Cellulite: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Cellulite

Entscheidend dafür ist, wieviel Fett in den Depots gespeichert wird und wie stark das Bindegewebe ist. Das aber wird von der Mutter auf die Tochter vererbt. Daß das gerecht ist, hat niemand behauptet, sinnvoll ist es in jedem Fall. Denn diese Fettspeicher, die in der Pubertät gebildet werden, haben eine wichtige Aufgabe. Sie dienen in der Schwangerschaft als Vorratsdepots.

Je älter man wird, um so mehr läßt die Spannkraft des Bindegewebes nach. Auch die Elastizität der Haut nimmt ab und damit ihre Fähigkeit, die darunterliegenden Fettpolster, die auch schlanke Frauen natürlicherweise haben, - in Schach - zu halten. Als Dellen werden sie unter der Haut sichtbar, als - Orangenhaut - , die vor allem Frauen (weniger ihre Männer, wie Umfragen belegen) als störend empfinden.

Keine Radikalkuren!

Je dicker die Fettschicht an Oberschenkeln und Gesäß ist, desto stärker ist die Neigung zu Cellulite. Vermeiden Sie deshalb übergewicht. Sinnvoll ist vor allem, von früher Jugend an auf seine Figur zu achten, weil durch starke und häufige Gewichtszu- und wieder -abnahme das Bindegewebe in der Unterhaut besonders - ausgeleiert - und damit schlaff wird. Bei starkem übergewicht sind alle anderen Maßnahmen zur Beseitigung der Cellulite jedoch zum Scheitern verurteilt. Deshalb gilt als erstes: übergewicht langfristig reduzieren!

Was Orangenhaut nicht mag: Sport

Profi-Sportlerinnen sind der beste Beweis: Ihre durchtrainierte Muskulatur stützt das Bindegewebe so stark, daß Cellulite meist keine Chance hat. So weit brauchen Sie gar nicht zu gehen: Regelmäßige Bewegung, zum Beispiel Joggen, Schwimmen und Radfahren, kräftigt die Muskulatur an Oberschenkeln und Gesäß in jedem Fall, und das Gewebe wird insgesamt straffer. Auch gezielte Gymnastik für die Problemzonen an Po, Oberschenkeln und Hüften wirkt - vorausgesetzt Sie lassen nicht locker und üben fleißig dreimal die Woche.

Schwere Beine vermeiden

Lymphstauung und Flüssigkeitsansammlungen im Unterhautgewebe verschlimmern die Cellulite. Legen Sie deshalb - vor allem im Sommer, wenn es warm ist - immer wieder die Beine hoch. Das läßt sich meist auch bei sitzenden Tätigkeiten im Büro zwischendurch für einige Minuten realisieren.

Leichte Massagen oder Trockenbürsten der Beine - immer zum Herzen hin - können den Lymphabfluß fördern und die Versorgung des Bindegewebes verbessern. Auch dadurch wird das Hautbild straffer und schöner.

Angeschmiert

Cremes und Salben, die auf die Problemzonen aufgetragen werden, sind nach Ansicht von Hautärzten bei Cellulite wirkungslos, weil diese Produkte gar nicht bis in die Unterhaut vordringen und die für die Cellulite verantwortlichen Bindegewebsstrukturen verändern können.

Fallen Sie nicht auf unhaltbare Versprechungen verschiedener Anbieter herein, die Ihnen eine einfache Beseitigung der Cellulite in Aussicht stellen.

Cellulite durch die Pille?

Möglicherweise. Denn die Pille kann bei entsprechend empfindlichen Frauen zu einer Gewichtszunahme an den Oberschenkeln führen und damit zu vermehrter Wassereinlagerung im Fettgewebe. Sprechen Sie gegebenenfalls mit Ihrem Frauenarzt über Alternativen.

Möglichst nie Orangenhaut

... kann Ihnen niemand versprechen, denn die Veranlagung zu Cellulite wird vererbt. Sie können aber einiges tun, um Po, Schenkel und Bauch in Form zu halten:

Würzen Sie lieber mit Kräutern als mit Salz. Denn Salz hält Wasser im Gewebe zurück. Trinken Sie mindestens 2 Liter pro Tag. Am besten Mineralwasser oder Tee. Das fördert die Entschlackung. Verzichten Sie auf Zigaretten. Nikotin verengt die Gefäße und schwächt dadurch das Bindegewebe. Fettreiche Lebensmittel blähen die Fettzellen regelrecht auf. Eine ballaststoffreiche Kost macht nicht nur satt, sie sorgt auch für eine regelmäßige Verdauung. Auch das kommt der Schönheit zugute. Viel hilft viel - das gilt auch für den Sport; aber nicht hin und wieder mal zwei Stunden, sondern lieber nur 20 Minuten, und das aber dreimal die Woche. Auf die Regelmäßigkeit kommt es an! Vermeiden Sie Crash-Kuren. Sie leiern das Bindegewebe aus. Große Wunder - k(l)eine Wirkung

Um der Cellulite zu begegnen, setzen Kosmetikstudios zunehmend auf High-Tech. Das ist teuer, und die Wirkung solcher Verfahren ist umstritten und meist nicht belegt.

Laserstrahlen dringen nur begrenzt in das Gewebe ein. Eine sichtbare Glättung der Hautstruktur ist daher nicht zu erwarten.

Tiefenwärme: Bei dieser Behandlung werden die Oberschenkel in heiße Gummimanschetten gepackt. Die Wärme soll das Fett dann buchstäblich zum Schmelzen bringen. Auch hier gilt: alles graue Theorie, überzeugende Nachweise fehlen.

Lymphmassagen regen den Lymphfluß an und verbessern dadurch die Versorgung des Bindegewebes mit Nährstoffen. Daß man damit Cellulite - wegstreicheln - kann, ist nicht stichhaltig belegt.

Reizstrom stimuliert die Muskeln durch leichte Stromstöße. Eine Festigung des Bindegewebes - wie durch regelmäßigen Sport - ist fraglich.