Scharlach oder Scarlatina ist eine ansteckende bakterielle Erkrankung des Kindesalters. Obwohl es sich um eine typische Kinderkrankheit handelt, können sich auch Erwachsene mit Scharlach infizieren. Sie wird verursacht durch eine Infektion mit Streptokokken-Bakterien, die ein Toxin produzieren. Durch dieses Gift kommt es zur Bildung von Antikörpern. Die Beschwerden geben ein deutliches Bild. Nach der Ansteckung, die häufig in der Schule, oder im Kindergarten erfolgt, besteht eine Inkubationszeit von 2-5 Tagen. Sie erfolgt durch Tröpfcheninfektion oder durch infizierte Gegenstände. Danach können folgende Symptome auftreten:

Fieber, Kopf- und Halsschmerzen, Erbrechen, Rötungen an den Innenseiten der Oberschenkel, Schluckbeschwerden wegen Mandelentzündung (Tonsillitis) oder Halsentzündung (Pharyngitis), erst weiß belegte, dann himbeerrote Zunge, rötliche Ausschläge in Leisten und in den Armbeugen, die sich über den ganzen Körper ausbreiten. Wichtiger Hinweis: Der Mundbereich ist nicht gerötet. Die Rötungen bestehen aus stecknadelgroßen Papeln, die infolge ihrer dichten Anordnung, der Haut einen samtartigen Charakter geben. Die Mund- und Kinngegend wird jedoch charakteristischerweise von den Rötungen verschont. Die Ausprägung und Verteilung der Rötungen sind von den körpereigenen Abwehrkräften des betroffenen Kindes (oder Erwachsenen) abhängig. Schwere Verläufe sind selten. In manchen Fällen kann Scharlach einen schweren Verlauf annehmen. Das von den Bakterien produziertes Gift kann zu Schläfrigkeit, Fieber über 41°C, Krämpfen, Kreislaufkollaps und sogar zum Tod führen. Komplikationen sind auch noch nach Wochen möglich. Wie bei allen Erkrankungen, die durch Streptokokken-Bakterien verursacht werden, können wenige Wochen nach dem Scharlach Komplikationen eintreten. Zu ihnen gehören Mittelohr-, Nieren- und Herzmuskelentzündung oder rheumatisches Fieber auftreten. Penicillin wirkt am besten. Zur sicheren Diagnose braucht der Arzt ein Blutbild und einen Abstrich der Rachenschleimhaut. Therapeutisch werden Antibiotika über 10 Tage verabreicht, wobei Penicillin sehr gut wirksam ist. Bei Penicillinallergie ist Erythromycin sinnvoll. Die Rötung und das Fieber verschwinden nach einigen Tagen. Danach kommt es zu einer großflächigen Abschälung der Haut an Händen, Füßen.

 

 

 

 

Autor: Hautinfo Redaktion

FAQ

FAQ zu Hautinfo.de

1. Warum gilt eine gesunde Bräune als Zeichen von Gesundheit?
Eine gesunde Bräune wird oft mit Wohlstand und Erholung assoziiert. Umfragen zeigen, dass viele Europäer glauben, dass Bräune Gesundheit signalisiert, trotz der Warnungen vor übermäßigem Sonnenkonsum.

2. Welche Hautpflegeprodukte sind für empfindliche Haut geeignet?
Für Menschen mit empfindlicher Haut sind Produkte empfehlenswert, die wenig Inhaltsstoffe enthalten und hypoallergen sind. Es ist wichtig, auf die Bedürfnisse der Haut zu achten und bei Bedarf dermatologische Beratung in Anspruch zu nehmen.

3. Was ist die Photodynamische Therapie (PDT) und wie funktioniert sie?
Die PDT ist ein Verfahren zur Behandlung von Lichtschädigungen und zur Hautverjüngung. Sie hilft, Frühformen von Hautkrebs zu erkennen und zu behandeln, während sie gleichzeitig die Neubildung von Kollagen fördert.

4. Wie kann ich meine Haut im Winter optimal pflegen?
Im Winter ist es wichtig, die Haut mit feuchtigkeitsspendenden Cremes zu schützen, da kalte Temperaturen und trockene Raumluft zu einem Verlust der Hautfeuchtigkeit führen können. Regelmäßige Anwendung von Feuchtigkeitscremes und das Trinken von ausreichend Wasser sind entscheidend.

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