Sommer, Sonne, Sonnenbrand – letzterer ist zwar unangenehm und schmerzhaft, aber bei weitem nicht die größte Gefahr, die langer, ungeschützter Aufenthalt in der Sonne mit sich bringt. Rund 270.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Hautkrebs, eine Verdopplung in nur 15 Jahren. Hautkrebs ist weltweit eine der häufigsten Krebserkrankungen. Knapp 15 % entfallen auf den bösartigen schwarzen Hautkrebs, der ohne Früherkennung nur schwer zu behandeln ist und schnell tödlich verläuft. Bereits seit 2008 gehört deshalb das Hautkrebs-Screening zum gesetzlichen Leistungskatalog der Krankenkassen.

 

Diesen Anspruch haben Sie auf jeden Fall

Ab dem 35. Lebensjahr dürfen Sie auf Kosten der Krankenkasse alle zwei Jahre zu einem Screening. Dabei wird die Haut unter einer sehr hellen Lampe untersucht. Berechtigt zur Vorsorge als Kassenleistung sind hausärztlich tätige Allgemeinmediziner, Fachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten (Dermatologen),  Internisten und praktische Ärzte, falls sie an einer entsprechenden Fortbildung teilgenommen haben. Die Untersuchung dauert etwa 15 Minuten und wird mit bloßem Auge am ganzen Körper durchgeführt. Der Arzt achtet auf alle verdächtigen Veränderungen der Haut, zum Beispiel auffällige Muttermale und asymmetrische Leberflecke.

So können Sie die Vorsorge verbessern

Die Vorsorge auf Kassenkosten ist eine gute Sache, aber nicht immer ausreichend. Besonders wenn Sie viele Leberflecke oder Muttermale haben und deshalb zu den Menschen mit höherem Risiko zählen, sollten Sie Tarife vergleichen, beispielsweise beim Vergleichsportal 9Brands.de. Eine ganze Reihe von Krankenkassen geht über den gesetzlichen Mindestumfang hinaus und zahlt zumindest Zuschüsse. So tragen sie die Kosten einer Untersuchung viel früher, beispielsweise schon ab 17 oder zwanzig Jahren, und sie übernehmen auch die Kosten einer aufwendigeren Untersuchung. Empfehlenswert sind etwa das Auflichtmikroskop, das für Selbstzahler mit etwa 25 Euro bzw. bei einer digitalen Vergrößerung mit 40 Euro zu Buche schlägt. Mit Hilfe von Fluoreszenzdiagnostik entdeckt der Mediziner Hautveränderungen in einem sehr frühen Stadium und kann nach einem Eingriff beurteilen, ob alle betroffenen Gewebepartien restlos entfernt wurden. Sinnvoll ist auch die Fotodokumentation, die anhand eines Muttermal-Katalogs Veränderungen zwischen zwei Untersuchungen leichter erkennbar macht. Aber diese Zusatzleistung wird von den gesetzlichen Kassen in aller Regel nicht bezahlt, wenn kein besonderes Risiko besteht. Eine private Zusatzversicherung kann helfen.

  

 

 

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