Je früher jedoch ein Pilz erkannt und therapiert wird, desto größer ist die Chance, den Eindringling schnell wieder loszuwerden.

Ob eine Nagelpilzinfektion (Onychomykose) sich immer aus einem Fußpilz entwickelt, ist unter Fachleuten noch umstritten. Sicher ist, dass der Erreger in der Regel der selbe ist. Bei manchen Patienten beginnt ein Fußpilz auch gleichzeitig mit einer Infektion der Nägel. Es ist daher wichtig, dass man beide Pilzarten selbst erkennen kann (s. Checklisten).

Wenn Sie eine Neuinfektion zum Beispiel in den Zehenzwischenräumen bemerken und den Eindruck haben, dass sich Ihr Fußpilz noch nicht ausgebreitet hat, können Sie sich zunächst selbst behelfen. Für die Selbstbehandlung gibt es in der Apotheke viele hochwirksame Pilzmittel, die äußerlich angewendet werden.

Falls schon die Nägel betroffen sind, sollten Sie in jedem Fall einen Hautarzt (Dermatologen) aufsuchen, der Ihnen unter anderem spezielle Medikamente gegen den Pilz verschreibt. Vergessen Sie nicht: Eine Nagelpilzerkrankung ist infektiös und die Therapie dauert Monate. Je früher Sie die unter medizinischer Aufsicht beginnen, desto eher sind Sie den Pilz wieder los.



Schrittweise Ausbreitung

Eine Nagelpilzinfektion hat einen typischen Verlauf. Sie beginnt meist am vorderen und seitlichen Nagelrand und breitet sich dann immer weiter nach hinten aus, bis der ganze Nagel befallen ist. Meist erkrankt erst ein einziger Nagel, der dann die anderen nach und nach infiziert. Dieser Prozess kann sich über mehrere Monate hinziehen.



Wann zum Arzt?

Sie sollten immer zum Arzt gehen, wenn

Sie sich nicht sicher sind, ob es sich überhaupt um einen Pilzbefall handelt. Sie mehr als vier Pilzinfektionen pro Jahr haben. ein Fuß- oder Fingernagel betroffen ist. Nur wenn der Arzt Gewebe entnimmt und eine Pilzkultur anlegt, kann er sicher erkennen, ob ein Pilz vorliegt und um welchen Pilz es sich handelt. Ein gezielt ausgesuchtes Anti-Pilz-Medikament ist effektiver als ein Mittel, das gegen alle möglichen Pilze wirkt.



Ansteckungsgefahr

Pilze sind hochgradig ansteckend. Kratzen Sie sich deshalb nie an den infizierten Stellen, sonst droht eine Rückansteckung. Außerdem: Sie können sich mit einer Fuß- und Nagelpilzerkrankung auch an anderen Körperstellen schnell infizieren.

Verwechslungsgefahr

Es gibt andere häufige Nagelerkrankungen, die nicht durch Pilze verursacht werden, aber ähnlich aussehen. Sie müssen anders therapiert werden. Zum Beispiel die Schuppenflechte (Psoriasis). Wenn Sie an anderen Hautstellen Anzeichen für eine Schuppenflechte finden, handelt es sich bei den Nagelveränderungen vermutlich auch um Schuppenflechte. Endgültige Gewissheit gibt nur eine Pilzkultur (s. Kapitel - Lexikon - ).



Fußpilz-Checkliste

Sie könnten einen Fußpilz haben, wenn Sie folgende Merkmale an ihrer Haut beobachten:

Zwischen den Zehen: Juckreiz, Hautrötung, Schuppung, Hauterweichung zwischen den kleinen Zehen im weiteren Verlauf: kleine Pusteln oder Bläschen, der Rand der infizierten Hautstelle schuppt stärker, Einrisse und Schrunden in der Haut. Fußsohlen: auffallend verdickte Hornschicht, starke Abschuppung.

Nagelpilz-Checkliste

Sie könnten an einem Nagelpilz erkrankt sein, wenn Sie Folgendes an Ihren Nägeln

entdecken:

Die Nagelplatte wirkt stumpf und ist nicht mehr durchsichtig, sondern getrübt beziehungsweise weiß oder gelblich verfärbt, im späteren Stadium sogar braun. (Die Verfärbung entsteht, wenn der Pilz das Keratin im Nagel auflöst und luftgefüllte Hohlräume zurückbleiben.) Der Nagel ist deutlich verdickt, weil sich die Nagelplatte vom Nagelbett abhebt (so genannter Holznagel). Der Nagel wirkt porös und bröckelig.

Autor: Hautinfo Redaktion

FAQ

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1. Warum gilt eine gesunde Bräune als Zeichen von Gesundheit?
Eine gesunde Bräune wird oft mit Wohlstand und Erholung assoziiert. Umfragen zeigen, dass viele Europäer glauben, dass Bräune Gesundheit signalisiert, trotz der Warnungen vor übermäßigem Sonnenkonsum.

2. Welche Hautpflegeprodukte sind für empfindliche Haut geeignet?
Für Menschen mit empfindlicher Haut sind Produkte empfehlenswert, die wenig Inhaltsstoffe enthalten und hypoallergen sind. Es ist wichtig, auf die Bedürfnisse der Haut zu achten und bei Bedarf dermatologische Beratung in Anspruch zu nehmen.

3. Was ist die Photodynamische Therapie (PDT) und wie funktioniert sie?
Die PDT ist ein Verfahren zur Behandlung von Lichtschädigungen und zur Hautverjüngung. Sie hilft, Frühformen von Hautkrebs zu erkennen und zu behandeln, während sie gleichzeitig die Neubildung von Kollagen fördert.

4. Wie kann ich meine Haut im Winter optimal pflegen?
Im Winter ist es wichtig, die Haut mit feuchtigkeitsspendenden Cremes zu schützen, da kalte Temperaturen und trockene Raumluft zu einem Verlust der Hautfeuchtigkeit führen können. Regelmäßige Anwendung von Feuchtigkeitscremes und das Trinken von ausreichend Wasser sind entscheidend.

Weiterführende Informationen:

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