie mit den Salben an die Erreger herankommen. Das ist möglich, weil bei pilzbefallenen Nägeln die untere Schicht der Nagelplatte zerstört ist. Der Nagel ist unterhöhlt und nicht mehr mit dem Nagelbett verwachsen. Deshalb können Sie mit einem entsprechenden Werkzeug das krümelige Gewebe unter dem Nagel wegkratzen und die unterhöhlten Nagelplattenteile schmerzlos abschneiden. Das Ziel: es sollen keine pilzbefallenen Stellen mehr zurückbleiben. Damit es etwas bringt, sollten Sie die Prozedur – je nach Befall – zweimal pro Woche wiederholen.
Praktisch sind das drei Arbeitsgänge:
1. Unterhöhlen (mit einem Nagelhautschieber)
2. Abschneiden (mit einer Nagelzange)
3. Nachfeilen.
Fragen Sie den Arzt, der bei Ihnen die Pilzbehandlung durchführt, wie Sie genau vorgehen sollen. Er kann Ihnen am besten raten, welche Methode am geeignetsten ist.
Pilze naturheilkundlich bekämpfen?
Das ist praktisch unmöglich, weil die Naturheilkunde keine Mittel gegen Mykosen kennt. Denkbar ist höchstens eine zusätzliche Begleitbehandlung.
Therapiemöglichkeiten bei Allergien
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Man sollte sich so früh wie möglich in ärztliche Behandlung begeben.
Salbe, Creme oder Lotio?
Bei einer allergischen Reaktion der Haut wird üblicherweise eine Salbe, eine Creme oder eine Lotio zur Therapie verwendet. Das Ziel einer solchen lokalen Behandlung ist die Verringerung der anormalen Aktivität des Immunsystems und den Juckreiz zu mindern. Folglich müssen entsprechende Wirkstoffe (z.B. Cortison) in solchen Medikamenten enthalten sein. Würde man die die antiallergischen Substanzen nur in Wasser lösen, so wäre das dosisgerechte Auftragen auf die Haut sehr schwierig und das Medikament würde nicht lange genug auf der betroffenen Hautstelle haften können. Die Wirkung der Therapie wäre somit nicht sichergestellt. Also muß man Medikamente für die Haut - weniger flüssig - und damit besser haftbar machen. Hierfür bieten sich öle und Fette an. Spezielle Stärke oder Cellulose wären ebenfalls gute Verdickungsmittel, würden für Bakterien aber einen hervorragenden Nährboden schaffen. Sie müßten auch schon aus diesem Grund kurze Zeit später abgewaschen werden, was eine zusätzliche Reizung bedeuten würde.
Und es gibt noch einen anderen wichtigen Punkt. Da die betroffenen Hautstellen durch die allergische Reaktion geschädigt sind und keinen ausreichenden Fettschutzmantel mehr ausbilden können, wird die Haut unelastisch oder durch zu viel Feuchtigkeit weich. In solche geschädigten Hautbereiche können Bakterien aus - gesunden - Hautnachbargebieten eindringen und sich übermäßig ausbreiten (dort werden die Erreger bekanntlich durch den natürlichen Hautschutz unter Kontrolle gehalten). Es kommt zu einer zusätzlichen Entzündung, die eine Abheilung verzögern wird und zu weiteren Schäden führt. öl oder Fett kann hier ausgleichend wirken.
Was ist der Unterschied zwischen Salbe, Creme und Lotio?
Eine Salbe enthält kein Wasser. Da ein öl zu flüssig wäre, muß ein Fett verwendet werden. Rein theoretisch könnte man jedes Fett nehmen, doch werden viele relativ schnell ranzig (Oxidation) und damit hautunverträglich. In vielen natürlichen Fetten sind auch Stoffe enthalten, die selbst hautunverträglich sind und daher als Heilmittel-Grundstoff ausfallen. Eine Lösung heißt - Vaseline - , ein mineralisches Fett mit hohem Reinheitsgehalt, das wasserfrei ist und sich auch bei Luftkontakt nicht verändert. Da kein Wasser in einer Salbe enthalten ist, können sich auch keine Bakterien entwickelt und der Zusatz von Konservierungsstoffen ist nicht notwendig.
Eine Creme enthält spezielle öle und gereinigtes Wasser. Da sich ein öl und Wasser bekanntlich nicht dauerhaft mischen lassen, sind Emulgatoren und Konsistenzgeber(z.B. ein spezielles Wachs) als Zusatz notwendig. Der öl-Anteil kann variieren. Und da Wasser grundsätzlich ein Bakterien-Wachstum erlaubt, ist der Zusatz eines Konservierungsstoffes notwendig. Viele Emulgatoren und Konservierungsstoffe besitzen einen unangenehmen Eigengeruch, der sich durch Zusatz von Parfümölen - maskieren - läßt. Für medizinische Produkte sind solche chemischen Geruchs-Korrekturen, wegen der möglicher Risiken, nicht erlaubt. Daher riechen medizinische Cremes immer mehr oder weniger stark nach - Chemie - .
Ein Lotio ist eigentlich eine Milch. Es gelten die gleichen Regeln für die Herstellung wie für Cremes, d.h. es sind Emulgatoren und Konservierungsstoffe notwendig. Der hohe Anteil an Wasser hat allerdings auch einen Vorteil. Wenn Wasser auf der Haut verdunstet entsteht die sog. Verdunstungskälte, und damit empfindet der Patient ein positives Gefühl. Diese Wirkung ist allerdings nur von kurzer Zeitdauer, trotzdem aber angenehm. Weiterhin lassen sich Lotionen auf einer großen Fläche besser als Salben oder Cremes auftragen.
Wann eine Salbe, wann eine Creme oder Lotio? Auf trockene, rissige Hautstellen gehört Salbe. Auf - feuchte - Allergiebereiche wird eine Creme oder eine Lotion aufgetragen. In besonders schwierigen Fällen kann die betroffene Hautstelle zusätzlich mit einer Folie abgedeckt werden, damit der Wirkstoff besser einzieht (und sich nicht in der Kleidung verteilt).
Es kann aber auch zu Problemen mit Salben kommen, wenn man diese vor dem Schlafengehen aufträgt. Salben lassen nur sehr wenig Feuchtigkeit aus der Haut nach außen dringen und bedingen daher eine leichte Hauterwärmung. Tagsüber ist dieses kein Problem. Unter der warmen Bettdecke kann es dann aber zu einem Hitzestau an der Allergiestelle kommen und der Juckreiz verstärkt sich. Besonders Hände und Füße sind betroffen.
Wenn Sie bei sich Anzeichen einer Allergie vermuten, gehen Sie zum Arzt. Ihr Hausarzt wird Sie vermutlich zu einem Allergologen schicken. Dieser kann und wird verschiedenen Allergietests bei ihnen vornehmen und Sie aufgrund der Testergebnisse (hoffentlich optimal) beraten.
Und er wird Ihnen eine für Sie individuell geeignete Therapie vorschlagen.
Die Allergietestung
Sind für den Arzt die Symptome nicht eindeutig für eine ganz bestimmte Allergieform, kann eine Blutuntersuchung weiteren Aufschluß geben.
U.a. wird der Allergologe bei Ihnen Hauttests (sog. Reib- oder Pricktests; Allergene werden bei diesem Test kontrolliert auf Ihre Haut aufgebracht) zeigen einen positiven Befund durch an der untersuchten Hautstelle. keine Angst, es tut nicht weh...
Darüber hinaus wird er evtl. sog. Provokationstests durchführen. Bei ihnen wird untersucht, ob die in ersten Tests festgestellte Empfindlichkeit tatsächlich zu einer Allergie führt. Bei Nahrungsmittel-Allergien wird man evtl. eine - Suchdiät - durchführen. Das geht so vor sich, daß nach einer Phase, in der Sie allergenfreie Kost essen, immer weitere Nahrungsmittelgruppen zu sich nehmen, bis Allergie-Symptome auftreten.
Behandlungsmöglichkeiten von Allergien
Bestimmte allergieauslösende Stoffe können wahrscheinlich vermieden werden; um Haustiere und unbekömmliuche Nahrungsmittel, Chemikalien können Sie evtl. einen Bogen machen. Pollen oder Insekten können Sie in Ihrem Leben dagegen kaum vermeiden.
Da insgesamt allergieauslösende Stoffe nur teilweise gemieden werden können, bleibt für alle anderen Fälle nur die ärztliche Behandlung.
Für akute Allergie-Beschwerden stehen dem Arzt Medikamente zur Verfügung, die je nach Schwere der Erkrankung verschrieben werden. Sie können aber nur Symptome zu lindern und nicht eine Allergie wirklich heilen.
Warum reicht eine Behandlung der Allergie aber - an die Wurzel des überls - packen? Heute weiß man, daß bei etwa 30% der Atemwegs-Allergiker nach 8-10 Jahren die Entzündung auf die tieferen Atemwege übergeht - im schlechtesten fall wird aus dem (noch harmlosen) - Heuschnupfler - ein (schwerkranker) Asthmatiker!
Die Hyposensibilisierung ist die einzige dem Arzt zur Verfügung stehende Therapie, mit der er eine Allergie - an die Wurzel packen - kann. Im Rahmen einer Hyposensibilisierung gewöhnt sich der Körper langsam an allergieauslösende Substanzen und es kommt nicht mehr zur Ausbildung allergener Symptome. Eine Hyposenibilisierung ist bei solchen Allergieformen zu empfehlen, deren Auslöser im Alltag nicht zu meiden sind, wie z.B. Pollen, Milben, Schimmelpilze.
Die landläufige Meinung, - der Heuschnupfen (von Kindern) wachse sich später schon noch aus - , ist übrigens falsch. Nicht hyposensibilisierte Kinder laufen immer Gefahr, später an Asthma zu erkranken.
Bei einer Hyposensibilisierung werden allergischen Personen die ihre Gesundheit beeinträchtigenden Allergene in steigender Dosierung so lange verabreicht, bis sie darauf nicht mehr oder zumindest kaum noch mit Beschwerden reagieren. Nachdem der Arzt durch die Tests weiß, um welche Allergie es sich bei Ihnen handelt und die Hyposensibilisierungslösungen (die übrigens speziell für Sie zubereitet werden) bereitgestellt sind, kann - es dann endlich losgehen - .
Auszüge aus einer Information zur Hyposensibilisierung für Patienten der Dermatologischen Klinik der Universität Bochum - dort finden Sie übrigens noch mehr ähnlich aufgemachte Informationen
PUPP-Syndrom, Schwangerschaftsausschlag
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Die Hautausschläge beginnen meistens vereinzelt im Bereich des Bauches oder Unterleibes. Es kommt zu Papeln, Quaddeln und plattenartige Hautveränderungen (Plaques). Später treten regelrechte Ausschläge auf. Diese können den Rumpf und auch die rumpfnahen Bereiche von Armen und Beinen überziehen. Die Plaques jucken einige Tage sehr stark, bevor sie wieder weggehen. Gleichzeitig werden ständig neue Plaques gebildet.
Die Schwangerschaft wird nicht behindert. In vielen Fällen leiden die betroffenen Frauen vor Ausbruch des PUPP Syndroms unter nicht näher qualifizierbarem Juckreiz. Die Schwere des PUPP Syndroms ist individuell sehr unterschiedlich. Immer beginnen die Beschwerden in der zweiten Schwangerschaftshälfte und klingen nach der Geburt wieder ab. Die Schwangerschaft selbst und das Kind werden nicht beeinträchtigt. Auch andere Symptome, als die schon beschriebenen, kommen selten vor.
Die Ursachen kennt man nicht genau. PUPP kann die gesamte zweite Hälte der Schwangerschaft anhalten. Das Wiederauftreten bei einer erneuten Schwangerschaft ist nicht zwangsläufig, aber doch wahrscheinlich.
Behandelt wird das PUPP Syndrom mit lokal unzuwendenden Schüttelmixturen. Auf der Basis einer Creme, können außerdem schwach wirksame Steroide verordnet werden.
Pollenallergiker - viele sind auf dem Weg vom Heuschnupfler zum Asthmatiker
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Die Erkrankungen sind saisonal begrenzt. Die Beschwerden treten in der Blütezeit der windbestäubten Gräser, Bäume und (Un-)Kräuter auf, von Frühling bis Sommer. Die wichtigsten Allergieauslöser sind Birke-, Erle-, Hasel-Pollen, verschiedene Gräser- und Roggenpollen sowie die Pollenkörner der Kräuter Beifuß und Wegerich.
Die Pollenkörner windbestäubter Pflanzen sind in deren Blütezeit in hohen Konzentrationen in der Luft; vom Wind können sie bei trockenem Wetter mehrere Hundert Kilometer weit getragen werden. Bei Kontakt mit der Schleimhaut der Augen oder Atemwege führen sie beim Pollen-Allergiker in kurzer Zeit zu den bekannten Symptomen - Augentränen, Niesen, Fließschnupfen, Husten oder auch Atemnot.
Ratschläge für Pollenallergiker
Halten Sie sich in den Pollen-reichen Monaten Mai bis Juli möglichst wenig im Freien auf. Unternehmen Sie keine Ausflüge durch die Wiesen und Getreidefelder, und wenn´s doch sein muß, nicht gerade in den Vormittagsstunden an sonnigen, windigen Tagen.
Schleßen Sie die Fenster Ihres Schlafzimmers oder schließen Sie diese vor 4 Uhr morgens, da die Pflanzen offensichtlich - Frühaufsteher - sind, denn der Pollenflug setzt bereits um diese Zeit ein.
Seien Sie nicht zu sportlich: Unterlassen Sie Radfahren, Laufen oder andere sportliche Betätigungen in freier Natur; betreiben Sie Sport eher im Stadtgebiet oder in Turnhallen.
Fahren Sie nicht elegant mit einem Arm imm offenen fenster Auto: halten Sie beim Autofahren die Fenster geschlossen und schalten Sie die Lüftung aus
So unangenehm die Symptome einer Pollenanllergie (im Volksmund Heuschnupfen genannt) auch sein mögen - richtig gefährlich wird es für ein Drittel der Heuschnupfler ca. 10 Jahre nach Auftreten der ersten allergischen Erscheinungen: dann haben sie nämlich eine - gute Chance - Asthma zu entwickeln. Deshalb gilt, daß man Heuschnupfen heute nicht mehr - auf die leichte Schulter nehmen darf. Der Heuschnupfen kann der Einstieg in die wirklich scherwiegende Krankheit Asthma sein. Deshalb: gehen Sie zum Arzt und lassen Sie sich nicht nur Präparate gegen die symptome verschreiben. lassen Sie sich zum Allergologen überweisen und lassen Sie sich von diesem kompetent beraten. In vielen fällen wird er Ihnen zu einer De- oder Hyposensibilisierung raten... und diese Therapie ist derzeit die einzige, die Heuschnupfen tatsächlich heilen kann.