Das Tragen von Winterstiefeln erhöht das Risiko für Fuß- und Nagelpilze. Bei Kindern werden sie oft spät entdeckt.

Obwohl fast jeder 3. Erwachsene an Fußpilz leidet, sind Kinder bis vor einigen Jahren davon weitgehend verschont geblieben. Dies hat sich nun geändert. Mittlerweile besuchen sogar Kindergartenkinder mit Fuß- oder Nagelpilz die Hautarztpraxen.
Dermatologen bestätigen, dass inzwischen schon Kinder zwischen 3 und 8 Jahren Pilznägel haben. Leider wird die Erkrankung bei Kindern häufig gar nicht oder erst spät entdeckt.

 


Zur Vorbeugung empfehlen sich folgende Maßnahmen:

• Schuhe: Pilzsporen mögen es feucht-warm. Schuhe sollten am besten atmungsaktiv sein. Denn je weniger atmungsaktiv Schuhe sind, desto leichter entwickeln Kinder stinkende Füße. Dies kann eine Infektion begünstigen.

• Freizeit: Eltern sollten Vorbild sein:
Eltern können viel dazu beitragen, dass es gar nicht erst zu Fuß- und Nagelpilzerkrankungen kommt. Nach Kindergarten, Schule, Sport und Spiel müssen Kinderschuhe gut auslüften
Besonders leicht holt man sich einen Fußpilz oder eine Nagelpilzerkrankung in öffentlichen Schwimmbädern und Gemeinschaftsduschen, z.B. in der Sauna. Wo Menschen barfuß gehen, befinden sich Hautschüppchen und Sporen. Sie haften sich an die Fußhaut an und können über Risse in die Haut eindringen.
Die wirksamste Vorbeugungsmaßnahme ist das Tragen von Badeschuhen. Nach dem Duschen sollte man darauf achten, dass Kinder die Füße, besonders die Zehenzwischenräume, gut abtrocknen. Denn auf trockener Haut entwickeln sich Pilze schlecht.
• Hygiene:
Socken + Handtücher, an denen Pilzsporen haften könnten, bei 60° waschen; die Strümpfe täglich wechseln. Wer unter Fußpilz leidet, sollte auch die Schuhe desinfizieren, z.B. mit einem antimykotischen Spray.

Therapie:
Fuß- und Nagelpilz werden, wie bei Erwachsenen, mit antimykotischen Cremes, Sprays und Lack behandelt. Nagelpilz kann dabei leider sehr hartnäckig sein.
Dermatologen bestätigen, dass antimykotische topische Therapien nur dann effizient wirken, wenn weniger als 50% des Nagels und nicht mehr als 3 von 10 Zehen befallen sind.
In vielen Fällen ist also eine systemische Therapie (Tabletten) mit Wirkstoffen wie z.B. Amphotericin B, Flucytosin oder Terbinafin notwendig.
Die systemische Therapie wird hauptsächlich bei systemischen Pilzinfektionen, die sich im Inneren des Körpers abspielen, eingesetzt. Sie findet aber auch Anwendung, wenn eine längerfristige topische Therapie von oberflächlichen Pilzinfektionen nicht den gewünschten Therapieerfolg gezeigt hat. Weitere Gründe, die eine systemische Therapie notwendig machen können, sind u.a. Unverträglichkeiten von äußerlich angewandten Antimykotika, stark entzündete oberflächliche Pilzinfektionen oder schwere Hautveränderungen.
Allerdings sind die Tabletten für Kinder nicht zugelassen, da Studien fehlen. Somit müssen Eltern der Behandlung zustimmen.
Wichtig zu wissen:
Nach einer erfolgreichen Behandlung kehrt der Nagelpilz oft wieder zurück. Die Rückfallquote liegt bei ca. 20.25%. Von daher ist es wichtig, die Nägel auch nach der Therapie hin und wieder mit einem Anti-Pilz-Lack oder Creme zu behandeln

 

Autor: Hautinfo Redaktion

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1. Warum gilt eine gesunde Bräune als Zeichen von Gesundheit?
Eine gesunde Bräune wird oft mit Wohlstand und Erholung assoziiert. Umfragen zeigen, dass viele Europäer glauben, dass Bräune Gesundheit signalisiert, trotz der Warnungen vor übermäßigem Sonnenkonsum.

2. Welche Hautpflegeprodukte sind für empfindliche Haut geeignet?
Für Menschen mit empfindlicher Haut sind Produkte empfehlenswert, die wenig Inhaltsstoffe enthalten und hypoallergen sind. Es ist wichtig, auf die Bedürfnisse der Haut zu achten und bei Bedarf dermatologische Beratung in Anspruch zu nehmen.

3. Was ist die Photodynamische Therapie (PDT) und wie funktioniert sie?
Die PDT ist ein Verfahren zur Behandlung von Lichtschädigungen und zur Hautverjüngung. Sie hilft, Frühformen von Hautkrebs zu erkennen und zu behandeln, während sie gleichzeitig die Neubildung von Kollagen fördert.

4. Wie kann ich meine Haut im Winter optimal pflegen?
Im Winter ist es wichtig, die Haut mit feuchtigkeitsspendenden Cremes zu schützen, da kalte Temperaturen und trockene Raumluft zu einem Verlust der Hautfeuchtigkeit führen können. Regelmäßige Anwendung von Feuchtigkeitscremes und das Trinken von ausreichend Wasser sind entscheidend.

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