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Diodenlasern
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Beim Diodenlaser zur Enthaarung werden relativ selektiv die Haarfollikel zerstört. Dies funktioniert aber nur bei dunklem Pigment - also z.B. nicht bei Blonden (Mischwirkung Farbe/ablativ)Die therapeutische Wirkung z. B. des Diodenlasers beruht auf selektiver Photothermolyse. Die Enthaarung erfolgt derart, dass die Energie des Laserlichtes in der Lederhaut vor allem von dem im Haar befindlichen Melanin absorbiert wird.
Die Lasertherapie
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Eine Laser-Therapie hat viel Vorteile ist aber trotzdem keine Wunderwaffe und wird häufig in den Medien überbewertet.
Insbesondere die Dermatologie ist das Fachgebiet in der Medizin, die eine genaue Kenntnis der normalen Ausbildung der Haut, aber auch ihrer krankhaften oder alterungsbedingten Veränderungen hat. Der Einsatz von Lasersystemen hat insbesondere in den letzten Jahren eine rapide Zunahme erfahren. Da die Behandlung mit den verschiedenen Lasersystemen ein wesentlicher Bestandteil unserer täglichen Arbeit ist, geben wir Ihnen nachfolgend einige Informationen über die Laser.
Was ist ein Laser? Das Wort LASER ist eine Abkürzung für “Light Amplification Stimulated Emission Radiation†(engl.) und beschreibt einen sehr energiereichen Lichtstrahl von definierter Farbe.
Mit verschiedenen anregbaren Gasen lassen sich Laser mit unterschiedlicher Farbe oder Wellenlänge bauen (infrarot: CO²-Laser, Nd:YAG-Laser, gelb-grün: Farbstofflaser, blau-grün: Gefäßlaser, violett: Excimerlaser), die in Abhängigkeit von physikalischen Parametern des Laserstrahles (Farbe/Wellenlänge in nm, Intensität (Watt/cm²), Pulslänge in ms und der Hautbeschaffenheit (Dicke der oberen Hautschichten, Lokalisation, Farbe und Wärmeleitfähigkeit der behandelten Hautstrukturen, z. B. Bindegewebe, Haare, Talg- und Schweißdrüsen, Gefäße) eine Verschorfung, Verbrennung oder Verdampfung hervorrufen.
Die biologische Wirkung des Laserstrahls beruht auf dessen Umwandlung in thermische Energie (Wärme). Der Impuls bzw. der zeitliche Ablauf der Energieabgabe erfolgt kontinuierlich, gepulst oder ultrakurz gepulst (Q-switch). Je kürzer der Impuls, desto geringer die thermische Wirkung im Gewebe.
Nach der Laser-Therapie finden in der Haut normale Umbau- und Reparaturprozesse statt. Die richtige Behandlungsdosis ist abhängig von der Hautdicke an unterschiedlichen Körperstellen und muss vom behandelten Arzt durch eine Probelaserung ermittelt werden. Sofern die gewählte Dosis ausreichend war, werden die Veränderungen in den gelaserten Arealen nicht mehr sichtbar. Auch die Behandlung von Pigmentflecken und Tätowierungen basiert auf einem ähnlichen Prinzip. Auch hier wird relativ selektiv eine bestimmte Farbe behandelt.
Welche Nebenwirkungen können auftreten? Rötung und Schwellung.
Die Haut wird nach einer Laserbehandlung etwas gereizt und besonders empfindlich sein. Eventuell treten an den gelaserten Arealen Rötungen und leichte Schwellungen auf, die bald wieder abklingen. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, direkt nach der Behandlung Kältepackungen auf die Haut aufzutragen, um eine Schwellung zu unterdrücken.
Krusten Grundsätzlich können nach Laserbehandlungen Krusten entstehen. Diese müssen von alleine abfallen, weil sonst eine Narbe entsteht! Nach der Behandlung mit bestimmten Energiedichten wird das zerstörte Gewebe als Kruste durch die Haut “hindurchgeschleust†und anschließend wieder verschlossen. Während dieses Vorganges dürfen Sie die Kruste nicht abknibbeln, da sonst der Durchschleusungsvorgang mit einer Narbe endet. Während des Krustenstadiums sollten die gelaserten Areale nicht zu lange mit Wasser in Kontakt kommen (wie z.B. bei Vollbädern), da sich diese ansonsten infizieren können. Auch auf Cremes sollte verzichtet werden, weil dadurch das vorzeitige Ablösen der Krusten beschleunigt werden könnte.
Durch Ihr Verhalten können Sie die Narbenbildung und damit das kosmetische Ergebnis nach Abfallen der Krusten wesentlich beeinflussen. Während der Krustenperiode finden an dieser Hautstelle Umbauprozesse statt. Es ist bekannt, dass bei allen Umbauprozessen (“Baustellenâ€) in der Haut die Empfindlichkeit und Reaktion der Pigmentzellen nicht vorhersagbar ist. Dieser Umbauprozess ist nach ca. 6 Wochen abgeschlossen. Die Gefahr der über- oder Unterpigmentierung besteht übrigens bei jeder Narbe, unabhängig von einer Laser-Therapie.
Narben Bei jedem medizinischen Eingriff können Narben auftreten. Es hat sich jedoch gezeigt, dass Narbenbildungen im Rahmen von Laserbehandlungen extrem selten sind. Patienten, die zu überschießender Narbenbildung neigen, sollten von einer Laserbehandlung Abstand nehmen.
Vorerkrankungen
Sie sollten unbedingt vor der Laser-Behandlung über Ihren Gesundheitszustand berichten, insbesondere über vorhandene Allergien, Hauterkrankungen, innere Erkrankungen, z. B. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Epilepsien, etc., des weiteren über eine Medikamenteneinnahme.
Medikamente
Da bei bestimmten Laser-Behandlungen, z. B. Skin-Resurfacing, ein Infektionsrisiko gegeben ist, müssen Sie vorbeugend Medikamente gegen virale und bakterielle Infektionen einzunehmen (3 X Aciclovir 400 sowie z.B. 2 X Elobact 250). Sie nehmen diese Medikamente am Tag vor bis eine Woche nach der Behandlung ein.
Sport
Vorsicht bei allen Aktivitäten, die die Hautdurchblutung stark fördern, wie z. B. Jogging, Aerobic, aber auch Sauna und sehr heißes Baden (ggf. erst nach einigen Tagen). Besonders nach der Behandlung von Blutgefäßen (z.B. geplatzten äderchen, Besenreisern, Feuermalen) sollte auf körperliche Anstrengung verzichtet werden.
Körperpflege
Sollten Krusten oder Rötungen entstehen, dürfen diese vorsichtig mit Make-up abgedeckt werden. Am Abend bzw. am Tag nach der Laser-Therapie können Sie wieder duschen (nicht heiß!), dabei sollten die behandelten Stellen nur trockengetupft, auf keinen Fall abgerieben werden. Nach dem Duschen können Sie Ihre Haut mit Ihren üblichen, vorzugsweise parfümfreien Cremes oder Lotionen pflegen.
Sonnenschutz
Um hässlichen Pigmentflecken vorzubeugen, muss vor, während und 6 Wochen nach der Laserbehandlung direkte UV-Exposition (Sonne, Solarium) gemieden werden und ggf. Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor aufgetragen werden. Um dem Entstehen von Hyperpigmentierungen (braunen Pigmentflecken) vorzubeugen, beginnen wir die Therapie nur im ungebräunten, blassen Hautzustand.
Wir empfehlen daher, eine Laser-Therapie nicht direkt vor oder nach einem Urlaub oder eine Therapie in ungeschützter Hautregion (z.B. Gesicht) während des Sommers vorzunehmen. Hier sind sonnenarme Jahreszeiten für eine Behandlung besser geeignet. Auch auf die Anwendung von sog. Selbstbräunern sollte während der Therapie verzichtet werden.
Durch Einhalten dieser Vorsichtsmaßnahmen wird gewährleistet, dass Sie maximal von der Laser-Behandlung profitieren können.
Wann ist eine Laser-Behandlung nicht geeignet? Braune Pigmentflecken, die nicht eindeutig als gutartige Hautveränderungen (z. B. Altersflecken, Sommersprossen) zu diagnostizieren sind, sollten nicht mit dem Laser, sondern operativ entfernt und feingeweblich untersucht werden. Hypopigmentierte (helle, weißliche) Flecken auf dunkler Haut können nicht behandelt werden.
Abstehende Ohren
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Abstehende Ohren sind die am häufigsten vorkommenden Fehlbildungen der Ohren. Im Gegensatz zum fernen Osten, wo sie oft als Zeichen von Klugheit und Wohlstand betrachtet werden, wirken abstehende Ohren in unserer westlichen Welt eher belustigend und reizen andere Kinder zu Hänseleien. Abstehende Ohren verursachen häufig psychische Störungen, da diese Fehlbildungen bei Kindern Scham und Minderwertigkeitsgefühle auslösen können. Abstehende Ohren sind in der Regel durch eine angeborene Verformung der Ohrknorpel oder durch eine asymmetrische Entwicklung einzelner Knorpelteile bedingt. Mit einer Operation lässt sich der Ohrknorpel neu formen und das Ohr anlegen. Dieser Eingriff kann in jedem Alter vorgenommen werden. Da der Eintritt in die Schule ein wesentliches Ereignis für die Kinder darstellt, sollte aus psychischen Gründen eine operative Korrektur vor Schuleintritt, spätestens aber zum 10. Lebensjahr erfolgen. Abstehende Ohren anlegen – die Operation Wie können ärzte abstehende Ohren anlegen? Da bei den abstehenden Ohren meist die Hauptfältelung der Ohrmuschel, die so genannte Anthelix, entweder zu schwach ausgebildet ist oder gar ganz fehlt, muss der Ohrknorpel neu geformt und in dieser neuen Form fixiert werden. Gelegentlich handelt es sich um eine kombinierte Fehlbildung, an denen auch andere Teile des Ohres beteiligt sind. Technik: Der Ohrmuschelknorpel wird von einem weitgehend verdeckten Schnitt innerhalb des Ohrmuschelrandes freigelegt und mit einem feinen Diamantschleifkopf ausgedünnt, bis sich der Knorpel in die gewünschte Form legt und dann mit 3-4 feinen U-Nähten fixiert wird. Das fehlende Relief wird im wesentlichen nach Entfernung eines ellipsenförmigen Hautstreifens an der Ohrmuschelrückseite, sowie gezielte Einschnitte in den Knorpel und diversen Knorpelnähten wiederhergestellt. Anschließend wird die Haut mit einer fortlaufenden Naht verschlossen. Sollte allein mit dieser Technik die Ohrform nicht ausreichend zu korrigieren sein, kann von einem zusätzlichen Schnitt an der Rückseite der Ohrmuschel eine weitere Verkleinerung erfolgen. Die Operation kann bei Erwachsenen und Schulkindern unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Sollten Sie jedoch für sich oder Ihr Kind eine Vollnarkose bevorzugen, müssen entsprechende Voruntersuchungen für die Anästhesie am Vortag in der Klinik durchgeführt werden. In einem Vorgespräch wird Ihnen der Narkosearzt alle notwendigen Erläuterungen geben. Kinder und Erwachsene, die in örtlicher Betäubung operiert werden, kommen am Tag der Operation in die Klinik und können am Tag nach der Operation die Klinik wieder verlassen. Wenn keine Komplikationen auftreten, kann der Eingriff auch ambulant ausgeführt werden. Der Patient liegt in Rückenlage mit leicht erhöhtem Kopf. Nach einer desinfizierten Waschung des Gesichtes sowie des Haaransatzes werden die Haare und der übrige Körper bis zum Hals mit sterilen Tüchern abgedeckt. Ihr Gesicht bleibt dabei frei. Für die örtliche Betäubung ist ein kleiner, kaum schmerzhafter Einstich hinter dem Ohrläppchen erforderlich. Zusätzlich wird die Haut in der Ohrmuschel betäubt. Der Hautschnitt und die Nähte sind nicht zu spüren, beim Einschleifen des Knorpels hören und spüren Sie ein summendes Geräusch. Nach Formung des Ohrknorpels und Fixierung mit bleibenden durchsichtigen Nähten wird die Hautwunde mit einer fortlaufend genähten Naht verschlossen. Bei beiderseits abstehenden Ohren wird zunächst eine Seite, dann die andere fertig gestellt. Der Eingriff dauert etwa 50 Minuten. Im Anschluss an die Operation werden beide Ohren mit Pflasterzügel fixiert, auf welche ein Mützenverband kommt. Erwachsene können gleich ein breites Stirnband tragen. Risiken und Komplikationen Risiken: Leiden Sie unter Allergien wie z. B. gegen Medikamente, Wasch-, Desinfektionsmittel oder Pflaster, haben Sie andere bekannte Krankheiten, nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein, so müssen Sie uns dies unbedingt mitteilen. Neigen Sie zu auffälligen blauen Flecken oder haben sie anhaltende Blutungen nach Bagatellverletzungen erlebt, so sollte eine Gerinnungsstörung vor der Operation durch eine spezielle Untersuchung unbedingt ausgeschlossen werden. Mögliche Komplikationen: Trotz größter Sorgfalt können während oder nach dem Eingriff vereinzelt Komplikationen auftreten. Sollten Sie starke Schmerzen nach der Operation haben, so kann dies auf einen zu engen Verband oder auf einen Bluterguss hinweisen. Dies muss dann vom Arzt kontrolliert werden. Ein Bluterguss kann in den meisten Fällen punktiert werden und erfordert nur in Ausnahmefällen eine nochmalige Operation. Eine vorübergehende Störung der Berührungsempfindung ist normal und verschwindet nach einiger Zeit von selbst. Sehr selten entsteht bei entsprechender Veranlagung in der Narbe eine Narbenwucherung, ein sog. Keloid, das sich durch eine dicke, wulstige, verfärbte, schmerzhafte und juckende Narbe darstellt. Hier helfen Cortison-Injektionen, Druckverbände und eine spätere operative Entfernung, die jedoch mit dem Risiko des Widerauftretens des Keloids verbunden ist. In seltenen Fällen kann es zu einer Infektion der Wunde oder des Ohrknorpels kommen, wodurch eine Heilungsverzögerung auftritt. Sehr selten ist die Schädigung von Haut oder Knorpel durch Störung der Blutversorgung. Das Risiko ist erhöht, wenn bereits frühere Eingriffe am äußeren Ohr durchgeführt wurden. Meist heilen diese Stellen spontan ab. Operative Defektdeckungen sind selten erforderlich. Alle operativen Maßnahmen erfordern die Durchtrennung feiner Hautnerven, was zu Gefühlsminderung oder Missempfindung besonders bei Kälte führen kann. Dies bildet sich langsam über mehrere Monate zurück, kann in Einzelfällen aber auch anhaltend sein. Bei der seltenen Unverträglichkeit des Fadenmaterials kommt es zur Abstoßung des Fadens und damit zu einem erneuten Abstehen des Ohrmuschelrandes. Die kosmetischen Ergebnisse nach einer Ohrmuschelkorrektur sind meistens gut. Kein Ohr gleicht dem anderen, weder vor noch nach der Operation. So kann z. B. das eine Ohr größer sein als das andere und weiter abstehen. Auch das Knorpelgerüst kann anders aufgebaut sein als das andere. Auch nach dem Eingriff kann sich das Ergebnis durch Narbenbildung oder durch Rückstellkräfte des Knorpels noch verändern, so dass erneut eine Deformierung der Ohrmuschel auftreten kann. Durch einen zweiten operativen Eingriff können die Ergebnisse in solchen Fällen nochmals korrigiert werden.
Dermabrasion - rein mechanische Abschleifung
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Dermabrasion ist eine Methode zur Behandlung der Oberhaut und eine Therapiealternative z.B. zum Laser Peeling und Chemical Peeling. Obwohl diese Methode durch die Laserchirurgie an Bedeutung verloren hat, gibt es noch Indikationen, bei denen sie von erfahrenen ärzten erfolgreich eingesetzt werden kann. Auch eine Knollennase kann damit besser korrigiert werden, wobei Nachteile wie postoperative blutige Wunden durch eine schnellere Abheilung in den Hintergrund treten. Die etablierte Methode der hochtourigen Dermabrasion, bei den Rotationsinstrumenten mit Umdrehungszahlen bis zu 60.000 pro Minute, kann kosmetisch störende Krankheitsbilder wegfräsen. Das Verfahren ist heute eine Standardmethode der operativen Fächer und besitzt eine breite Indikationspalette. Es gibt die chemischen, mechanischen, elektrischen und Laserabtragungen. Alle habe dasselbe Ziel – Ihr Hautbild zu verbessern. Sie unterscheiden sich grob in der Präzision, Intensität und im Preis.
Indikationspalette - ausgebrannte Akne (Gesicht) - Knollnase - konnatale Pigmentnaevi (Muttermalen bei Säuglingen) - flächenhafte Lentigines simplices (braune Verfärbung im Hautniveau) - seborrhoische Keratosen (Alterswarzen) - Teleangiektasien (Gefäßerweiterungen) - Unfallnarben - Fremdkörpereinsprengungen - Schmucktätowierungen - Lippen-Fältchen - Hauterkrankungen
Dermabrasion: die Technik Zum Schleifen werden in erster Linie Diamant-Fräsen verwendet. Ferner stehen Karborund-Fräsen sowie Metall und Nylon-Bürsten für spezielle Indikationen und Lokalisationen zur Verfügung. Diese Zubehörteile liegen in verschiedenen Größen, den Körperregionen entsprechend adaptiert, vor. Die vorzugsweise in Vollnarkose durchzuführende hochtourige Dermabrasionen (Schleifung) großflächiger Hautbezirke stellt einen diffizilen Eingriff dar und fordert vom Operateur eine spezielle Erfahrung. Um störende Narben vorzubeugen, muss darauf verzichtet werden, über die Oberhaut-Lederhaut-Grenze hinweg zu schleifen, es sei denn, man nimmt die Narbenbildungen bewusst in Kauf, wie z. B. bei der Entfernung von Tätowierungen. Die Intensität des Schleifvorganges kann sowohl durch den Druck der Fräse auf die Haut, als auch über die Rotationsgeschwindigkeit gesteuert werden. Nach Beendigung des Eingriffes wird die geschliffene Haut mit Kochsalzlösung gereinigt und ein geschlossener Wundverband angelegt, der zunächst täglich gewechselt wird, um anschließend bis zur völligen Wundheilung für zwei bis drei Tage belassen bleibt. weiterblättern zurück zu Dermabrasion
Für den Therapieerfolg ist die richtige Auswahl der Schleifköpfe von großer Bedeutung. Gesicht: Diamant- oder Karborund-Fräsen Entfernung von Tätowierungen: Metall-Fräsen sowie Nylon- und Drahtbürsten
Eine eingehende präoperative Aufklärung des Patienten über Möglichkeiten und Grenzen der Schleifbehandlung ist erforderlich. Oft besteht insbesondere bei Akne-Patienten eine vollkommene irrealistische und übersteigerte Erwartungshaltung.
Vor allem auf die Möglichkeit - postoperativer lang anhaltender Rötung, - Pigmentierungsstörungen (Sonnenschutz), - lokaler Superinfektionen (auch Herpes) und - Narbenbildungen (Behandlung von Tätowierungen) ist gesondert aufmerksam zu machen.
Lifting - Gesichtslifting
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Jeder Operateur hat eine bevorzugte Technik, mit welcher er optimal und individuell abgestimmt arbeitet. In dem Kapitel Gesichtsstraffung erläutere ich insbesondere die Gesichtsstraffung mit minimalem S-Schnitt nach der doppelschichtigen SMAS Lift Methode. Danach gehe ich auf Varianten der Gesichtsstraffung ein.
· Möglichkeiten und Grenzen der Gesichtsstraffung? · Was ist ein S-Lift? · S-Lift: Der operative Eingriff · S-Lift: Und danach? · S-Lift: Was kann schief gehen? · Alternative: Composite Facelifting · Mask-Lift · ESP-Lift und Midfacelift · Bio-Lifting · Minilift
Möglichkeiten und Grenzen der Gesichtsstraffung? Das Facelifting (Gesichtsstraffung) ist in der Regel eine mehrstündige Operation, die eine genaue Kreislaufüberwachung und ggf. Sauerstoffversorgung des Patienten erfordert. Vollnarkose wie Lokalanästhesie ist möglich. Welche Veränderungen sollten behoben werden: Denkerstirn, Zornesfalten, Lachfältchen, Wangenfalten und Nasenlippenfalte, Lippenfalten, Hängewange, Halsfalten, Halsmuskelstränge.
Leider können nicht alle Falten geglättet werden, weil Sie sonst ein maskenhaftes Aussehen bekämen. Augenlider, Stirnmitte und Lippenfalten können dabei nicht geglättet werden; falls doch müssen weitere Eingriffe zeitgleich oder nachträglich folgen. Der Halsbereich wird so gestrafft, dass wenn sie gerade schauen die Halskontur verjüngt ist, jedoch wenn sie mit dem Kinn die Brust versuchen zu berühren, werden weiterhin Haut- wie Gewebeüberschüsse sichtbar sein. Ihr Arzt wird Ihnen dieses Phänomen erklären. Falls Fragen verbleiben sollten, stellen Sie diese vor der Operation. Möglichkeiten und Grenzen der Gesichtsstraffung? Wie viel Jahre kann man sich verjüngen? ca. 8 –10 Jahre
Wie lange hält ein Facelift? abhängig von der Haut, Bindegewebe und Alter des Patienten
Wann kann man diese OP wiederholen? ca. nach 10 Jahren, je nach Technik auch kürzer (S-Lift)
Was ist ein S-Lift? Ein S-Lift kann ohne große Narben hinter den Ohren und im Bereich der Schläfen eine deutlich sichtbare Straffung der Gesichtszüge und damit eine Verjüngung des Aussehens erzielen. Dabei wird die überschüssige Haut entfernt, das Unterhautfettgewebe ggf. abgesaugt und die Muskulatur und das Bindegewebe (SMAS) gestrafft. Bei S-Lift wird besonders der Mund-, Kinn- und Halsbereich behandelt. Die Kopfhaare brauchen nicht mehr geschnitten oder rasiert werden. Es wird kein Haarverlust entstehen, wie dies bei einem Großen-Lift der Fall ist.
Die groben Narben hinter den Ohren werden ebenfalls fehlen. Komplikationen bei S-Lift sind sehr selten, und der Erfolg ist viel sicherer. Die Patienten sind viel schneller gesellschafts- und arbeitsfähig.
Was ist ein S-Lift?
Das Prinzip des S-Lifts besteht darin, nur die notwendige Haut aus der Wange und der seitlichen Halsregion zu entfernen. Nach den neuesten Kenntnissen ist die Straffung des Bindegewebes (SMAS) unter der Haut das Entscheidende. Diese wird gestrafft und nicht nach hinten gezogen wie bei der alten Methode, sondern wird nach oben gezogen, so dass das Gesicht wieder sein natürliches Aussehen bekommt und nicht entstellt wird. Die Schläfen werden nicht aufgeschnitten und somit Nerven- oder Gefäßverletzung sowie ein großflächiger Haarverlust sind vermeidbar. zurückbättern
S-Lift: Der operative Eingriff Nach einer guten Aufklärung müssen Sie, seelisch sowie körperlich für diesen Eingriff bereit sein, weil es ein irreversibles Ereignis ist. Das bedeutet es kann nicht wieder Rückgängig gemacht werden. Zum Eingriff müssen Sie nüchtern und ohne Make-up erscheinen. Eine übernachtung in der Klinik ist nicht notwendig. Eine Vollnarkose ist nicht erforderlich. Es genügt, falls erwünscht, ein hochdosiertes Beruhigungsmittel, welches dem Patient die Angst nimmt und schläfrig macht (Dämmerschlaf!). Zusätzlich wird das Gesicht örtlich betäubt. Sie sollten während des Eingriffs keinerlei Schmerzen spüren. Es folgt das Anlegen einer Infusion und die Zufuhr von Medikamenten (ggf. Schlafmittel, Antibiotika und/oder Schmerzmittel) und das Abdecken des Gesichts mit sterilen Tüchern. Antibiotische Abschirmung ist nur eine Vorsichtsmaßnahme, da es zum Glück bei S-Facelift ganz selten zu gefährlichen Infektionen kommtweiterblättern zurück zu Gesichtsstraffung
S-Lift: Der operative Eingriff Seite 2Der Patient wird an elektronischen Messgeräten angeschlossen sein, die ständig Herztätigkeit (EKG), Puls, Blutdruck und Sauerstoffsättigung des Blutes überwachen. Ein Narkosearzt ist falls erwünscht dabei um Ihr Herz-Kreislauf System zu überwachen (Standby). Ein 2-4cm breites mal 10cm langes, S förmigen Hautstück vor den Ohren wird ausgeschnitten und abgetragen. Man bleibt von Gefäßen und den Nerven fern. Bei Bedarf kann das Fettgewebe aus dem Doppelkinn oder aus den Hamsterbäckchen abgesaugt werden. Anschließend wird die Muskel Sehnenschicht gestrafft und befestigt.
S-Lift: Und danach? Sie werden nach dem Eingriff für 7 Tagen eine abnehmbare Kopfmanschette tragen, welche Sie von uns bekommen werden. Wir empfehlen diese Manschette für weitere sieben Tage nur nachts oder zu Hause zu Tragen. Der Wundschmerz ist gering. Schmerztabletten werden von uns verabreicht. Die Schmerzen lassen nach 1-2 Tagen nach. Sollten sich die Schmerzen verstärken, müssen Sie uns informieren. Auch eine erhebliche Schwellung und Blutergussbildung in Bereich des Gesichtes muss gemeldet werden. Die Beweglichkeit des Mundes ist in den ersten Tagen schmerzbedingt eingeschränkt, daher empfehlen wir flüssige Kost. Die Fäden werden nach 9 Tagen gezogen. Die Haare können nach 1 Woche gewaschen werden. Sie können nach 3 Tagen mit einer Kopfhaube Ihren Körper duschen. Gymnastik bzw. Sport, Sauna und Sonnenbäder müssen für vier Wochen zurückgestellt werden. Die Arbeitsaufnahme und andere gesellschaftliche Verpflichtungen sind sehr oft nach einer Woche wieder möglich. zurück zu Gesichtsstraffung
S-Lift: Was kann schief gehen? Eine Vernarbung (Keloide) ist selten, aber nicht ausgeschlossen. Diese Komplikation kann gelegentlich vorkommen und wird mit Salben und Spritzen behandelt. Bei 15% der Fälle kann eine operative Narben-Korrektur notwendig sein (unentgeltlich). Manchmal können Wundheilungsstörungen und Wundinfektionen auftreten (z.B. bei Rauchern und Zuckerkrankheit). Infektionen sind in der letzten Zeit sehr selten geworden. Wir verabreichen trotzdem ein Antibiotikum zur Abschirmung. Ganz selten kann eine Blutergussbildung (bei zu hohem Blutdruck) entstehen. Diese wird dann operativ ausgeräumt. Eine Nerven- oder Gefäßverletzung ist ganz selten. Eine Gefühlsstörung der Wangen ist selten aber möglich, Dieser Zustand wird wenn überhaupt nur einige Monate andauern.
Composite Facelifting Was ist hierbei anders? Hier wird in einem Stück Wangenfett, oberflächliche bindegewebige Verlängerung der Halsmuskulatur (SMAS) und Haut angehoben. Meistens wird ein Stirnlift, Halsstraffung und eine Unterlidplastik mit vorgenommen.
Vorteil
Auch Extrem-Raucher, welche nicht ganz von den Zigaretten kommen, haben hiermit ein deutliches niedrigeres Komplikationsrisiko und könnten auch operiert werden. Voroperiert können sich zum zweiten Mal hiermit verjüngen lassen. Und Männer, mit schweren Wangen, können hiermit zufrieden stellend behandelt werden.
Spezielle Komplikation
Spezielle Komplikation: falls die Wangenfettverlagerung übertrieben wurde, kann es zum sog. „Posaunenengelsgesicht“ kommen.
Mask-Lift Dieser Eingriff gehört zu den jüngsten Möglichkeiten der Gesichtsstraffung. Hierbei wird das obere Drittel der Gesichtshälfte angehoben und geglättet. Das heißt, diese Technik ist für Leute gedacht, welche Ihre Makel im oberen Anteil des Gesichtes sehen; speziell: Frauen zwischen 40 – 50 mit traurigem Blick (tiefe Augenbrauen und hängende Oberlider)
Methode: Aus einer ausgesprochenen Erweiterung des Stirnliftes und einem Zugang aus der Mundhöhle wird der Eingriff vorgenommen. Es kommt zu einer Anhebung aller Weichteile, inklusive der mimischen Muskulatur vom knöchernen Skelett des Gesichtes. Dieser Eingriff zieht leider das gesamte Lymphsystem stark in Mitleidenschaft.
Vorteil: optimale Modellierbarkeit bzw. Neupositionierbarkeit
Nachteil: Bis zu 1 Jahr anhaltende Schwellung des gesamten Gesichtes oder zumindest von Gesichtsteilen. Das heißt für Monate nicht vorzeigbares Gesicht. Und über 6 Monate Kopfhautjucken. Sensibilitätsstörungen.
ESP-Lift und Midfacelift Angriffe auf die Nasenlippenfalte und Unterlider Liegen die Probleme im Bereich der Nasolabialfalte und den Augenfalten, verspricht diese Technik eine besondere Wirksamkeit. Die Zugrichtung der Straffung wird an Hand der schwarzen Striche demonstriert.
Vorteil
geringes Operationsrisiko, durch oberflächliche Ablösung der Haut, mit optimaler Modellierbarkeit im Mittelgesicht (Augenregion bis Mundwinkel). Eingesunkene Wangen können gut geglättet werden. Falls dieses nicht ausreicht können z.B. Eigenfettunterspritzungen die Wangen wieder aufbauen.
ESP-Lift und Midfacelift Angriffe auf die Nasenlippenfalte und Unterlider Liegen die Probleme im Bereich der Nasolabialfalte und den Augenfalten, verspricht diese Technik eine besondere Wirksamkeit. Die Zugrichtung der Straffung wird an Hand der schwarzen Striche demonstriert.
Vorteil
geringes Operationsrisiko, durch oberflächliche Ablösung der Haut, mit optimaler Modellierbarkeit im Mittelgesicht (Augenregion bis Mundwinkel). Eingesunkene Wangen können gut geglättet werden. Falls dieses nicht ausreicht können z.B. Eigenfettunterspritzungen die Wangen wieder aufbauen.
Minilift - Straffen der Haut Das Minilift ist einer der ältesten Eingriffe in der ästhetischen Chirurgie, welches nur das Straffen der Haut bedeutet.
Vorteile - geringes Komplikationsrisiko mit verkürzter Abheilungszeit - reduzierter Schwellung oder Blutergüsse - geringer Gefahr der Nervenverletzung
Nachteile - geringer Langzeiteffekt - bei ausgeprägten Falten keine optimale Korrektur möglich - bei Wiederholungen kann es zu Hautausdünnung kommen
Gesichts-Skinresurfacing
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Im Allgemeinen sind Resurfacing-Verfahren vor allem bei der Behandlung von drei klinischen Zuständen wirksam: Gesichtsfalten, Aknenarben und fleckige Hautpigmentierungen, die durch Schwangerschaft, Kontrazeptiva (Pille) oder chronischen Sonnenbrand hervorgerufen werden. Ein zusätzlicher Vorteil der Resurfacing-Verfahren besteht darin, dass bei Patienten mit sonnengeschädigter Haut und aktinischer Keratose (Lichtschaden, Krebsvorstufen) die entartete Haut regeneriert wird. Zahlreiche Faktoren beeinflussen den Erfolg eines jeden Gesichts-Resurfacings und Hautpflegeprogrammes; diese Faktoren müssen gründlich bei der Beratung zwischen Arzt und Patient besprochen werden. Patienten haben viele Erwartungen und Behandlungsziele. Die meisten Patienten, die eine Behandlung wegen Gesichtsalterns suchen, gehen fälschlicherweise davon aus, dass irgendein Arzt mit dem Facelifting die ersehnte Verbesserung herbeiführen werde, unabhängig von der Natur des Problems. Häufig sind sie der Meinung, dass das Facelifting sämtliche Gesichtsfalten beseitigt.
Für sie sind Gesichtsfalten gleichbedeutend mit schlaffer Gesichtshaut und deszendierendem Gesichtsfettgewebe; sie unterscheiden im allgemeinen nicht zwischen den schwerkraftbedingten Veränderungen durch das natürliche Altern und den Auswirkungen des Photoaging (Hautalterung durch extremen Sonnengenuss). Störungen von Licht gealterter Haut können nicht durch chirurgische Therapie verbessert werden. Pigmentierungsveränderungen, multiple feine und grobe Gesichtsfalten und Aknenarben sind besser mittels chemischer, mechanischer oder photoelektrischer Technik zu behandeln, die den auf Lederhaut und Oberhaut lokalisierten Lichtschaden therapieren.
Dem Patienten muss erklärt werden, dass das Facelifting die sichtbaren Einwirkungen von schwerkraftbedingten und strukturellem Altern verbessert, während Resurfacing-Verfahren feine Linien, Falten und Pigmentveränderungen der Gesichtshaut verbessern. Ist die Entscheidung gefallen, muss man sorgfältig die verschiedenen verfügbaren Behandlungsoptionen (chemisch, mechanisch, elektrisch und photoelektrisch), vom oberflächlichen bis zum tiefen Eingriff und deren relative Indikation erörtern.
Je informierter der Patient, desto problemloser wird der Behandlungsverlauf sein. Obgleich für Patienten Informationsprospekte, Videobänder und CD-ROMs hilfreich sind, können sie das Gespräch zwischen Arzt und Patienten nicht ersetzen.
Zusätzlich zur Erörterung der verschiedenen Skin-Resurfacing-Verfahrensweisen und der Beantwortung von Fragen sollte der Operateur genaue Informationen bezüglich der Lebensart des Patienten bekommen, wie etwa Freizeit- oder Berufsaktivitäten, welche eventuell längere Perioden in der Sonne mit sich bringen.
Da das Behandlungsergebnis direkt mit der Patientenkooperation verknüpft ist, muss der Patient willens und in der Lage sein, sein Leben und seinen Lebensstil zu ändern, um den Voraussetzungen eines Hautpflegeprommes zu entsprechen, einschließlich regelmäßiger Applizierung von Retin-A, Hydrochinon oder anderen Cremes wie Sunblockern.
Austrocknungsekzem
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Die Haut älterer Menschen verändert sich. Mit zunehmendem Alter verändert sich der Aufbau der verschiedenen Hautschichten. Sie werden beträchtlich dünner. Die Fettschichten nehmen ab, ebenso die Kollagenfasern und die elastischen Fasern. Die Anzahl der eingelagerten Schweißdrüsen wird geringer. Die Durchblutung, und damit die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen, geht zurück. Wunden können sich schneller infizieren. Insgesamt führen diese Veränderungen dazu, daß die Haut älterer Menschen dünn und trocken ist. Sie ist auch deutlich weniger elastisch, als dies vorher der Fall war. Darum ist die Haut jetzt leichter verletzbar und Wunden heilen langsamer. Aufgrund dieser längeren Heilzeit erhöht sich das Infektionsrisiko einer Wunde ganz erheblich. ältere Menschen sind öfter vom Austrocknungsekzem betroffen. Das Austrocknungsekzem, oder in der Fachsprache Exsikkationsekzem, ist eine besondere Erscheinungsform des toxischen Kontaktekzems. Es kommt bei älteren Menschen besonders im Winter vor. Ursache ist meistens das Waschverhalten der Betroffenen. Die meisten Menschen (nicht nur ältere) verwenden zu viele Badezusätze. Durch starkes Bürsten wird der bei älteren Menschen ohnehin dünnere Talgfilm der Haut abgewaschen.

Die Haut verliert noch mehr Feuchtigkeit. Durch das kalte Wetter im Winter kommt es dann zu Einrissen der ausgetrockneten Haut und die Haut entzündet sich. Menschen mit Ichthyosis vulgaris sind sind im besonderen Maße vom Austrocknungsekzem betroffen. Meistens sind ölbäder und stark fettende Cremes ausreichend. Das Austrocknungsekzem äußert sich in typischen, netzförmigen Hornschichteinrissen, die an die Beschaffenheit einer alten Vase oder eines eingetrockneten Flußbetts erinnern (Ekzema craquelé). Zur Behandlung versucht man, den Fettgehalt der Haut wieder ins Gleichgewicht zu bringen. In der Regel genügen ölbäder und Eincremen nach dem Waschen und Duschen. Bei starkem Juckreiz bietet sich der kurzfristige Einsatz von kortikosteroidhaltigen Salben.
Die Aufgaben der Haut
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Das größte Organ des Menschen hat viel zu tun. Der Mensch ist von oben bis unten in Haut ""eingepackt"" und normalerweise fühlen wir uns in unserer Haut pudelwohl. Die Haut ist, mit ihren ungefähr zwei Quadratmetern Fläche, je nach Körpergröße und Körperumfang, das größte Organ des Menschen. Und sie ist auch ganz schön schwer. Wenn man sie ""zusammengefaltet"" auf die Waage legt, dann wiegt unsere Haut zwischen 3,5 bis 10 Kilogramm. Die Haut umgibt uns wie ein Schutzwall. Unsere Haut bildet gegenüber der Außenwelt einen hochspezialisierten Schutzwall mit vielfältigen Aufgaben:
Schutz vor Kälte, Hitze und Strahlung, Schutz gegenüber Druck, Stößen und Reibung. Schutz bei chemischen Schädigungen. Schutz vor dem Eindringen von Mikroorganismen. Schutz vor dem Verlust von Wasser und Wärme. Ohne unsere Haut können wir nicht überleben. Die Haut hat einen pH-Wert von 5,7 und ist deshalb leicht sauer. Durch diesen Säureschutzmantel wirkt die Haut aktiv gegen das Eindringen fremder Keime. Die Haut hat die Möglichkeit, bestimmte Wirkstoffe zu resorbieren und sie unterstützt durch ihre Durchblutung die Regulation von Kreislauf und Körperwärme. Durch das Ausscheiden von Schweiß verhindert die Haut die überhitzung des Körpers. Das ist eine ganz wichtige Funktion. Ein Mensch kann bis zu 10 Liter Schweiß am Tag abgeben. Dabei werden dann auch Mineralstoffe ausgeschieden. Schweiß schmeckt salzig. Auf diese Weise hat die Haut entscheidenden Einfluß auf das innere Milieu unseres Organismus. über die Haut können Substanzen von außen in den Körper gelangen. Unsere Haut ist aber auch ein Aufnahmeorgan. Die Haut ist zwar ein Schutzwall gegen äußere Einflüsse und schirmt das Körperinnere vor der Umwelt ab. Aber entlang der Haarfollikel können auch bei der gesunden Haut gelöste Stoffe in tiefere Hautschichten vordringen. Ist die Haut geschädigt, können fremde Substanzen direkt an den winzigen Hautrissen in den Körper eindringen. Für einige Medikamente ist eine Aufnahme der Inhaltstoffe über die Haut ins Blut zweifelsfrei nachgewiesen worden. So können also Substanzen, die auf die Hautoberfläche aufgetragen werden, in den Organismus eindringen und zu den inneren Organen gelangen. Das ist bei der Therapie vieler Hauterkrankungen von großer Bedeutung. Allerdings ist dieser Mechanismus auch Quelle für vielfältige Schädigungen. Viele Empfindungen werden über die Haut aufgenommen. Ganz wichtig ist auch die Funktion der Haut als das größte Sinnesorgan des Menschen. über die Haut nehmen wir Vibration und Schmerz wahr. Wir können tasten und empfinden Druck- und Temperaturreize. Für alle diese Empfindungen gibt es Fühler, sogenannte Rezeptoren in unserer Haut. Zwischen den Rezeptoren für Wärme und Schmerz gibt es einen entscheidenden Unterschied. An Temperaturen kann man sich zunehmend gewöhnen, wenn das langsam geschieht. Bei Schmerzreizen ist das nur in sehr geringem Umfang möglich. Das ist auch ganz wichtig, damit der Schmerz seine Funktion als Warnzeichen behalten kann.
""Braun werden"" ist eine Schutzfunktion der Haut. Eine der wichtigsten Schutzfunktionen der Haut ist der Schutz vor UV-Strahlen. Würde die Sonne nicht mit einer Bräunung auf Sonneneinstrahlung reagieren, so würden die UV-Strahlen sehr schnell die Haut schädigen. Es käme zu tumorösen Veränderungen der Haut, die schließlich zum Tod des Menschen führen. Je nach Hauttyp reagiert die Haut unterschiedlich auf Sonneneinstrahlung. Jeder Mensch sollte seinen Hauttyp kennen und sich entsprechend verhalten. Grundsätzlich werden 6 Typen im Hinblick auf die unterschiedliche Reaktion der Haut nach 30 minütiger Sonneneinstrahlung unterschieden:
Typ I: ständige Rötung, keine Bräunung Typ II: ständige Rötung, leichte Bräunung Typ III: manchmal Rötung, immer Bräunung Typ IV: keine Rötung, immer Bräunung Typ V: dunkelhäutige Rassen Typ VI: Schwarze Die Haut ist ein ""Spiegel der Seele"". Erröten, erblassen und die Haare sträuben, auch das kann die Haut. Sie ist so auch Teil unseres Gefühlsempfindens. Man sagt auch oft, die Haut sei ""der Spiegel der Seele"". über Duftstoffe, die Pheromone genannt werden, sendet die Haut außerdem Geruchsbotschaften. Verletzte Haut wird so schnell wie möglich repariert. Wird die Haut verletzt, so ist der Körper bestrebt, den verlorengegangenen Schutz so schnell wie möglich wieder herzustellen. Das Reparaturteam besteht aus vielen Zellen, die zum Teil vor Ort (in der Haut) und zum Teil von außerhalb (über das Blut) kommen und am Ort des Geschehens zusammenarbeiten. Wie der komplexe Prozeß der Wundheilung abläuft, können Sie auf unseren umfangreichen Seiten zum Thema Wundmanagement lesen.
Die Haut ist wie eine Zwiebel aufgebaut. Die Haut ist, wie eine Zwiebel, aus unterschiedliche Schichten aufgebaut, die alle unterschiedliche Funktionen haben. Nur durch diesen komplexen Aufbau kann die Haut ihre vielen Aufgaben erfüllen.
Aufbau der Nägel
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Die Nägel an Fingern und Zehen sind ""Verlängerungen"" der Haut. Sie bestehen aus harten, verhornten Zellen der Oberhaut, die ganz dicht aneinanderliegen. Deshalb sagt man auch, der Nagel gehört zu den Anhangsgebilden der Haut. Der sichtbare Teil des Nagels wird Nagelplatte genannt. Er ist durchsichtig. Seine zarte rosa Farbe hat er von den Blutkapillaren des Nagelbetts, die unter dem Nagel liegen und durch ihn hindurchscheinen. Der weiße, wie ein Halbmond geformte, Bereich des Nagels wird Lunula oder Mond (Möndchen) genannt. Es erscheint weiß, weil das normalerweise durchscheinende Nagelbett von der Nagelmatrix verdeckt ist. Der mit der Haut verankerte Bereich des Nagels wird Nagelwurzel genannt. Der Nagel wächst, weil sich die oberen Zellen der Nagelmatrix in verhornte Nagelzellen umwandeln. Dabei schiebt sich der Nagel vom Möndchen aus vorwärts bis zum freien Rand, der die Fingerkuppe überragt. In der Woche wächst ein Nagel ungefähr 0,5 bis 1 Millimeter. Ein verlorener Fingernagel braucht etwa drei Monate, um wieder nachzuwachsen. Im Alter oder bei Durchblutungsstörungen ist das Nagelwachstum verlangsamt oder gänzlich eingestellt. Das Nagelhäutchen, das auch Cuticula genannt wird, hat keine physiologische Funktion. Der Nagel selbst bietet den Fingerkuppen einen gewissen Schutz vor Verletzungen. Außerdem erleichtern die Nägel das Greifen und den Umgang mit kleinen Gegenständen. Der Nagel kann eine diagnostische Hilfe sein. Form, Aussehen und Beschaffenheit der Nägel sind für einen Dermatologen eine wichtige diagnostische Hilfe. Weil Nägel sehr langsam wachsen, zeigen sich in ihnen noch Wochen später Hauterkrankungen, die schon längst abgeheilt sind. Die Nagelplatte führt ""Protokoll"". Ein Beispiel: Von Neurodermitis Betroffene haben sehr häufig stark glänzende Nägel. Das liegt daran, daß sie sich wegen des starken Juckreizes häufig kratzen. Auch die Nagelplatte wird durch einen neurodermitischen Anfall direkt geschädigt. Diese ""Zeichen"" werden in der Nagelplatte ""festgehalten"". Ein Arzt kann so sehr gut einschätzen, wann in den zurückliegenden drei Monaten ein neurodermitischer Anfall stattgefunden hat. Das Nagelhäutchen zeigt, ob die Hautflora im Gleichgewicht ist. Auch das Nagelhäutchen kann Hauterkrankungen anzeigen. Ist das Immunsystem geschwächt, wird gerade das Nagelhäutchen häufig von Pilzen befallen. Ist die Hautflora nicht im Gleichgewicht, kann man das an den Nagelhäutchen erkennen
Aufbau der Haare
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Verhornte Zellen in einer Reihe. Haare bestehen aus verhornten Zellschichten der Haut, die wie an einem Faden aufgereiht sind. Sie gehören ebenfalls, wie die Nägel, zu den Hautanhangsgebilden. Die Haarwurzel reicht bis in die Lederhaut und manchmal sogar bis in die Unterhaut.
Das menschliche Haar besteht aus dem Haarschaft, der Haarwurzel und der Haarzwiebel. Der Haarschaft ist derjenige Teil, der aus der Haut herausragt. Die Haarwurzel ist in der Haut verankert. Sie endet mit einer knollenartigen Verdickung, der Haarzwiebel. Die Haarzwiebel ist an der Haarpapille der Haut befestigt, die aus Bindegewebe besteht. Dadurch erhält das Haar Halt. Die Haarwurzel befindet sich in der Wurzelscheide, die auch Haarfollikel genannt wird. Daran angeschlossen ist eine Talgdrüse, die das Haar einfettet. Zusätzlich wird jedes einzelne Haar von einem Muskel umfaßt und von Nervenfasern umsponnen. Die Nervenfasern sind sehr fein, sie registrieren auch kleinste Berührungen, z. B. einen leichten Luftzug. Dann ziehen sich die kleinen Muskeln zusammen und es entsteht die Gänsehaut. Das Haar ist aus drei verschiedenen Schichten aufgebaut. Das Haar, das sichtbar über der Hautoberfläche liegt, ist in drei verschiedenen Schichten aufgebaut:
In der Mitte befinden sich die Markzellen, die auch Medulla genannt werden. Sie wirken oft schwammartig. Um die Medulla herum liegt spindelförmig eine Schicht verhornter Faserzellen, die auch Cortex genannt wird. Diese Faserschicht ist sozusagen der Hauptbestandteil des Haares. Je nachdem, wie sie aufgebaut ist, bestimmt sich die Festigkeit und Elastizität des Haares. In der Faserschicht befinden sich auch die Farbpigmente. Um die Faserschicht herum ist, wie bei einem Tannenzapfen, das Haar durch eine Schuppenschicht geschützt. Diese Schuppenschicht, die Cuticula, ist zwar mehrlagig, aber auch sehr dünn. Weil sie durchsichtig ist, schimmern durch diese Schicht die Farbpigmente des Haares hindurch. Haare haben auch heute noch eine physiologische Funktion. Haare wachsen nahezu überall am Körper auf der Felderhaut. Sie schützen den Körper vor äußeren Belastungen und vor Kälte. Allerdings ist diese Funktion heute nicht mehr so wichtig. Die Kopfhaare sind aber immer noch wichtig. Sie schützen vor zu starker Sonnenbestrahlung. Die Haare an den Augen, die Brauen und Wimpern, bieten Schutz vor dem Eindringen von Fremdkörpern. Das gleiche gilt für die Haare in der Nase. Sie sollen das Einatmen von Schmutz und kleinen Insekten verhindern. Mode und gesellschaftlicher Status bestimmen oft die Haartracht. Neben diesen physiologischen Funktionen haben Haare heute aber vor allem eine ästhetische und modische Funktion. Haare und Frisuren haben in verschiedenen Kulturen häufig den gesellschaftlichen Status von Menschen ausgedrückt. Oft zeigt die Frisur auch heute die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe, z. B. bei Punkern. Allgemein gehört heute die Haarpflege zu den wichtigsten kosmetischen Mitteln, die das äußere Erscheinungsbild eines Menschen prägen. Die Haare entstehen vor der Geburt. Die Entwicklung der Haare beginnt bereits ab der 6. Schwangerschaftswoche. Zu diesem Zeitpunkt werden die ca. 5 Millionen Haarfollikel angelegt. Nach der Geburt kommen keine neuen Haarfollikel mehr hinzu. Obwohl der Mensch genauso viel Haarfollikel besitzt wie der Schimpanse, hat er nicht so viele Haare. Das liegt daran, daß nicht in jedem Haarfollikel ein Haar wächst. Ein Haarfollikel kann allerdings im Laufe des Lebens mehrere Haartypen entwickeln. So fangen die Haarfollikel im Gesicht eines Mannes erst mit der Pubertät an, Barthaare zu entwickeln. Gleiches gilt für die Schambehaarung.