Nagelpflege

Schneiden, nicht brechen

Ein Nagel kann nur dann genau geschnitten werden, wenn die Schere geschliffen, stabil genug ist und nicht klemmt. Für die festeren Fußnägel eignet sich eine Nagelzange.

Wichtig ist, dass der Nagel wirklich exakt geschnitten und nicht am Rand abgebrochen wird. Denn dann kommt es zu scharfen Kanten und Spitzen, die sich schmerzhaft in die Haut bohren, sie verletzen und eine mögliche - Eintrittspforte - für Bakterien und Pilze schaffen.

Feinarbeit mit der Feile

Nägel schneiden ist gut, Feilen ist im Zweifelsfall besser und schonender. Damit Nägel nicht einwachsen, dürfen sie nicht zu kurz geschnitten werden. Bevor man zu viel abschneidet, sollte man die Feinarbeit lieber mit einer Feile erledigen. Damit lassen sich auch alle spitzen Ecken beseitigen. Wichtig: Nur in eine Richtung feilen, nicht hin und her.

Diamantfeilen sind besonders scharf und effektiv,

Sandblattfeilen sind besonders hygienisch, weil sie nach einmaligem Gebrauch weggeworfen werden (wegen der Gefahr der Neuansteckung bei einer Pilzinfektion zu empfehlen).

Wenn der Nagel einmal einwächst ...

... ist das zunächst noch keine Katastrophe. Am Anfang kommt es meist nicht sofort zu einer Infektion. Wächst der Nagel aber über eine längere Zeit hinweg – zum Beispiel durch falsches Schneiden – immer wieder in die Haut ein, kann sich der Nagelfalz entzünden und eitern.

Deshalb ist es wichtig, dass der Nagel an den Ecken nicht zu weit zurückgeschnitten wird. Wer zu stark kürzt, läuft Gefahr, dass die seitlichen Nagelränder besonders stark nachwachsen und sich nach einiger Zeit noch heftiger in die Haut schieben. Besser ist es, den Nagel möglichst gerade abzuschneiden und die natürliche Zehenform zu beachten.

Ist der Nagel bereits entzündet, haben sich vermutlich schon Bakterien und Pilze in die Haut eingenistet. Deren Ausbreitung gilt es zunächst zu bekämpfen. Als erste Maßnahmen zu Hause bieten sich desinfizierende Präparate, entzündungshemmende, kühlende Umschläge, entsprechende Bäder und Tinkturen an.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Entzündung immer wieder kommt und die Hausmittel nicht genügend Linderung bringen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Der Arzt verordnet antiseptische Mittel und bestimmt auch, ob weitere Behandlungsmaßnahmen bis hin zur operativen Entfernung von wild gewuchertem Fleisch (Granulationsgewebe) notwendig sind.

Darauf sollten Sie bei der Nagelpflege außerdem achten:

Alle Instrumente müssen ständig gereinigt werden, damit sich Pilzsporen nicht vermehren können. Es ist besser, für Hände und Füße immer verschiedene Scheren zu verwenden.

Das Nagelhäutchen schützt den Spalt zwischen Nagelplatte und Nagelfalz. Deshalb nicht schneiden und möglichst auch nicht zurückschieben. Sonst können Krankheitserreger und Pilze eindringen.

Hornhaut an Ballen und Ferse nie wegschneiden, sondern mit einer speziellen Feile oder mit Bimsstein abrubbeln!

Nagelschneiden erfordert Geduld, ein gutes Auge und eine sichere Hand. Wer einschneidet und den Nagelwall verletzt, schwächt die Abwehrkräfte und lockt Pilze und Bakterien an. Deshalb: Im Zweifelsfall besser eine zweite Person um Hilfe bitten.