Standardkategorie
Blutwäsche - bei Hauterkrankungen
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Eine Vielzahl von Hauterkrankungen wie beispielsweise die schwere Neurodermitis sind dadurch gekennzeichnet, dass bei ihnen eine überreaktion des Immunsystems vorliegt. Die überreaktion ist aber nicht auf die Haut begrenzt. Sondern diese Entzündungsreaktionen machen sich im gesamten Körper bemerkbar, mit entsprechenden Langzeitschäden. Es bedarf daher so genannter - immunsuppressiver Verfahren - , das heißt Therapien, die die Aktivität des Immunsystems auf das Normale wieder einregeln. Bei dieser so genannten extrakorpalen Photopherese nehmen die Patienten zuerst ein lichtsensibilisierendes Präparat ein. Dieses Präparat lagert sich an die T-Lymphozyten im Blut an. Diese T-Lymphozyten regulieren Entzündungsprozesse in unserem Körper. Dann wird das Blut entnommen und mit UV-Licht bestrahlt. Auf Grund dieser Bestrahlung in Verbindung mit dem lichtsensibilisierenden Faktor gehen die Lymphozyten selektiv unter und die Entzündungsbereitschaft des Immunsystems wird nach unten reguliert. Diskutieren Sie dazu im Forum PUVA-Therapie Eine ähnliche Therapie für die lokale Hauttherapie Das Prinzip, dass man aus einer Kombination von einem lichtsensibilisierendem Präparat und UV-Bestrahlung die Entzündungsbereitschaft reduziert, wird auch bei der PUVA-Therapie angewandt. Bei der PUVA -Therapie baden die Patienten zuerst in einem Bad mit einem lichtsensibilisierenden Faktor, dem Psoralen. Danach werden die Patienten mit UVA bestrahlt. Daher auch der Name PUVA (Psoralen + UVA). Diese Therapie setzt man ebenfalls bei der progressiv systemischen Sklerodermie, aber v.a. bei der Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte) und dem sogenannten T-Zell-Lymphom ein.
Glutenunverträglichkeit (Zöliakie, Sprue)
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Bei einer Glutenunverträglichkeit reagiert der Körper überempfindlich auf Klebereiweiß (Gluten). Die Substanz ist ein Bestandteil von Getreide. Einer von 1.000 Menschen in Deutschland sei im Schnitt von Zöliakie betroffen, berichtet die Deutsche Zöliakie Gesellschaft. Frauen erkranken häufiger als Männer. Die Glutenunverträglichkeit im Säuglings- und Kindesalter heißt Zöliakie, im Erwachsenenalter spricht man dagegen von Sprue.
Peeling - die Schälbehandlung für die Haut
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Was ist ein „Peeling“?
Peeling kommt von „to peel“ und bedeutet „schälen, pellen“. Als Peeling bezeichnet man eine kosmetische Behandlung bei Hautkrankheiten, bei der die oberflächlichen älteren Hautschichten kontrolliert entfernt werden. Gleichzeitig werden neue Hautzellen angeregt, sich zu teilen und somit die geschälte Haut zu ersetzen.
Welche Arten von Peelings gibt es?
Es gibt mechanische und chemical Peelings. Bei den mechanischen Peelings verwendet man Sand oder Kunststoffpartikel, aber auch Mikrofasertücher oder Bürsten. Chemical Peelings basieren auf der Anwendung von Säuren.
Hierbei kommen Fruchtsäuren (sog. AHA-Säuren), Salicylsäure, Vitamin-A-Säure, Trichloressigsäure (TCA) oder Phenolsäure zur Anwendung. Je stärker die Säure, umso stärker die Schälwirkung.
Daher unterscheidet man auch oberflächliche, mittlere oder tiefe Peelings.
Bei der oberflächlichen Form werden die abgestorbenen Zellen der Oberhaut beseitigt, die Wasserbindungskapazität der Haut erhöht und die Zellneubildung angeregt.
Bei der tiefen Form wird die Kollagenneubildung stärker angeregt. Je tiefer das Peeling, umso länger
die Abheilphase für die Haut.
Wie werden Peelings durchgeführt?
Nach sorgfältiger Reinigung der Haut wird die jeweilige Substanz auf die Haut aufgetragen. Die Art, Konzentration, Menge und ihre Einwirkdauer muss auf die jeweils zu behandelnde Hautveränderung und den jeweiligen Hauttyp abgestimmt werden. Bei einigen Peelings sind mehrere Sitzungen notwendig. Die Säurekonzentration muss dann langsam gesteigert werden! Manche Peeligsubstanzen verbleiben einfach auf der Haut, andere müssen nach einer gewissen Einwirkzeit abgewaschen oder neutralisiert werden.
Was kann man mit Peelings behandeln?
Peelings werden angewendet zur Behandlung von grobporiger Haut, matter, glanzloser Haut, Hautunreinheiten, Akne, Pigmentflecken, Sonnenflecken, kleinen Fältchen, (Erschlaffung der Haut) und (Aknenarben)
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Bei allen Peelings rötet sich die Haut. Je intensiver das Peeling, desto länger hält die Rötung an! So klingt sie bei einem oberflächlichen Peeling innerhalb von Minuten oder Stunden, bei mittleren Anwendungen innerhalb von wenigen Tagen und bei tiefen Peelings innerhalb von Wochen ab. Mittlere und tiefe Peelings führen auch immer zu einer vorübergehenden Krustenbildung und sind somit eine normale Begleiterscheinung der Therapie. Möglich sind auch Pigmentverschiebungen. Es können sowohl helle als auch dunkle Flecken auftreten, die aber ganz überwiegend vorübergehender Natur sind. Besonders gefährdet sind dunkle Hauttypen. Man sollte daher die behandelte Haut vorübergehend vor zu viel Sonne schützen! Über die individuellen Nebenwirkungen in Abhängigkeit von der Art des Peelings beraten wir Sie eingehend bei Ihrer persönlichen Vorstellung.
Was muss man nach einem Peeling berücksichtigen?
Bedenken sie, dass stärkere Peelings zu einer länger anhaltenden Rötung führen können. Wünschen Sie, dass die Rötung am nächsten Tag verschwunden ist, dürfen nur oberflächliche Peelings angewendet werden; dann ist der Effekt allerdings auch geringer und man benötigt mehrere Sitzungen für ein optimales Ergebnis. Um Pigmentverschiebungen zu vermeiden, dürfen sie Ihre behandelte Haut keiner zu starken Sonneneinstrahlung (auch Solarium) aussetzen; in Abhängigkeit von der Art des Peelings gilt dies für einige Tage bis hin zu einigen Wochen! Verwenden sie in dieser Zeit auch immer Sonnenschutzcreme mit hohen Lichtschutzfaktoren (z.B. Faktor 30).
Hautalterung - und was man dagegen machen kann
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Die Haut wird mit den Jahren trockener, weniger durchblutet und verliert an Elastizität. Zugleich nimmt ihre Dicke ab, erste Knitterfältchen stellen sich ein. Aus Fältchen werden mit der Zeit Falten, die auch keine noch so teure Creme wegzaubern kann. Pigmentunregelmäßigkeiten, die so genannten Altersflecken, können hinzutreten. Im Gesicht sind die ersten Anzeichen meistens feine Linien zwischen Nase und Mundwinkeln und die sogenannten Krähenfüße seitlich um die Augen. Diese Linien entstehen durch die häufig wiederholten, immer ähnlichen Bewegungen der Gesichtsmuskulatur, zum Beispiel beim Lachen oder Stirnrunzeln. Sie sind Ausdruck des besonderen und individuellen Charakters des Menschen und geben ihm eigentlich erst sein Gesicht. Mimikfältchen machen unser Gesicht lebendig und für unser Gegenüber leichter - lesbar - . Die feinen Fältchen, an denen manch eine(r) sich stört, fördern damit so zusagen ein bisschen das gegenseitige Verstehen (auch wenn wir uns dessen meist nicht bewusst sind). Tickt beim einen langsamer, beim anderen schneller: die innere Uhr Die bei jedem Menschen nach einem genetischen Code unvermeidlich ablaufende Alterung wird als Zeitalterung bezeichnet. Man kann aber leicht beobachten, dass der Alterungsprozess sehr unterschiedlich schnell abläuft. Manche Menschen behalten ihre glatte, jugendliche Haut viel länger als andere und sehen oft zehn und mehr Jahre jünger aus, als sie tatsächlich sind. Wie schnell wir altern, ist vor allem eine Frage unserer - inneren Uhr - , der genetischen Disposition, an der wir nichts ändern können. Aber wie gesagt: nicht nur! Eine unausgewogene Ernährung zum Beispiel, Dauerstress oder Sonnenlicht sind äußere Faktoren, die die Hautalterung beschleunigen. Wenn man daran etwas ändern möchte, sind zur Zeit besonders zwei Verfahren sinnvoll und erfolgreich: die Lasertherapie. das Pealingverfahren Bei allem sollten Sie bedenken: dies sind Behandlungen, die die gesetzliche Krankenversicherung nicht übernehmen.
Aktuelle Themen
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Aktuelles bei Hautinfo.de
In dieser Stelle veröffentlichen wir Beiträge zu aktuellen Themen.
Bitte wählen Sie einen Artikel aus dem Menü aus.
Hautschwielen
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Sie verursachen nicht nur orthopädische Probleme, sondern führen auch zu Hautkrankheiten. Die häufigste Folge sind so genannte Hühneraugen oder auch Schwielen genannt. Die Therapie besteht eigentlich nur im 2. Schritt im Abtragen des Hornmaterials. Falls das Schuhwerk nicht gewechselt wird, ist die ganze Arbeit umsonst und es kommt zur erneuten Schwielenbildung. Die wichtigste Maßnahmen ist neben der Druckentlastung das Vermeiden von einseitigen Belastungen. Die Schwiele selbst läßt sich mit salizylsäurehaltigen Pflastern aufweichen. Dann kann der Arzt sie sehr schön mit einer chirurgischen Kürette abtragen.
androgenetische Alopecie
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Haarausfall
Haarausfall nennt man auch Alopezie. Damit wird ein Zustand bezeichnet, bei dem 60 Prozent der Haare an eine Stelle oder in einem bestimmten Gebiet ausfallen. Es gibt verschiedene Formen des Haarausfalls. Er kann genetische Ursachen haben, sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, oder auch akut auftreten. Von den Geheimratsecken zur Glatze - der ganz ""normale"" Haarausfall ist genetisch bedingt. Am häufigsten ist die androgenetische Alopezie. Dabei handelt es sich um einen genetisch vorbestimmten Haarverlust, der durch Alterung verursacht wird. Er ist von rassischen und familiären Veranlagungen abhängig. Diese Veränderungen sind hormonell gesteuert. Dabei bewirken die Hormone bei Männern einerseits ein gesteigertes Wachstum im Bartbereich, andererseits die Vermehrung von Talgdrüsen auf dem Kopf. Die Vermehrung der Talgdrüsen ist mit dem Verlust der Haare verbunden. Normalerweise beginnt diese Veränderung zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. Sie startet im Bereich der Stirnhöcker und der Scheitelregion. Es kommt zu den bekannten ""Geheimratsecken"". Im weiteren Verlauf verbinden sich die haarfreien Zonen, so daß allmählich eine Glatze entsteht. Hormoneller Haarausfall ist bei Frauen seltener, als bei Männern. Hormonbedingter Haarausfall bei Frauen ist selten, kann aber durchaus vorkommen. Er ist schwächer ausgeprägt als beim Mann. Zugrunde liegt eine Störung der weiblichen östrogenproduktion. Der Haarausfall kann dann begleitend bei Tumoren der Eierstöcke, oder nach der Menopause auftreten. Häufig ist die androgenetische Alopezie bei der Frau mit einem maskulinen Behaarungstyp verbunden. Bei den betroffenen Frauen findet sich Haare an den Unterschenkeln, an Zehen und im Gesichtsbereich. Die Möglichkeiten der Behandlung sind beschränkt. Androgenetische Alopezie kann bei der Frau mit Hormonpräparaten, wie z.B. hormonellen Verhütungsmitteln oder örtlich aufgetragenen, östrogenhaltigen Mitteln behandelt werden. Beim Mann ist die genetische Veranlagung zum Haarverlust schwer behandelbar. Relativ erfolgreich können in Haarwässern enthaltene östrogene wirken. Auch die medikamentöse Hemmung bei der Vermehrung der Talgdrüsen ist wirksam. Meistens beschränkt sich die Wirkung aber nur auf die Dauer der Anwendung. Alopecia areata
Immuntherapie bei Hautkrebs
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Ein großes Problem in der Tumortherapie stellt das Stadium da, bei dem eine Operation nicht mehr durchgeführt werden kann, weil der Krebs bereits mit Metastasen gestreut hat. In diesem Fall muss therapeutisch eine andere - Schiene - gefahren werden, bei der man versucht, diese Metastasen zum Beispiel durch eine Chemotherapie zu zerstören. Der alte Traum der Immunologen ist es aber, Tumorzellen ähnlich wie Infektionen durch die körpereigenen Immunsysteme zu eliminieren. Man versucht die klinische Entwicklung von antigenspezifischen Immuntherapien gegen bösartige Erkrankungen. Wie funktioniert das? Täglich entstehen in unserem Körper Millionen von Krebszellen, die aber von unserem Immunsystem erkannt und daraufhin abgetötet werden. Entgeht nun aber eine Krebszelle beziehungsweise mehrere gleichgeartete Krebszellen diesem Immunsystem, so fängt der Krebs an zu wachsen - Krebsmetastasen beginnen zu wuchern. Der Grundgedanke der Tumorvakzinierung ist verlockend einfach: über eine aktive Immunisierung mit tumorspezifischen Antigenen wird in der Idealvorstellung sowohl die humorale und zelluläre Immunabwehr induziert oder verstärkt, mit dem Ziel Tumorzellen zu erkennen und abzutöten.
Neurodermitis
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Neurodermitis
Ursachen
Eine Atopie ist eine ererbte Bereitschaft zu allergischen Reaktionen. Die Neurodermitis hat viele Namen. Einer der wichtigsten Namen in der Fachsprache ist die Bezeichnung atopisches Ekzem oder auf Englisch atopic dermatitis. Eine Atopie ist eine ererbte Bereitschaft zu allergischen Reaktionen. Dabei können verschiedene Organsysteme betroffen sein:
die Haut = Neurodermitis. die Schleimhäute. die Nase = allergischer Schnupfen, Heuschnupfen. die Augen = allergische Bindehautentzündung. der Darm. die Bronchien = allergische Bronchitis und Asthma. Vor allem Kinder sind betroffen. Die Neurodermitis ist eine allergische Hauterkrankung, die vor allem Kinder und Jugendliche betrifft, die eine genetische Veranlagung besitzen. Deshalb tritt die Neurodermitis auch familiär gehäuft auf. Streß ist ein häufiger Auslöser für Neurodermitis. Neben der genetischen Veranlagung kommen aber als Ursache auch noch andere Faktoren in Frage. Vor allem spielen auch psychische Komponenten, z. B. Streß eine große Rolle. In vielen Fällen wird die Neurodermitis auch durch gewöhnliche Allergene, z.B. durch Pollen, ausgelöst. Krankheitsbild
Aufgeplatzte Bläschen trocknen ein und verkrusten. Meistens beginnen die Symptome der Neurodermitis bei Säuglingen mit dem dritten Lebensmonat. Als erstes zeigen sich symmetrischen Rötungen an den Wangen und eine feine, gelbliche Schuppung auf dem Haarboden. Die Oberfläche der Haut ist dann matt. Es kommt zur Bildung von Bläschen, die aufplatzen und nässen. Die daraufhin entstehenden Wunden trocknen ein und verkrusten dann. Auf dem Kopf werden diese Erscheinungen Milchschorf genannt. An den Beugeseiten der Extremitäten verändert sich die Haut. Bei Kindern und Kleinkindern zeigt sich im weiteren Verlauf die Neurodermitis besonders in den Beugeseiten der Extremitäten. Ellenbeugen, Kniekehlen und Fußbeugen ändern ihr Aussehen. Die Haut ist verdickt und das Hautrelief ist vergröbert. Die Pigmentierung wird dunkler. Oft zeigen sich auch Symptome eines akuten Ekzems, wie Rötung oder Knötchenbildung. Charakteristisch sind außerdem das Fehlen der seitlichen Augenbrauen, die typische Unterlidfalte und die behaarten, und somit fehlenden Schläfenwinkel. Neurodermitiker leiden fast immer unter einer allgemeinen Hauttrockenheit, die sich in den Wintermonaten verstärkt. Teufelskreis Juckreiz
Juckreiz führt zu ständigem kratzen. Das größte Problem bei der Neurodermitis ist wohl der Juckreiz. Darunter leiden die Betroffenen ganz besonders. Der Juckreiz tritt periodisch auf und kann manchmal unerträglich werden. Dann zwingt er die Betroffenen dazu, sich ständig zu kratzen. Neurodermitiker sind oft übermüdet. Das ständige Kratzen läßt die Betroffenen schlecht schlafen. Sie sind oft chronisch müde. Diese dauernde Müdigkeit führt wiederum zu einer Verstärkung des Juckreizes. Das andauernde Reiben und Kratzen bewirkt zusätzlich eine ständige Irritation der Haut. Das führt dazu, daß sich die Haut in diesen Bereichen noch mehr verdickt. Glanznägel sind ein typisches Zeichen. Ein weiteres Merkmal für Neurodermitiker sind die typischen Glanznägel. Sie entstehen durch das ständige Kratzen. Dabei werden die Oberflächen der Fingernägel poliert. Psychische Belastung
Probleme entstehen im frühen Kindesalter. Bereits die Bezeichnung der Erkrankung beinhaltet - Neuro - . Das deutet auf eine Beteiligung psychischer Faktoren hin. Ein Grund für die starken psychischen Belastungen bei der Neurodermitis ist sicher das nicht sehr schöne Aussehen. Das führt schon im frühen Kindesalter zu Problemen. Zärtlichkeit tut weh. Die aufgekratzte Seele. Neurodermitis Kinder mit Neurodermitis werden seltener gestreichelt, als Kinder mit normaler Haut. Das Streicheln wird von den Kindern als schön empfunden. Auf der anderen Seite verursacht es aber auch Schmerzen. So weisen die betroffenen Kinder das Streicheln oft ab, weil es weh tut, obwohl sie sich nach Zärtlichkeit sehnen. Das Ablehnen der Zärtlichkeit tut aber ebenfalls weh. Die eigenen Haut ist eine störende Barriere. Von Neurodermitis betroffene entwickeln auch früh ein problematisches Verhältnis zu ihrer Haut. Normalerweise transportiert die Haut, gerade durch das Streicheln der Eltern hervorgerufene, positive Empfindungen. Zwar empfinden Neurodermitiker das Gefühl der Zärtlichkeit. Diese Empfindung wird aber nicht über die Haut - transportiert - . Die Haut ist eher eine störende - Barriere - empfunden, die abgelehnt wird. - Es-geht-nicht! - wird zum Lebensmotto. Neurodermitis verläuft sehr häufig in Schüben. Diese Schübe werden nicht selten durch psychisch belastende Situationen hervorgerufen. Besonders die sogenannten - Es-geht-nicht - -Situationen, in denen sich die Betroffenen wie gefangen fühlen. Das führt oft zu einem Teufelskreis. - Es-geht-nicht! - wird zu einem Lebensmotto. Konfliktbehaftete Situationen führen dann schnell zu Schüben mit sichtbaren und schmerzhaften Ausschlägen. Psychotherapie ist notwendig. Diese kurz dargestellten psychischen Komponenten machen deutlich, daß in den meisten Fällen bei den Betroffenen eine begleitende psychotherapeutische Behandlung notwendig ist. Ein intaktes uns sicheres soziales Umfeld ist für Neurodermitiker besonders wichtig. Therapie
Die Symptome kommen immer wieder. Die Therapie der Neurodermitis ist problematisch. Kortikosteroide verschaffen zwar eine Linderung. Wenn sie abgesetzt werden flammen die Symptome aber meistens wieder auf. Eine langfristige, dauerhafte Behandlung mit Kortikosteroiden ist nicht sinnvoll. Die Betroffenen sind meistens viel zu jung. Außerdem sind die Nebenwirkungen dieser Medikamente oft sehr groß. Der Juckreiz wird mit Antihistaminika gehemmt. Häufig wird vor allem der Juckreiz behandelt. Eine Linderung während der akuten Schübe wird oft durch die systhemische Gabe von Antihistaminika erreicht. Bei Schlafstörungen kann die Einnahme von Schlafmitteln sinnvoll sein. Sie sollten aber auf keinen Fall dauerhaft eingenommen werden. Die trockene Haut muß mit fettenden Salben behandelt werden. Trockene Haut verstärkt die Beschwerden. Deshalb wird die Haut mit fettenden Salben oder Bädern mit rückfettenden Substanzen behandelt. Bei sehr starken Beschwerden können zusätzlich feuchte Umschläge, Lotionen oder Teerpräparate angewandt werden. Ist der Verlauf der Neurodermitis chronisch und die Symptome nur schwach ausgeprägt, haben sich Harnstoff-Präparate bewährt. Es wurden auch schon Immunsuppressiva mit gutem Erfolg eingesetzt. Eine vollständige Heilung kann es wegen der erblichen Komponente nicht geben. Eine Prognose für die Stärke und die Dauer des Krankheitsverlaufs läßt sich nicht aufstellen. In der Regel leidet ungefähr ein Viertel aller Neurodermitis- Kinder auch noch als Erwachsene unter den atopischen Schüben. Aber auch wenn die Symptome im späten Alter ausbleiben, besteht immer noch die genetische Veranlagung. Die Neurodermitis kann jederzeit von neuem provoziert werden. Deshalb ist auch Vorsicht bei Therapien angebracht, die eine vollständige Heilung versprechen. Tips für Neurodermitiker:
Noch ein paar Tips: Oft kommt es zu einer Linderung der Beschwerden bei Besuchen an der Nordsee oder im Hochgebirge. Verschlechterungen zeigen sich oft in der Herbst- Winter- Zeit, weil da die Haut oft besonders trocken ist. Bei Neugeborenen zeigen sich oft Verbesserungen bzw. Abschwächungen der Symptome durch das Stillen der Säuglinge. Neurodermitiker sollten Zitrusfrüchte, Obstsäfte, Alkohol und scharfe Gewürze vermeiden. Sie können die Symptome verschlechtern. Jeder Betroffene sollte darauf achten, welche Substanzen er nicht verträgt, und diese dann meiden. Das kann individuell sehr unterschiedlich sein. Allgemein sollten Neurodermitiker luftdurchlässige Kleidung bevorzugen und rauhe Kleidung sowie Wolle meiden.
Weitere ausführliche Informationen unter: www.jucknix.de , dem Portal rund um die Krankheit Neurodermitis
Maul- und Klauenseuche: Tückisch und hochansteckend
- Details
- Kategorie: Standardkategorie
Nach der Rinderkrankheit BSE bedroht jetzt die Maul- und Klauenseuche die Viehherden in Europa. Sie ist eine für Klauentiere (Rinder, Schweine, Schafe) sehr ansteckende Erkrankung, die sich sehr schnell zur Epidemie entwickeln kann. Menschen hingegen infizieren sich nur selten. Der Erreger ist das Maul- und Klauenseuchenvirus, das sich in der Umgebung der Eintrittspforte vermehrt, wo es zur Blasenbildung kommt. Die häufigsten Eintrittspforten sind Haut oder Schleimhäute des oberen Atmungs- und Verdauungstraktes.
Die übertragung erfolgt durch den Kontakt mit kranken Tieren oder infiziertem Futter. Aber auch der Bauer selbst kann zum überträger werden: Das Virus haftet an Gummistiefeln, Haaren oder Jacken. Erkrankte Tiere zeigen Fieber, Futterverweigerung, Speichelfluss und Rinder die charakteristischen Bläschen im Bereich der Mundhöhle, Zitzen und Klauen, die der Krankheit ihren Namen geben. Bei Schweinen steht die mit Lahmheit verbundene Blasenbildung im Bereich der Klauen im Vordergrund. Eine spezifische Behandlung gibt es nicht. Befallene Bestände werden wie jetzt in Großbritannien getötet und es erfolgen umfangreiche Sperrmaßnahmen und Handelsverbote.
Der Mensch infiziert sich sehr selten mit dem Virus, meist durch den direkten Kontakt mit infizierten Tieren, insbesondere durch deren Speichel. Seltener ist die Ansteckung durch infizierte Gegenstände, durch rohe Milch oder nichterhitzte Milchprodukte von infizierten Tieren. Sollte es dennoch zu einer Ansteckung kommen, so treten nach zwei bis sechs Tagen Krankheitszeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, Mattigkeit und Kreuzschmerzen auf. Innerhalb von zwei bis drei Tagen entwickelt sich am Ort der Infektion wie beim Tier eine Blase. In den folgenden Tagen sind linsengroße Blasen in der Mund-, Rachen-, Zungen- und Lippenschleimhaut und an den Fußsohlen typisch. Die schmerzhaften Hautveränderungen führen zu Speichelfluss und Schwellungen von Zunge und Lippen.
Verbreitet sich das Virus im Blut, kann es zu Magen-Darmentzündungen sowie ganz selten zu Nieren- und Herzentzündungen kommen. Treten Komplikationen dieser Art nicht auf, besteht die Therapie in einer lokalen antiseptischen Behandlung der Blasen. Dadurch wird eine zusätzliche Entzündung (Superinfektion) mit Bakterien vermieden. Die Krankheit heilt meist nach 14 Tagen narbenlos ab.