Die Krätze (Skabies) ist eine ansteckende Hautkrankheit, die durch Milben (Sarcoptes scabiei) hervorgerufen wird. Diese bohren Gänge in die oberen Hautschichten und legen dort ihre Eier ab. Es kommt zu starkem Juckreiz und zu kleinen geröteten Knötchen oder Pusteln auf der Haut. Der Juckreiz kann durch Wärme (nachts im Bett) verstärkt werden. Bevorzugt siedeln sich Milben zwischen den Fingern, an Hand- und Fußgelenken, Achselfalten, Ellenbogen und im Po- und Genitalbereich an.

Krätze ist leicht durch Hautkontakt übertragbar, seltener über Kleidung und Bettwäsche. Die Milben können nur auf dem menschlichen Körper überleben, während sie auf Gegenständen (zum Beispiel Bettwäsche) meist nach kurzer Zeit absterben. Die Beschwerden beginnen erst drei bis vier Wochen nach der Ansteckung und werden am Anfang häufig als Allergie oder Ekzem missgedeutet. Hier kann der erfahrene Dermatologe helfen. Entgegen der weitverbreiteten Meinung kann Krätze auch in den - besten Familien - und unter besten hygienischen Bedingungen vorkommen.

Es gibt verschiedene Formen der Skabies: Gerade bei Menschen mit einem gepflegten äußeren ist die Skabies häufig nur schwer zu diagnostizieren. Man spricht in diesen Fällen von der - gepflegten - Skabies, weil die Hygienemaßnahmen und die Körperpflege die klassischen Hautzeichen einer Skabies kaschieren. Nicht selten kommt es hier zu Fehldiagnosen. Solche schwierigen Krankheitsbilder sind meist nur vom Fachmann (Dermatologen) richtig zu diagnostizieren. Bei Menschen mit einem schlechten Hygienezustand oder einem reduzierten Immunsystem kann es zu einer verheerenden Ausbreitung der Skabies kommen. Man spricht hier von einer - Skabies norvegica - .

Therapie: Bei Verdacht sofort Ihren Arzt konsultieren! Ihr Arzt kann Ihnen effiziente Medikamente (meist Lotionen oder Gele) aufschreiben. In seltenen und therapieresisten Fällen hilft auch eine Therapie mit Tabletten. Möglichst nicht kratzen, sonst kann es zusätzlich zu einer Infektion kommen. Gegen den Juckreiz helfen Antihistaminika als Salben, Gele oder Tropfen und Tabletten. Sind Sie oder Ihre Familie betroffen, ist es wichtig, dass man den Ansteckungskreis unterbricht.

Was können Sie hier tun? Um Krätzemilben effizient bekämpfen zu können, sollte man sich zuerst einmal kurz mit der Biologie von Krätzemilben beschäftigen. Sie müssen spätestens nach drei Tagen den Menschenkontakt finden, damit sie überleben können. Ist nach vier Tagen immer noch kein Wirt gefunden, so sterben die Milben ab. Hier liegt die Chance!

Die - to-do Liste - bei Skabies Jeden Tag die verschriebenen Medikamente verwenden. Wäsche täglich wechseln und vier Tage lang nicht tragen. Während dieser Zeit diese Wäsche in einen Plastiksack stecken oder besser an der frischen Luft aufhängen. Innerhalb dieses Zeitraums sterben die Milben auf der Kleidung ab. Kleidung, Bettwäsche und Handtücher nachher möglichst heiß waschen, am besten kochen. Es gibt auch Präparate wie Sacrotan, die zur Wäsche verwendet werden können. Besonders häufig kommt es zu Epidemien in Kindergärten, Schulen oder in Altersheimen. Entscheidend ist, dass bei solchen - Epidemien - in konzertierter Aktion an das Problem herangegangen wird. Die Patienten müssen jeden Tag behandelt werden, die Kleidung und Bettwäsche muss täglich gewechselt werden, am besten, dass der gerade eingesalbte Patient sich in das frischgemachte Bett legt. Dann wird die Wäsche sofort entsorgt; diese Prozedur täglich und über fünf Tage in Folge fortsetzen. Dann müsste diese Epidemie in den Griff zu bekommen sein. Ist sie nicht zu stoppen, so liegt das meist daran, dass in der beschriebenen Kette eine kleine Lücke klafft, so dass Milben immer wieder überleben können.

Sonstige Milbenerkrankungen Neben dieser häufigsten Milbenart gibt es noch Milben, die gerne durch Haustiere wie Vögel oder Pferde übertragen werden. Die Symptome sind die gleichen wie bei der Skabies, dennoch kommt es nicht selten zu einer Spontanheilung, da der Mensch ein Fehlwirt ist und die Milben absterben. Gerade bei Tierhaltern wie Taubenzüchter können diese Milben auch oft allergische Reaktionen auslösen.

Im Sommer und Spätsommer ist in ländlichen Gebieten die Erntekrätze (Trombidiose) oder Getreide- und Gerstenkrätze von Bedeutung. Hierbei handelt es sich um Milben, die sich auf Getreide und Gräsern befinden und bei Hautkontakt den Menschen befallen.

 

 

 

 

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Autor: Hautinfo Redaktion

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1. Warum gilt eine gesunde Bräune als Zeichen von Gesundheit?
Eine gesunde Bräune wird oft mit Wohlstand und Erholung assoziiert. Umfragen zeigen, dass viele Europäer glauben, dass Bräune Gesundheit signalisiert, trotz der Warnungen vor übermäßigem Sonnenkonsum.

2. Welche Hautpflegeprodukte sind für empfindliche Haut geeignet?
Für Menschen mit empfindlicher Haut sind Produkte empfehlenswert, die wenig Inhaltsstoffe enthalten und hypoallergen sind. Es ist wichtig, auf die Bedürfnisse der Haut zu achten und bei Bedarf dermatologische Beratung in Anspruch zu nehmen.

3. Was ist die Photodynamische Therapie (PDT) und wie funktioniert sie?
Die PDT ist ein Verfahren zur Behandlung von Lichtschädigungen und zur Hautverjüngung. Sie hilft, Frühformen von Hautkrebs zu erkennen und zu behandeln, während sie gleichzeitig die Neubildung von Kollagen fördert.

4. Wie kann ich meine Haut im Winter optimal pflegen?
Im Winter ist es wichtig, die Haut mit feuchtigkeitsspendenden Cremes zu schützen, da kalte Temperaturen und trockene Raumluft zu einem Verlust der Hautfeuchtigkeit führen können. Regelmäßige Anwendung von Feuchtigkeitscremes und das Trinken von ausreichend Wasser sind entscheidend.

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