Die Kleiepilzflechte, oder Pityriasis versicolor, ist eine nichtentzündliche, harmlose und weltweit verbreitete Pilzerkrankung durch den Pilz Pityrosporum ovale. Diese Pilzart gehört zur normalen Flora der Kopf- und Leistengegend.

Bei Menschen mit starker Körperbehaarung und durch starkes Schwitzen kann sich der Pilz auch auf andere Bereiche der Haut ausbreiten. Betroffen sind häufig Schulter, Hals, Brust und Rücken. Dort entwickeln sich scharf abgegrenzte, rötliche bis braune Flecken auf der Haut. Die Flecken sind nur klein, ungefähr so groß wie ein Pfennigstück. Sie können aber zu größeren Herden zusammenfließen. Innerhalb dieser Herde kann die sich die Farbe des Pilzgeflechtes unterschiedlich abzeichnen. Oft ist die Oberfläche des Herdes glatt. Sie kann aber auch kleieförmige Schuppen bilden. Die Schuppen sehen weißlich hell aus und sind splitterig. Daher stammt auch der Name.

Auf brauner Haut zeigen sich weiße Flecken. Die dunklen Flecken werden als Pityriasis versicolor bezeichnet. Sie finden sich auf heller Haut. Auf gebräunter Haut zeichnet sich das Pilzgeflecht als weißliche Flecken ab. Diese Form nennt sich Pityriasis versicolor alba.

Pilze lieben es feucht und warm. Die Krankheit kommt häufig im Sommer und in heißem, feuchten Klima vor. In europäischen Ländern sind nur ungefähr 0,5 bis 5 Prozent der Bevölkerung betroffen. In tropischen Ländern aber sind es 60 Prozent. Die Kleiepilzflechte kann außerdem als Begleiterscheinung einer systemischen Cortisontherapie auftreten. Patienten über 40 erkranken kaum. Mangelnde Hygiene ist kein begünstigender Faktor.

Shampoos und Cremes mit pilztötenden Substanzen helfen, die Pityriasis versicolor zu beseitigen. Durch Kratzen kann man von den befallenen Stellen Schuppen ablösen, die zur mikroskopischen Diagnosestellung verwendet werden. Soll eine Behandlung erfolgreich sein, ist es wichtig, die Reservoires des Pilzes am Kopf und unter der Behaarung zu vernichten. Dazu werden die Haare an Brust, Beinen oder im Genitalbereich entfernt. Außerdem werden die Kopfhaare mit Shampoos gewaschen, die pilztötende Substanzen enthalten. Der Körper kann mit Pyrithion-Zink-Cremes und Ketoconazol-Lösungen eingerieben werden, um die Pilzgeflechte abzutöten. Diese Behandlung wird in der Regel über zwei Wochen alle zwei Tage durchgeführt.

 

 

 

 

Autor: Hautinfo Redaktion

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1. Warum gilt eine gesunde Bräune als Zeichen von Gesundheit?
Eine gesunde Bräune wird oft mit Wohlstand und Erholung assoziiert. Umfragen zeigen, dass viele Europäer glauben, dass Bräune Gesundheit signalisiert, trotz der Warnungen vor übermäßigem Sonnenkonsum.

2. Welche Hautpflegeprodukte sind für empfindliche Haut geeignet?
Für Menschen mit empfindlicher Haut sind Produkte empfehlenswert, die wenig Inhaltsstoffe enthalten und hypoallergen sind. Es ist wichtig, auf die Bedürfnisse der Haut zu achten und bei Bedarf dermatologische Beratung in Anspruch zu nehmen.

3. Was ist die Photodynamische Therapie (PDT) und wie funktioniert sie?
Die PDT ist ein Verfahren zur Behandlung von Lichtschädigungen und zur Hautverjüngung. Sie hilft, Frühformen von Hautkrebs zu erkennen und zu behandeln, während sie gleichzeitig die Neubildung von Kollagen fördert.

4. Wie kann ich meine Haut im Winter optimal pflegen?
Im Winter ist es wichtig, die Haut mit feuchtigkeitsspendenden Cremes zu schützen, da kalte Temperaturen und trockene Raumluft zu einem Verlust der Hautfeuchtigkeit führen können. Regelmäßige Anwendung von Feuchtigkeitscremes und das Trinken von ausreichend Wasser sind entscheidend.

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