Kälteschäden der Haut

Der Winterurlaub steht vor der Tür, Ski fahren unter blauem Himmel oder andere angenehme Dinge im Schneeparadies machen. Wie im Sommerurlaub kann man sich aber einige unangenehme Mitbringsel einheimsen. Nicht nur die Sonne in den Bergen, auch die für die Haut ungewohnte Kälte kann schaden. Erfrierungen (Congelatio, Kongelation) kann man sich schneller zuziehen als man denkt.

Durch die Kälteeinwirkung kommt es zur Gefäßwandschädigung kleiner und kleinster Schlagadern im Bereich der Haut und der Körperendungen, am häufigsten an den Fingern, Zehen, Nasen und Ohren. Diese Kälteangitis kann zum Verschluss der Gefäße und zum Absterben der Haut führen.

Befund: Bei leichten Erfrierungen ist die Haut erst kalt, weiß und gefühllos, später blaurot und äußerst schmerzhaft. Schwillt der erfrorene Körperteil stark an und bilden sich Blasen an der Haut, liegt bereits eine mittelschwere Schädigung vor. Eine schwere Erfrierung ist durch Zerstörung der Haut und evtl. der darunter gelegenen Weichteile (Nekrose) gekennzeichnet. Der betroffene Körperteil ist schwarzblau verfärbt und gefühllos.

Behandlung: Der erfrorene Körperteil wird langsam wieder erwärmt (z.B. im Wasserbad). Während mittelschwere Erfrierungen narbenlos abheilen, kann bei schwer geschädigten Körperteilen mit ausgedehnten Nekrosen sogar eine Amputation notwendig sein.

Schutz: Ausreichend warme Kleidung (Handschuhe nicht vergessen!) tragen, ist eigentlich der sinnvollste und einfachste Schutz. Besonders wichtig ist die Kopfbedeckung, da der Körper über den Kopf einen großen Teil seiner Wärme abstrahlt.

Achtung: Gerade Raucher sind besonders gefährdet, da bei Ihnen die Durchblutung in den Akren (zu deutsch: Finger und Zehen) häufig leicht reduziert ist.