Neuheiten bzgl. der Systemtherapie der atopischen DermatitisNeuheiten bzgl. der Systemtherapie der atopischen DermatitisIn schweren Fällen einer atopischen Dermatitis (AD) ist eine Systemtherapie indiziert. 
Bislang waren für diese Indikation lediglich Ciclosporin und systemische Glukokortikosteroide zugelassen. Daneben liegen mittlerweile positive Erfahrungen aus der Praxis zum (Off label) Einsatz von weiteren Wirkstoffen, wie Mycophenolsäure, Methotrexat, Alitretinoin, Azathioprin und Ustekinumab, vor.Intensive Forschungen zielen auf ein besseres Verständnis im Hinblick auf genetische und immunologische Faktoren dieser chronisch-entzündlichen Hauterkrankung ab. 

 

 


Dabei wurden kürzlich für eine Behandlung mit Mycophenolsäure relevante Genpolymorphismen bei Patienten mit AD identifiziert, die ein Therapieansprechen auf diesen Wirkstoff vorhersagen könnten.Die Identifikation von Genpolymorphismen dient als Grundlage einer „ personalisierten, individuellen“ Medizin.Der Begriff der „personalisierten Medizin“ bezieht sich auf pharmakologische Therapien, die mit der individuellen Verstoffwechselung von bestimmten Substanzen bzw. einem individuellen genetischen Hintergrund verknüpft sind, und mit einem besonders guten oder besonders schlechten Ansprechen auf bestimmte Medikamente verbunden sind. Für die Indikation einer personalisierten Therapie bei AD wurde kürzlich ein Beispiel veröffentlicht:  Mycophenolsäure wird bei Versagen des einzigen derzeit für die Systemtherapie zugelassenen Wirkstoffs Ciclosporin nicht selten „off-label“ eingesetzt, ist jedoch nur bei etwa der Hälfte der Patienten gut wirksam.Momentan befindet sich eine Vielzahl völlig neuer Wirksubstanzen in der klinischen Erprobung, die spezifisch in das Entzündungsgeschehen bei AD eingreifen und für erste vielversprechende Behandlungseffekte auf den Hautzustand bzw. die Juckreizsymptomatik bei AD beobachtet werden konnten. Als ein herausragendes Ergebnis dieser Entwicklungen wurde im September dieses Jahres in Europa und damit auch in Deutschland erstmals ein Biologikum als „First-line“-Therapie für die Indikation einer mittelschweren bis schweren AD im Erwachsenenalter zugelassen: Dupilumab ist ein humaner monoklonaler Immunglobulin(Ig)G4-Antikörper und blockiert eine Untereinheit sowohl des Interleukin(IL)-4- als auch des IL-13-Rezeptors, sodass die Wirkung dieser beiden für die akute Krankheitsphase bei AD entscheidenden Zytokine gehemmt wird. Aber auch das IL-13 selbst, der für den Juckreiz bei AD relevante IL-31-Rezeptor, der Histamin-4-Rezeptor und Januskinasen stellen neue therapeutische Zielstrukturen klinischer Studien zur Behandlung der AD dar.
Wer mehr über den Umgang mit Neurodermitis erfahren möchte, dem hilft „AGNES“ weiter.Die Bezeichnung steht für die Arbeitsgemeinschaft Neurodermitis-Schulung. Auf der Homepage www.neurodermitisschulung.de stehen Zentren und Ansprechpartner. 
Quelle:  Der Hautarzt, 3/2018 

 

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Autor: Hautinfo Redaktion

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Die PDT ist ein Verfahren zur Behandlung von Lichtschädigungen und zur Hautverjüngung. Sie hilft, Frühformen von Hautkrebs zu erkennen und zu behandeln, während sie gleichzeitig die Neubildung von Kollagen fördert.

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Im Winter ist es wichtig, die Haut mit feuchtigkeitsspendenden Cremes zu schützen, da kalte Temperaturen und trockene Raumluft zu einem Verlust der Hautfeuchtigkeit führen können. Regelmäßige Anwendung von Feuchtigkeitscremes und das Trinken von ausreichend Wasser sind entscheidend.

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