Das Feuermal

Das Feuermal ( lat. Naevus flammeus) ist eine angeborene Gefäßfehlbildung der Kapillaren in der Haut. Es sind meistens leicht erhabene, rosa-burgunderfarbene Hautareale. Im Erwachsenenalter entwickeln sich diese Feuermäler meistens zu stärker erhabenen und teilweise dunkelroten Flächen.

Sie sind ein Fehlbildung, können aber auch traumatisch zum Beispiel während des Geburtvorganges verursacht werden. Sind die Feuermäler ausgedehnt, so muss man ausschließen, dass auch andere Fehlbildungen (der Nerven) vorliegen oder dass so genannte Gefäßshunts, das sind - Kurzschluss - verbindungen zwischen größeren Arterien und Venen, existieren. Wenn dabei Extremitäten betroffen sind, können Sie zu Riesenwuchs führen.

Feuermäler sind kosmetisch sehr störend und können bei den Betroffenen zu einer sehr starken psychischen Beinträchtigung führen. Therapeutisch kann man abdeckende Substanzen wie Camouflage verwenden. Die in den letzten Jahren aber immer besser werdene Lasertechnologie (gepulster Farbstofflaser, Argonlaser) hat diese Therapieverfahren zur Mittel der ersten Wahl werden lassen. Feuermäler lassen sich meist so gut behandeln, dass nach der Therapie kein Unterschied mehr zur gesunden Haut erkennbar ist.

Vom Feuermal sind so genannte Hämangiome abzugrenzen, die sich nach der Geburt entwickeln können. Dies sind ebenfalls meist gutartige Gefäßtumore, die aber gelegentlich solch ein starkes Wachstum entwickeln können, dass sie zu masiven Entstellungen beispielsweise im Gesicht führen können. Meistens bildet sich das Hämangiom aber im Verlauf der nächsten Jahre zurück. Sind die Hämangiome sehr klein, kann man abwarten und auf die Zurückbildung warten. Sind sie aber sehr groß und zeigen ein schnelles Wachstum, so versucht man durch eine kurze Therapie mit Kortisonpräpraten das Wachstum zu unterdrücken oder man verwendet ebenfalls eine Lasertherapie. Häufig ist es aber so, dass auch nach erfolgreicher Therapie kleinere Narben übrig bleiben.

 

 

 

 

 

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